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Wachsende Insel: Das Sandwunder von Sylt
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Sylts Südspitze bricht - in Gefahr ist die Insel aber nicht. Forscher erkennen erstaunliche Änderungen in der Landschaft, die zeigen: Sylt wächst. Was geht vor in der Nordsee?

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laverdad 17.02.2016, 12:33
0. Hühne > Hüne

Hühne ist veraltet, besser Hüne verwenden, erinnert auch nicht so an das Federvieh.

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auweia 17.02.2016, 12:56
1. Landgewinnung

Die Kritiker befürchten den Verlust des Wattenmeers. Aber es wird doch vor dem "Neuland" weiter Sand aufgespült (wo wird der verwendete Sand eigentlich entnommen?) das heißt für mich, dass sich das Wattgebiet zur Seeseite hin verschiebt. Also netto kein Verlust, oder? Die ganze Nordsee wird man damit wohl nicht verlanden, zumal der Meeresspiegel steigen soll.
BTW: Wie sieht es denn bei künstlichen Aufspülungen im Grenzgebiet (D-DK) juristisch aus? Könnte es völkerrechtliche Probleme geben?

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deichgraffe 17.02.2016, 14:07
2. Tauschen

Können wir Sylt nicht gegen Mallorca eintauschn? Das würde mehr Steuern geben und beim Verlust von Sylt wäre das nicht unsere Sache.

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noalk 17.02.2016, 14:45
3. Autoreifen

Was würde passieren, wenn man bedrohte Gebiete mit Autoreifen - oder Betonringen - auslegte, die sich dann mit Sand füllen könnten? Gibt es dazu Erkenntnisse aus anderen Regionen?

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vlado13 17.02.2016, 15:37
4. Landgewinnung...

Der Verlust des Wattenmeers hängt mit dem Anstieg des Meeresspeiegels zusammen: Fällt das Watt bei Niedrigwasser nicht mehr trocken, ist es kein Watt mehr, weil sich dann vieles verändert.

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norman_kosin 17.02.2016, 18:09
5. Tetrapoden Aufbau virtuell besuchen

Ende des Sommers wurden die Tetrapoden vor Hörnum neu angelegt, die Vorbereitungen hierzu haben wir virtuell im 360° Format festgehalten. Sie haben nun die Möglichkeit, die Tetrapoden in Hörnum einmal genau zu begutachten... quasi so nah, als wär man da.
http://hoernum.sylt360.de/de/vt/hoernum/l/DFQHB

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bronstin 17.02.2016, 18:18
6.

Das Küstenverläufe statisch sind meint wohl auch nur unsere durch Bedenkenträger und Verwaltungsvorschriften geprägte Gesellschaft...

Wenns die "Grünen" vor 170 Jahren gegeben hätte, dann gäbe es heute noch keine Eisenbahn in der Bundesrepublik. Gleiches gilt für damit einhergehenden sekundierenden Intitutionen (EU, Nabu, Umweltbundesamt, etc.), die alle der Meinung sind, es bleibt am Besten so wie es ist (das heisst, wie die dort beschäftigtren Leute es kennen)

Diese Einstellung bezahlt dann der Steuerzahler

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nika 17.02.2016, 20:38
7. nichts ist statisch...

...und Statik gibt es nur in der Mathematik. Die Erdoberfläche ist ständig Veränderungen unterworfen. Wer meint, dass sich die Natur nicht ändert, der ist vollkommen auf dem Holzweg. Es müssen sogar Veränderungen eintreten, damit wieder neues Leben wachsen kann. Nach so manch einer Kathastrophe "blüht" schon nach kurzer Zeit wieder alles. Wo anders wird was weggenommen, dafür kommt es an anderer Stelle wieder dazu. Es geht nichts verloren, funktioniert schon allein aus pysikalischen Grundsätzen nicht. "Es ist alles im Fluss". Nur der Mensch hat große Probleme mit den Änderungen in der Natur, weil sein "Hab und Gut" verloren geht - vor allem sein Geld. Und was ist schlimmer als Geld zu verlieren? Und dagegen muss man mit allen Mitteln ankämpfen, sprich, Dämme bauen und Küsten sichern. Davon leben dann wieder einige Leute. Also ist es doch ganz gut so, oder .....

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yinyangjens 17.02.2016, 21:38
8. komplexe Dynamik

Die Deutsche Bucht befindet sich in Subsidenz, weil Material des Erdmantels Richtung Skandinavien (zurück-)fliesst, weshalb es dort zu dramatischen Hebungen kommt (mehrere mm/Jahr). Wenn durch Weser und Elbe nicht genug an Material nachgeliefert wird, wird es schwierig diese Subsidenz mit Sediment zu kompensieren. Der Netto-Sedimenttransport erfolgt i.w. küstenparallel nach Norden. Im Moment wird im Watt zwischen Amrum und Föhr eine neuer Sandkörper auf die alte Wattfläche geschüttet, wobei bereits eine neue Sandbank entstanden ist, die auch bei Hochwasser herausragt und inzwischen von Seehunden gerne genutzt wird. Durch Ausbaggerungen (Elbe und Weser) und Staustufen (v.a. Weser) wird auch der Sedimenttransport in die Deutsche Bucht reduziert. Es ist eben immer alles etwas komplexer als nur ein paar Tetrapoden an der "richtigen" oder "falschen" Stelle….

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