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Umstrittene Klimaschutztechnik: Altmaier lässt unterirdische Abgas-Speicher prüfen
DPA

Kohlendioxid unter der Erde speichern - unkalkulierbares Risiko oder Hoffnung für den Klimaschutz? Das Wirtschaftsministerium untersucht, ob, wann und wie sich diese Speicher bauen lassen.

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burlei 12.09.2018, 07:10
1. Immer diese negative Berichterstattung!

Wenn das CDU geführte Wirtschaftsministerium die ultimative Lagerung von Schadstoffen gefunden hat und nun routinemäßig die Sinnhaftigkeit überprüft ist das doch ganz, ganz toll. Ja, wir werden tief unter der Erde unseren ganzen Dreck vergraben können. Mit der Schachtanlage Asse und dem Verbuddeln radioaktiven Mülls dort hat das doch auch wunderbar funktioniert. Aus den Augen, aus dem Sinn. Bis das Zeug wieder auftaucht. Aber das dauert manchmal bis nach der nächsten Wahl. Jetzt suchen wir noch irgendein Loch, in dem wir dumme Ideen, sogenannte Lösungen und alternativlose Maßnahmen versenken können und wir haben das Paradies geschaffen.

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felisconcolor 12.09.2018, 07:10
2. Wir

schaffen es ja nicht mal ein Endlager für unseren Atommüll zu finden geschweige denn es dann auch zu bauen. Wobei Atommüll noch einfach zu händeln ist. Sind ja Feststoffe in grossen Betonklötzen. Wie man zig tausend Tonnen Gas über Jahrtausende daran hindern will wieder aus dem Erdreich zu entweichen ist mir allerdings schleierhaft. Ja sicher gibt es schon Erdgasspeicher in Salzkavernen. Aber über Leckageverluste findet man da nicht wirklich etwas und das Erdgas ist da ja auch nur in einem Pufferspeicher.

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barkhorn 12.09.2018, 07:19
3. Geld, Zeit und Ressourcen-Verschwendung

Diese Technologie hat nur einen Zweck: Kohlekraftwerke länger laufen zu lassen. CCS ist tot. Ich habe vor 7 Jahren in einem Öl Konzern erlebt, wie man dieses aufgegeben hat. Damals waren uns fast alle anderen gefolgt. Weil die Risiken und Kosten zu hoch waren. Nehmt das Geld und baut endlich Stromspeicher. Bundesminister sollte abtreten und Platz für einen oder eine Fähige Person machen. Wer immerfort auf Technologie von gestern setzt, hat auf diesem Posten nichts verloren.

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Feigenpalmenwedler 12.09.2018, 07:37
4. Ein an der Planung Beteiligter schreibt

Bereits vor Jahren hat die Fa. Alstom baufertige Unterlagen für die co2 Abscheidung und Verflüssigung fertiggestellt.
Der technische Aufwand ist enorm.
Die Kosten sind hoch.
Rund 30 Prozent der gesamten Kraftwerksleistung werden alleine für Abscheidung und Verflüssigung des co2 benötigt.

Eine weitere Studie macht also wenig Sinn und erzeugt Lobbykosten für nichts.

Es gibt Alternativen.
Die Hydrierung von co2 als Rohstoff mittels Windstrom zu flüssigen Kohlenwasserstoffen.
Oder die Wiederaufforstung umgelegter Wälder.

.

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schuggerleo 12.09.2018, 07:44
5. Ginge viel einfacher.....

Viel einfacher wäre es, einfach einen Teil des Biomülls, der anfällt, auf einem riesigen Berg aufzuschichten. Wenn die organischen Materialien nicht oberflächlich unter Lufteinfluss kompostiert werden sondern in einem großen Berg eingeschlossen sind, verrotten sie sehr sehr langsam und der gebundene Kohlenstoff wäre erst mal der Atmosphäre entzogen. Verloren gehen dabei natürlich auch zahlreiche andere Nährstoffe, die ansonsten wieder auf die Felder ausgebracht würden, darüber müsste man sich noch Gedanken machen. Da die Mengen an produzierter Biomasse pro Jahr aber enorm sind, würde sich so eine Maßnahme mittelfristig auf jeden Fall auswirken, es wäre sozusagen das Gegenteil von Kohle/Öl/Gasverbrennung.

