Forum: Wissenschaft
Tschernobyl: Die Todeszone lebt
REUTERS

Eine ausgestorbene Landschaft? Von wegen: 30 Jahre nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl zeigen Fotos das Leben in der Sperrzone.

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cededa 24.04.2016, 19:34
40. Die Lebenserwartung

von Tieren ist geringer als die von Menschen. Die Tiere sterben also natürlicherweise schon bevor Krebs überhaupt ausbrechen kann.

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Aberlour A ' Bunadh 24.04.2016, 19:59
41. Tierarten sind unterschiedlich betroffen

Zitat von Das Pferd
Alle Spinnen? Hätten Sie dazu eine Quelle?
Wie der Forist richtig bemerkte, scheint bei den Spinnen in der sogenannten "Todeszone" um Tschernobyl in der Tat eine signifikante Schädigung des Erbguts vorzuliegen. Die Meister des Netzbaus können nur noch verkrüppelte Netze spinnen. In diesem Zusammenhang kann ich Ihnen die Doku über die Wölfe von Tschernobyl empfehlen. Die Doku geht auch der Frage nach, welche Auswirkungen bei anderen Tierarten nachweisbar sind. Wölfe scheinen hingegen nicht betroffen. Jedenfalls konnte bei dem beobachteten Nachwuchs keine Missbildungen festgestellt werden. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass eventuell geschädigte Tiere eben in Natur nicht überlebensfähig wären.

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bayernohnecsu 25.04.2016, 23:31
42. @Toebben et al

Die reine Strahlendosis in mSiv ist ja nur der kleinere Teil des Problems. Neben radioaktivem Cäsium sind damals auch erhebliche Mengen sn Uran und - zweckbedingt - Plutonium in der Gegend verteilt worden. Das sind hochpotente Alphastrahler. Cäsium reichert sind in der Schilddrüse an, Plutonium und Uran u.a. in der Lunge. Da reichen wenige Milligramm, um das Leben entscheidend zu verkürzen. Die Strahlenmedizin ist halt ein wenig komplizierter, als ein Dreisatz

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Pless1 25.04.2016, 10:06
43. nicht verwunderlich

Strahlung schädigt Lebewesen in erster Linie langfristig. Dazu ist eine hohe Lebenserwartung notwendig, wie die des Menschen. Vereinfacht gesagt: trotz massiver Strahlenbelastung z. B. der Wölfe in dem Gebiet leiden diese kaum unter der Strahlung, da ihre durchschnittliche Lebenserwartung zu niedrig ist. Eine höhere Rate nicht lebensfähiger Nachkommen wegen geschädigten Erbguts kann durch erhöhte Reproduktion und mangelnde Nahrungskonkurrenz durch den Menschen mehr als kompensiert werden. Darüber hinaus gilt: bei Tieren und Pflanzen schaut die Wissenschaft auf die Population, nicht auf das Einzelschicksal. Deswegen kommt man auch zu anderen Bewertungen als bei der menschlichen Bevölkerung.

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Ein_denkender_Querulant 25.04.2016, 10:50
44. Röntgenärzte

Zitat von schenkerstaat
...Es ist immer noch fraglich,durch was Krebs entsteht. Ionisierende Strahlung allein kann nicht allein der Grund sein, u.a. wird sie ja bei der Krebsbekämpfung effektiv eingesetzt. ...
Dann schauen Sie sich einfach mal die Krebsrate von frühen Röntgenärzten an. Und Sie meinen wirklich, Strahlung alleine erzeugt keinen Krebs? Stimmt, es muss noch lebendes Gewebe dazu kommen, beides zusammen ergibt dann Zellwucherungen.

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Ein_denkender_Querulant 25.04.2016, 10:55
45. Akkumulation

Zitat von Stanislaus III.
.. Wir reden in Tschernobyl aktuelle von 1/1000 der o.a. Strahlendosis. Was hier vollmundig als "Todeszone" propagiert wird, ist in Wirklichkeit eine Lebenszone. Die nur von den Hysterikern tot geredet wird....
Viel Spaß dabei, Gemüse anzubauen und zu essen. Wenn Sie wissen was Sie anbauen und wo, geht es, wenn Sie in der Zone ganz normalen bäuerlichen Gartenh- und Ackerbaubetrieben, werden Sie in wenigen Jahren gestorben sein? Glauben Sie nicht, gibt es Untersuchungen zu.

