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Umstrittene Klimaschutztechnik: Altmaier lässt unterirdische Abgas-Speicher prüfen
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Kohlendioxid unter der Erde speichern - unkalkulierbares Risiko oder Hoffnung für den Klimaschutz? Das Wirtschaftsministerium untersucht, ob, wann und wie sich diese Speicher bauen lassen.

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thomzie 12.09.2018, 10:38
10. falscher Weg

Das CO2 gehört nicht in irgendwelche Speicher, sondern in die Atmosphäre dieser Welt. Denn dort sorgt es dafür, dass die Erde überhaupt bewohnbar ist und bleibt und nicht komplett vereist. Es verhindert die Abstrahlung der Wärmeenergie in den Weltraum. Einen CO2 Mangel gab es erdgeschichtlich schon, mit fatalen Folgen für das Leben. Kälte ist der Tod, Wärme bedeutet Leben. Ich bin fürs Leben.

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Beat Adler 12.09.2018, 10:56
11. Wirkungsgrad ist unwichtig bei UEBERSCHUSS an Sonnen -und Windenergie.

Zitat von Pickle__Rick
In der Theorie eine gute Idee. Eigentlich sogar eine perfekte. Emissionen werden abgebaut und Kraftstoff wird gewonnen. Zwei Fliegen mit einer Klatsche. Es gibt ja bereits Testanlagen und experimentelle Verfahren dazu. Allerdings ist das nach heutigem Stand relativ ineffizient. Der Wirkungsgrad ist das Problem. Die Frage ist also ob der überschüssige Strom dafür ausreichend ist. Natürlich schadet das im Prinzip nicht aber es ist eben auch mit einem gewissen Aufwand verbunden und da geht es einfach um das Aufwand/Nutzen Verhältnis. Klären kann man das nur mit Forschung und da zeigt sich dann auch wieder, warum es eigentlich nicht falsch ist auch an der Speichermethode zu forschen. Es muss eben ehrlicher und transparenter sein als z. B. beim Endlagerprojekt. Das ist einfach nur katastrophal gelaufen. Übrigens unter Mitwirkung der heutigen Kanzlerin. Ich befürchte dabei allerdings, dass unsere Politiker auch im Jahr 2018 noch nicht verstanden haben wie man so etwas durchzieht und dabei den Wähler angemessen mit einbezieht. Man beschäftigt sich lieber mit einer riesen Show um Migration.
Wirkungsgrad ist unwichtig bei UEBERSCHUSS an Sonnen -und Windenergie. Ein bereits heute existierendes Gebaude, immer mit Dach(!), das zwischen 55 Grad Nord und 55 Grad Sued liegt und noch kein Solardach kombiniert mit Hausspeicherbatterie hat, ist eine Verschwendung, ein Luxus, der sich bald niemand mehr leisten kann!

Statt die Sonnen -und Windernergie-Anlagen runterregeln, koennen die Ueberschuesse zur Herstellung von Wasserstoff, Syngas und Synfuel eingesetzt werden. Das Verbrennen von Wasserstoff, der einzige lager -und transportfaehige Treibstoff, der beim Verbrennen kein CO2 erzeugt, ist ein Teil der Energiezukunft. Syngas und Synfuel bilden beim Verbrennen wenigstens kein ZUSAETZLICHES CO2 in der Athmospahere. Schon das ist ein Vorteil.

Mittelfristig, in 10 bis 25 Jahren, steigt die Welt aus dem Verbrennen von fossilen Energietraegern aus. Der Grund sind die extremen Kosten die durch das ZUSAETZLICHE CO2 in der Athmosphaere entstehen. Das kann mittelfristig schlicht und einfach niemand mehr bezahlen. Das Einlagern von gasfoermigem CO2 kann sich auch niemand leisten;-)
mfG Beat

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les2005 12.09.2018, 10:57
12. Es gibt kein entweder oder

Natürlich wäre es sinnvoll und wünschenswert, den CO2-Ausstoß von vornherein zu verringern oder vermeiden, statt das Zeugs in die Tiefe zu pumpen. Aber die Realität ist, daß die bisher eingeleiteten Maßnahmen weit hinter dem Erforderlichen zurückbleiben und zudem von allen Seiten, ob Auto- oder Kohlelobby noch weiter bekämpft werden. Deshalb werden wir aller Voraussicht nicht den Luxus haben, das Problem nur über einen Rückgang der Verbrennung fossiler Stoffe zu lösen. Hier geht es um Forschung/Entwicklung, und aus meiner Sicht gibt es keinerlei Anlaß, voreilig irgendwelche Optionen auszuschließen - es kann gut sein daß wir Alles benötigen werden, was machbar ist.