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mantrid 12.09.2018, 09:09
6. Rescorucenverschwendung

CO2 ist nicht anders als Sauerstoff (O2), den wir gut in der Atmosphäre vertragen und Kohlenstoff (C). Und mit dem C kann man ganz tolle Dinge machen, z.B. Karbonfaser herstellen, leichter und stabiler als Stahl. Oder man spaltet Wasser (H2O) in Sauerstoff und Wasserstoff (H) auf. Packt man C und H zusammen, hat man Kohlenwasserstoff, als längere Ketten kennen wir das als Erdgas, Benzin, Diesel, Kohle usw. Leztere könnte man sogar bedenkenlos für Millionen Jahre einlagern. Wenn wir für die Gewinnung von Wasserstoff per Elektrolyse den "Wegwerf-Strom" nehmen, denn wir eh alle bezahlen müssen, könnten wir unsere bisher teuer importierten Energieträger selbst herstellen. O.K., dann steigt unser Exportüberschuss noch weiter, aber klimafreundlich wäre es. Im tiefsten Norden der Republik will man demnächst so Flugzeugtreibstoff herstellen.

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scottbreed 12.09.2018, 09:45
7. absoluter quatsch

einfacher wäre es mehr Bäume zu pflanzen denn Bäume speichern nicht nur Kohlendioxide sondern geben auch Sauerstoff frei.
man könnte der Landwirtschaft ein Drittel ihrer sinnlosen Anbaufläche die die eh nur für e10 Sprit und biogasanlagen bewirtschaften wegnehmen und der Natur zurückführen.. Denn umgekehrt war es ja auch einfach Bäume zu Fällen um daraus Nutzflächen zu machen.. Und umgekehrt geht's auf einmal nicht mehr so einfach oder was.. So wäre erstmal die Diskussion um die speicherei von Kohlendioxid erledigt.

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fehleinschätzung 12.09.2018, 10:08
8. toll, so ähnlich wie die Suche nach einem

Endlager. Schade, das die Politik immer wieder ein "weiter so" suggeriert - nix tun, was weh tut. oder drastischer: "Aus den Augen aus dem Sinn" - naja Wirtschaftsministerium ist ja auch nicht Umweltministerium....

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Pickle__Rick 12.09.2018, 10:09
9.

Zitat von mantrid
(...)Oder man spaltet Wasser (H2O) in Sauerstoff und Wasserstoff (H) auf. Packt man C und H zusammen, hat man Kohlenwasserstoff, als längere Ketten kennen wir das als Erdgas, Benzin, Diesel, Kohle usw. Leztere könnte man sogar bedenkenlos für Millionen Jahre einlagern. Wenn wir für die Gewinnung von Wasserstoff per Elektrolyse den "Wegwerf-Strom" nehmen, denn wir eh alle bezahlen müssen, könnten wir unsere bisher teuer importierten Energieträger selbst herstellen. (...)
In der Theorie eine gute Idee. Eigentlich sogar eine perfekte. Emissionen werden abgebaut und Kraftstoff wird gewonnen. Zwei Fliegen mit einer Klatsche. Es gibt ja bereits Testanlagen und experimentelle Verfahren dazu. Allerdings ist das nach heutigem Stand relativ ineffizient. Der Wirkungsgrad ist das Problem. Die Frage ist also ob der überschüssige Strom dafür ausreichend ist. Natürlich schadet das im Prinzip nicht aber es ist eben auch mit einem gewissen Aufwand verbunden und da geht es einfach um das Aufwand/Nutzen Verhältnis. Klären kann man das nur mit Forschung und da zeigt sich dann auch wieder, warum es eigentlich nicht falsch ist auch an der Speichermethode zu forschen. Es muss eben ehrlicher und transparenter sein als z. B. beim Endlagerprojekt. Das ist einfach nur katastrophal gelaufen. Übrigens unter Mitwirkung der heutigen Kanzlerin. Ich befürchte dabei allerdings, dass unsere Politiker auch im Jahr 2018 noch nicht verstanden haben wie man so etwas durchzieht und dabei den Wähler angemessen mit einbezieht.
Man beschäftigt sich lieber mit einer riesen Show um Migration.

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