Ansonsten wünsche ich allen Verstrahlten viel Freude beim Essen von Wildschweinleber aus dem Bayrischen Ward, sehr gesund ...
http://www.aerztezeitung.de/panorama/k_specials/tschernobyl/article/651070/deutschland-2011-tschernobyl-noch.html

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zieglerm 25.04.2016, 12:09
46. Aufruf zur Spendensammlung

Wir sollten für alle Atomkraftbefürworter in diesem Forum eine Spendensammlung durchführen. Damit sponsorn wir allen, die das doch so gesundheitsfördernd finden, eine Urlaubsreise nach Tschernobyl mit Besichtigung des ehemaligen Reaktorkerns. Das wird nicht so teuer, da ja auch keine Schutzkleidung benötigt wird. Die Entsorgung der Leichen als Sondermüll würde ich aber nicht übernehmen.

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neanderspezi 25.04.2016, 18:51
47. Populationsdichten von Wildtieren regulieren sich je nach Jagddruck, vorwiegend vom Menschen ausgeübt, selbst, es sei denn sie werden weiträumig ausgerottet

Größere Säugetiere wie Wolf, Wildschwein, Elch, Rotwild und weitere Spezies, ebenso auch viele Vogelarten, sind zumeist nicht standorttreu. Wenn sich Lücken in einer Population auftun, rücken Tiere außerhalb einer atomar verstrahlten Region, wie beispielsweise um Tschernobyl einfach nach und stellen dadurch eine nahezu konstante Bestandsdichte wieder her, es sei denn ihre Überlebensrate sinkt in ihrer fertilen Phase bedeutsam. So etwas funktioniert besonders gut, wenn sich der Mensch wegen zu hoher Strahlenbelastung nach einem GAU aus einer sogenannten Sperrzone zurückgezogen hat. Wildtiere lieben nun mal zweifellos Regionen, aus denen sich Homo sapiens verzogen hat. Für die gesundheitliche Gefährdung und für Mutationsraten von standorttreuen Spezies, wie beispielweise Lurche, könnte sich die Wissenschaft, um in verstrahlten Gebieten differenzierte Kenntnisse zu sammeln, durchhaus ebenfalls interessieren.

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neanderspezi 25.04.2016, 19:03
48. Populationsdichten von Wildtieren regulieren sich je nach Jagddruck, vorwiegend vom Menschen ausgeübt, selbst, es sei denn sie werden weiträumig ausgerottet

Größere Säugetiere wie Wolf, Wildschwein, Elch, Rotwild und weitere Spezies, ebenso auch viele Vogelarten, sind zumeist nicht standorttreu. Wenn sich Lücken in einer Population auftun, rücken Tiere außerhalb einer atomar verstrahlten Region, wie beispielsweise um Tschernobyl einfach nach und stellen dadurch eine nahezu konstante Bestandsdichte wieder her, es sei denn ihre Überlebensrate sinkt in ihrer fertilen Phase bedeutsam oder die Nachzucht zeigt häufig letale Entwicklungsstörungen. So ein Nachrücken funktioniert besonders gut, wenn sich der Mensch wegen zu hoher Strahlenbelastung nach einem GAU aus einer sogenannten Sperrzone zurückgezogen hat. Wildtiere lieben nun mal zweifellos Regionen, aus denen sich Homo sapiens verzogen hat. Für die gesundheitliche Gefährdung und für Mutationsraten von standorttreuen Spezies, wie beispielweise Lurche, könnte sich die Wissenschaft, um in verstrahlten Gebieten differenzierte Kenntnisse zu sammeln, durchhaus ebenfalls interessieren.

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schaafsnase 25.04.2016, 19:53
49. Und mein angeheirateter Onkel 2. Grades

Zitat von ir²
Mein Schwager hat eine Hundezucht in Deutschland. 80% der Tiere sterben an Krebs. Die Strahlung in der "Todeszone" von Tchernobyl haben genau NULL Einfluss auf die Populationen. Nur das Tier, welches mit Dosimeter herum, läuft macht sich Probleme wo keine sind....
hatte ein Dosimeter das nur braune Hetzer biss.
Doch, echt

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