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Beat Adler 12.09.2018, 11:01
13. Zuviel CO2 > zu hohe Globaltemperatur > viel weniger Lebensraum

Zitat von thomzie
Das CO2 gehört nicht in irgendwelche Speicher, sondern in die Atmosphäre dieser Welt. Denn dort sorgt es dafür, dass die Erde überhaupt bewohnbar ist und bleibt und nicht komplett vereist. Es verhindert die Abstrahlung der Wärmeenergie in den Weltraum. Einen CO2 Mangel gab es erdgeschichtlich schon, mit fatalen Folgen für das Leben. Kälte ist der Tod, Wärme bedeutet Leben. Ich bin fürs Leben.
Zuviel CO2 > zu hohe Globaltemperatur > viel weniger Lebensraum

Selbst wenn alle 196 Unterzeichnerstaaten des freiwilligen Pariser COP21 Abkommens vollstaendig nachkommen, haben wir noch vor 2030 ueber 500 ppm CO2 (heute 410) in der Athmosphaere. Damit duerften wir, besonders wegen der Ueberschreitung der Temeraturschwelle fuer das Tauen des Permafrostes, der unglaubliche Mengen an Methan freisetzt, das Antreiben dieses Teufelskreises, uns nun VORBEUGEND auf plus 4 Grad Celsius, im Vergleich zum 19. Jhd., vorbereiten.

Uns folgende Frage stellen: Wie sieht die Welt aus, wenn innerhalb des Lebens eines heute neugeborenen Kindes, der Meeresspiegel um etwas ueber 2 Meter steigt?

Also ich bin fuer die Erhaltung unseres Lebenesraumes!
mfG Beat

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Pickle__Rick 12.09.2018, 11:18
14.

Zitat von Beat Adler
Wirkungsgrad ist unwichtig bei UEBERSCHUSS an Sonnen -und Windenergie. Ein bereits heute existierendes Gebaude, immer mit Dach(!), das zwischen 55 Grad Nord und 55 Grad Sued liegt und noch kein Solardach kombiniert mit Hausspeicherbatterie hat, ist eine Verschwendung, ein Luxus, der sich bald niemand mehr leisten kann! Statt die Sonnen -und Windernergie-Anlagen runterregeln, koennen die Ueberschuesse zur Herstellung von Wasserstoff, Syngas und Synfuel eingesetzt werden. Das Verbrennen von Wasserstoff, der einzige lager -und transportfaehige Treibstoff, der beim Verbrennen kein CO2 erzeugt, ist ein Teil der Energiezukunft. Syngas und Synfuel bilden beim Verbrennen wenigstens kein ZUSAETZLICHES CO2 in der Athmospahere. Schon das ist ein Vorteil. Mittelfristig, in 10 bis 25 Jahren, steigt die Welt aus dem Verbrennen von fossilen Energietraegern aus. Der Grund sind die extremen Kosten die durch das ZUSAETZLICHE CO2 in der Athmosphaere entstehen. Das kann mittelfristig schlicht und einfach niemand mehr bezahlen. Das Einlagern von gasfoermigem CO2 kann sich auch niemand leisten;-) mfG Beat
Reicht die überschüssige Energie denn um eine nennenswerte Reduzierung von CO2 zu erreichen? Die nötigen Anlagen werden auch nicht aus Luft und Liebe geboren. Wie gesagt, es kann sein, dass das alles am Ende durchaus Sinn ergibt. Daher ist es wichtig zu forschen.

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pjotrmorgen 12.09.2018, 11:31
15. Problematisches Verfahren

Prinzipiell wäre auch nur eine 100-jährige Verweildauer des CO2 in welchen Lagern auch immer zu begrüßen. 70% des CO2-Austosses von Kraftwerken könnte vermieden werden.

Das Hauptproblem wurde schon angesprochen: Die Effizienz der Kraftwerke sinkt allein durch die direkte CO2-Abscheidung um 10% und durch Transport und Lagerung steigt derzusätzlich Energieverbrauch auf bis zu 30%. Dadurch würde der Strom erheblich teurer und es müsste sogar noch vermehrt Kohle/Öl/Gas verbrannt werden.

Kostengünstiger wäre die sogenannte Biologische Sequestrierung, also durch Aufforstung erzielte Bindung von CO2 in Holz, das aber nicht verbrannt werden darf, sondern bestenfalls als Bauholz dienen kann. Alternativ wäre die Ausweitung von Moorflächen durch Torfbildung.

Sehr wahrscheinlich ist es viel CO2-sparender die KWs mit fossilen Brennstoffen möglichst schnell durch alternative Energieträger zu ersetzen bzw. auch für stärkere Energieeinsparung zu sorgen.

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Beat Adler 12.09.2018, 11:47
16. Die CO2 REDUKTION ist wuenschenswert, leider unbezahlbar.

Zitat von Pickle__Rick
Reicht die überschüssige Energie denn um eine nennenswerte Reduzierung von CO2 zu erreichen? Die nötigen Anlagen werden auch nicht aus Luft und Liebe geboren. Wie gesagt, es kann sein, dass das alles am Ende durchaus Sinn ergibt. Daher ist es wichtig zu forschen.
Die CO2 REDUKTION ist wuenschenswert, leider unbezahlbar.

