Forum: Wissenschaft
Urzeittier: Der Killerwal aus der Wüste
imago/Xinhua

In einem ägyptischen Tal fanden Forscher einen gigantischen Urzeit-Friedhof. Ein ausgestorbenes Seeungeheuer ist besonders interessant: Der Wal mit den spitzen Zähnen war der mächtigste Meeresräuber seiner Zeit.

MagittaW 09.01.2019, 21:31
1. "Lange ging das nicht gut"

ein bisschen musste ich lachen, als ich las, dass das Auffressen von kleineren Walen nicht lange gut ging.
6 Mio Jahre, laut Angaben aus dem Artikel.
Nun, Hominiden gibts seit knapp 3 mio Jahren, Menschen seit 300.000 Jahren. Also wenn ein Zahnwal 6 Mio Jahre erfolgreich räubert, und sich evtl. evolutionär weiter entwickelt, dann ging das für meine Begriffe schon ziemlich lange gut. Rein wissenschaftlich gesprochen...

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stefanschultze1 10.01.2019, 00:49
2. Wenn das lange nicht gut ging also nur 6 Millionen Jahre

dann möchte ich sehen was die Zukunft über uns Menschen sagt. "Irgendwann kurzzeitig hat die Menschheit sich zufällig selbst ausgelöscht nachdem sie innerhalb kürzester Zeit fast den Planeten zerstört hätte. Zum Glück kam eine unheilbaren Pandemie von Schweinen übertragen der Erde zu Hilfe. Heutige Fossilien belegen den Wahnsinn der damaligen Menschheit mir geteilten Ländern."

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permissiveactionlink 10.01.2019, 11:19
3. Wundert mich nicht !

Ein Großteil der Bevölkerung interessiert sich nicht für Biologie, und Kinder allenfalls für Dinosaurier. So dürften auch die wenigsten Menschen die Frage nach dem größten lebenden Raubtier der Erde korrekt beantworten : Physeter macrocephalus, der Pottwal. Die größere Faszination für ausgestorbene Haie wie Carcharocles megalodon, oder für große Meeresraubreptilien der Urzeit wie zB. Predator X/Liopleurodon und anderen könnte damit zusammenhängen, dass uns echte Säugetiere einfach evolutiv zu nahe stehen und um diesen Angst-Schauder im Rücken zu verursachen. Die Wale aber entstanden erst nach dem Aussterben der Dinosaurier (Ausnahme : Vögel !) im Eozän vor 50 Mio Jahren auf dem Kontinent Laurasia im Bereich des heutigen Pakistan/Indien aus den Condylarthra, den Urhuftieren, und stehen damit den Kamelen, Schweinen, Flusspferden und Wiederkäuern evolutiv sehr nahe. Eine Untergruppe der Condylathren, die fleischfressenden Mesonychiden hatten wie die Wale dreihöckrige Zähne (Zähne sind sehr wichtig in der Paläontologie !). Aus den Pakicetiden (50 Mio Jahre) entwickelten sich die Ambulocetiden (48 Mio Jahre), daraus die Remingtonocetiden und schließlich die Protocetiden, die erste hochseetaugliche Ordnung früher Wale mit der Gattung Rhodocetus. Aus dieser Ordnung gingen später die Basilosauridae und die mehr delfinartigen Dorudontidae hervor. Alle hatten noch sichtbare Rudimente der hinteren Extremitäten und waren Zahnwale. Die Aufspaltung der Wale in Odontoceti (Zahnwale) und Mysticeti (Bartenwale) geschah erst später, im Oligozän.

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