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Verbreitete Krankheit in Europa: Die Migräne kam mit der Kälte
DPA

In nördlichen Breiten leiden mehr Menschen unter Migräne als in südlichen. Forscher haben dafür jetzt eine mögliche Erklärung gefunden: Sie hat mit dem Auswandern unserer Vorfahren aus Afrika zu tun.

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multi_io 03.05.2018, 22:30
1. Na toll

...und dank Global Warming braucht bald keiner mehr dieses Kälteresistenz-Gen, d.h. die ganze Kopfschmerzqual ist völlig umsonst.

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artusdanielhoerfeld 03.05.2018, 22:31
2. Stumme Migräne

In meinem Fall beginnt es, mal links, mal rechts, mit einem kleinen blinden Fleck, der langsam größer wird und in kaleidoskopischen Farben schillert, danach wird er halbmondförmig und wandert, das ganze Sichtfeld in einem schmalen Streifen von oben bis unten abdeckend, langsam nach außen und verschwindet dann. Dabei habe ich (Gott sei Dank!) keine Schmerzen, aber nach einem Anfall, der etwa zwanzig Minuten dauert, bin ich mental sehr erschöpft.

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Freidenker10 04.05.2018, 06:20
3.

Vielleicht liegt es aber auch daran, das Menschen die in warmen gefilden leben einfach entspannter und stressfreier leben als im dauergestressten Norden... Meine Tochter hat auch damit zu kämpfen und meine Beobachtung geht in Richtung Stress. Wenn der Stress zu lange anhält und keine Entspannungsphase eingehalten wird folgt meist die Migräne. Aber da die jungen Menschen heutzutage aus dem Dauerstress ( Handy, Aussehen, Schulstress, Zukunftsplanung usw. ) nicht mehr rauskommen wirds schwer. Vielleicht erlebt die Meditation ja auch irgendwann gezwungenermaßen eine Renaissance. Ich jedenfalls bekomme es nicht hin meiner Tochter hin und wieder mal einen Stopp näherzubringen...

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franxinatra 04.05.2018, 07:19
4. Diese Symptome erlebe ich anders

Zitat von artusdanielhoerfeld
In meinem Fall beginnt es, mal links, mal rechts, mit einem kleinen blinden Fleck, der langsam größer wird und in kaleidoskopischen Farben schillert, danach wird er halbmondförmig und wandert, das ganze Sichtfeld in einem schmalen Streifen von oben bis unten abdeckend, langsam nach außen und verschwindet dann. Dabei habe ich (Gott sei Dank!) keine Schmerzen, aber nach einem Anfall, der etwa zwanzig Minuten dauert, bin ich mental sehr erschöpft.
Erst verausgabe ich mich unbemerkt, dann kommt dieses Flimmerskotom, und erst dann realisiere ich, dass ich mal wieder über meine Grenzen gegangen bin...

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analytikerin 04.05.2018, 07:26
5. Flimmerskotom

@artusdanielhoerfeld: das nennt sich Flimmerskotom. Bei mir kommen anschließend an dieses Phänomen dann noch richtig üble Kopfschmerzen, gegen die nur noch Ruhe, Dunkelheit und Entspannung helfen. Gottseidank hab ich das nur etwa 1-2x im Jahr...

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seinodernichtsein 04.05.2018, 08:08
6. @ 2. Stumme Migräne

hmmm...eigentlich ist das Skotom unabhängig von den Augen gleichzeitig vorhanden. Also weder links noch rechts zu verorten. Und Gottseidank ist es so: als ich es zum ersten Mal erlebte, wusste ich nicht daß es ein Aura Phänomen ist (Migräne kannte ich schon lange, aber ohne Aura). Erschrocken befürchtete ich sowas wie "Netzhautablösung" o.ä. Erst als ich wechselnd ein Auge schloss und bemerkte, das Flimmern ist identisch vorhanden, war klar daß es sich um etwas anderes handeln musste.
Heute habe ich nur noch ab und zu die Auraerscheinungen ohne den Rest der Migräneanfälle. Auch nicht schlecht.... :-)

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Rao 04.05.2018, 09:15
7. Das Geflimmer

kenne ich auch, und ich frage mich jedesmal wieder, ob diese abstrakten schwarzweißen Muster, die dabei auftreten, wie Dreiecke und Zebrastreifen, irgendwie grundsätzlich die abstrakte Kunst beeinflußt haben.
Wenn Migräne entwicklungsgeschichtlich tatsächlich so alt ist, haben möglicherweise schon die Steinzeitmenschen diese Flimmermuster wahrgenommen - und sie vielleicht künstlerisch umgesetzt.
Wäre mal ein Forschungsthema für Anthropologen ...

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rambazambah 04.05.2018, 09:43
8. Denken unmöglich

Zitat von Rao
kenne ich auch, und ich frage mich jedesmal wieder, ob diese abstrakten schwarzweißen Muster, die dabei auftreten, wie Dreiecke und Zebrastreifen, irgendwie grundsätzlich die abstrakte Kunst beeinflußt haben. Wenn Migräne entwicklungsgeschichtlich tatsächlich so alt ist, haben möglicherweise schon die Steinzeitmenschen diese Flimmermuster wahrgenommen - und sie vielleicht künstlerisch umgesetzt. Wäre mal ein Forschungsthema für Anthropologen ...
Wenn die Aura kommt und alles anfängt zu flimmern und zu wackeln, kann man - also ich - leider nichts damit anfangen. Die Schmerzen und der Schwindel sind zu groß um mit den hübschen verschwommenen Bildern etwas anzufangen. Aber Sie haben da einen interessanten Denkansatz gegeben. Denn im Austausch mit anderen migränegebeutelten Mitmenschen habe ich gemerkt, dass es meistens sensible und ja, auch eher kreative Menschen trifft. Bei mir ist der oberste Auslöser auch Stress - negativer Stress. Oft habe ich den Eindruck, als würde die Migräne mich zwingen, das (Nach-)Denken einzustellen und versetzt mich in einen beinahe vegetativen Zustand. Im Zenit der Migräne liege ich dann in der Emryostellung auf dem Boden und meine einzigen Gedanken drehen sich darum, dass es endlich aufhört. Wie gesagt, etwas Produktives wie dem Flimmermuster etwas abzugewinnen ist dann nicht mehr drin. Vielleicht danach...

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varlex 04.05.2018, 10:53
9.

Zitat von cabeza_cuadrada
Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken ob es vielleicht nicht an warm oder kalt sondern eher mit der Sonne zu tun hat. Einfach mal nach Vitamin D Mangel und Migräne googeln. Der Test auf Vitamin D Mangel wird seit April diesen Jahres nicht mehr von den Krankenkassen übernommen. Krankheiten zu behandeln statt zu heilen bringt ja auch viel mehr Geld ein.
Du hast nicht so richtig das Geschäftsfeld der Krankenkassen verstanden.

Krankenkassen sind Versicherer. D.h. sie beziehen vorher Geld um dieses im Schadensfall auszugeben.
Defacto bedeutet für jede Versicherung ein Schadensfall (hier Krankheit) kosten.

Ergo, sind die Krankenkassen auf möglichst geringe Schadensfälle (Krankheiten) aus. Quasi, Vorsorge kann somit günstiger sein, muss es aber nicht.

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