Wir Menschen luden in den vergangenen Jahrzehnten, NICHT Jahrhunderten(!), ZUSATZLICH ueber 1.5 kg CO2 in die Luftsaeule, die ueber jedem einzelnen Qudratmeter der Erdoberflaeche steht, ab.

Eine CO2 Reduktion zur Verminderung des Treibhauseffektes sollte also um die 1 kg pro Quadratmeter Ertoberflaeche betragen.

Bei allen bisherigen CO2 Speicherungsprojekten geht es nicht, oder noch nicht, um die Reduktion des CO2 Gehaltes der Athmosphaere, sondern um die Reduktion von zusaetzlichem von uns Menschen in der Lufthuelle entsorgtem CO2. Das CO2, das durch das Verbrennen von z.B. Kohle entsteht, wird "aufgefangen" und eingelagert. Viel billiger und viel wirkungsvoller ist, erst gar keine Kohle mehr zu verbrennen!

Waermeres Meerwasser bei sinkendem pH Wert, beides in Messreihen erfasst, nimmt immer weniger CO2 auf. Auch das ist gemessen. Die wichtigste, natuerliche CO2 Senke faellt immer mehr aus. Die zweitwichtigste, natuerliche CO2 Senke ist junger Wald. Wenn das Holz alter Baeume in dauerhafte Gueter eingebaut wird, senken die nachwachsenden, jungen Baeume den CO2 Gehalt der Athmosphaere. In dieser Hinsicht ist Holz statt Ziegel und/oder Beton tatsaechlich eine Massnahme, die in die richtige Richtung geht.

Im Vergleich zur Aufgabe des Entfernens von 1 kg CO2 pro Luftsaeule, die ueber jedem Qudratmeter Erdoberflaeche wabbert, sind junge Waelder sinnvoll aber nur geringfuegig wirksam.

Das Kohlenstoff-Einfang-plus-anschliessende-Lagerung-Verfahren CCS dient dazu gar nicht.
mfG Beat

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frenchie3 12.09.2018, 11:54
17. Warum eigentlich nicht?

Allerdings sollte man nach einem Stoff suchen wo sich das Gas an/einlagert. So wie bevor es "ausgegraben" wurde, als Kohle oder Öl. Braucht halt mehr Platz als verflüssigt aber Kohlegruben und leere Ölblasen gibt es reichlich, das wäre zumindest ein Anfang

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Markus Landgraf 12.09.2018, 11:54
18. Fehlgeschlagener Umweltschutz

Weil in Deutschland die Alt--Ökos den Ausbau der Atomkraft verhindert haben, müssen wir jetzt ein Endlager für ihren fossilen Abfall finden. Das Atommüllendlager wäre nur so gross gewesen wie eine Turnhalle. Für den Fossilmüll werden wir wohl den ganzen Schwarzwald opfern müssen. Herzlichen Glückwunsch!

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pjotrmorgen 12.09.2018, 12:36
19. Eine leider unangenehme Wahrheit

Zitat von Markus Landgraf
Weil in Deutschland die Alt--Ökos den Ausbau der Atomkraft verhindert haben, müssen wir jetzt ein Endlager für ihren fossilen Abfall finden. Das Atommüllendlager wäre nur so gross gewesen wie eine Turnhalle. Für den Fossilmüll werden wir wohl den ganzen Schwarzwald opfern müssen. Herzlichen Glückwunsch!
Durch Beibehaltung der Atomkraft oder leichten Ausbau in Deutschland wäre es möglich gewesen heute ganz auf die dreckigste fossile Energie, die Braunkohle zu verzichten.

Zunächst könnten neue AKWs mit sicherer Technologie wie der CANDU-Typ (Standard in Kanada) gebaut werden. Diese Reaktoren sind etwas größer bei gleicher Leistung und benützen schweres Wasser (D2O) als Moderator ohne Drucksystem. Der größte Vorteil ist die Möglichkeit, Natururan (0,7% U235) oder abgebrannte Brennelemente anderer Reaktortypen zu verwenden, wodurch die Gesamtkosten denen von Leichtwasserdruckreaktoren entsprechen. Die Sicherheit ist wesentlich höher als bei anderen Reaktortypen, da die Kernreaktion schon durch Flutung mit leichtem Wasser gestoppt werden kann.

Die sichersten Endlanger dürften dort sein, wo das Uran herkam: In Granitformationen, wie z.B. in Sachsen. Jedenfalls baut Finnland sein Endlager Olkiluoto in einem Granitstock.

Noch etwas Zukunftsmusik ist die Element-Transmutation, da diese Technolgie noch in der Entwicklung ist. Prinzipiell ist es jedoch möglich, durch relativ geringen Aufwand Atommüll so umzuwandeln, dass die langlebigen, strahlenden Isotope zu kurzlebigen mit Halbwertszeiten von 20 Jahren werden. Somit bräuchte man nur Endlager für etwas mehr als hundert Jahre.

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