Forum: Wissenschaft
Wasserstoff als Benzin-Alternative: Wenn nur die Stromkosten nicht wären
DLR/ Thomas Ernsting

Künstliche Kraftstoffe auf Wasserstoff-Basis sollen emissionsfrei sein - und die Zukunft des Verbrennungsmotors. Doch die Idee vom klimafreundlichen Sprit hat einen entscheidenden Haken.

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dunkelpeter 21.10.2017, 19:59
1. Und Batterien laden sich von alleine?

Das, was beim Auto für die Beschleunigung gebraucht wird, muss vorher in die Batterie oder den Tank. Von den Techniken Batterie, Brennstoffzelle und Verbrennung "künstlicher" Treibstoff dürfte die Batterie die nicht optimale Technik sein, aber bei den Kosten für die Batterie fallen ja die Stromkosten nicht auf, genauso wie der Verbrauch bei einem Ferrari keine Rolle spielt, im Gegensatz zu einem Fiat.
Wasserstoff (oder eine einfache Kohlenstoff-Verbindung) haben einen Vorteil gegenüber "reinen" Strom, wenn das Windrad und die Sprit-Fabrik an der Küste stehen kann der Transport per Eisenbahn erfolgen (die haben wir schon), bei der Batterie braucht es für die Autos in Stuttgart oder München schon dicke Stromtrassen.

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Peter Meyer01 21.10.2017, 20:02
2. Cool

Ist das cool, wenn alles, was man stets zu dem Thema Wasserstoffautos kommentierte, als wahr geedelt wird.

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zico1988 21.10.2017, 20:06
3. Fischer Tropsch als falscher Ansatz

der richtige Weg ist meines Erachtens nach die Wasserstoffbrennstoffzelle. der Wasserstoff wird nicht nur durch Elektrolyse von Wasser frei sondern fällt auch bei anderen Prozessen an... eine Tankfüllung kann gleichzeitig schnell vonstatten gehen. und somit auch die häufig notwendige Reichweite beibehalten

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Reddington 21.10.2017, 20:08
4. Warum denn so umständlich?

Wenn schon Wasserstoff elektrolysiert wird, warum sollten man diesen dann nutzen um Treibstoff zu synthesieren? Der entstandene Wasserstoff ließe sich in in Wasserstoff-Sauerstoff-Brenzstoffzellen effizienter nutzen.

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haraldstocker 21.10.2017, 20:09
5. Effizienz der Fahrzeuge vergessen

In dem Artikel bleibt ein entscheidender Faktor unerwähnt. Bei der Herstellung des synthetischen Öko- Benzins aus erneuerbaren Quellen geht nicht nur mindestens die Hälfte der Energie verloren. Im praktischen Alltagsbetrieb kommen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf einen Wirkungsgrad von vielleicht ca. 20%. Das ist etwa viermal weniger effizient wie moderne Elektroautos, die auf etwa 80% kommen. Wie soll diese Technologie wettbewerbsfähig sein, wenn ein Benzinauto, das mit synthetischem Ökobenzin fährt, im Grunde acht mal mehr Kilowattstunden verbraucht, als wenn ein Elektroauto den Ökostrom direkt lädt?

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Peter Meyer01 21.10.2017, 20:13
6. @1 / Dunkelpeter

Batterien wurden hier gar nicht angesprochen. Insofern ist kein Vorwurf zu machen. Aber Sie haben natürlich recht, dass Batterien nun nicht DIE perfekte Lösung sind, unabhängig vom obigen Artikel. Produzierte man künstliche Treibstoffe oder Gase in großem Stil irgendwo, würde ich übrigens die vorhandenen Pipelines benutzen. Und wiederum völlig von vorne bedacht: Das erste Problem des Wasserstoffs ist - wie oben beschrieben - dass man schon schön Strom hat und dann erst Wasserstoff draus macht. Batterie oder alles andere hin oder her, das bringt es doch nicht. Wir wollen den Strom, nicht den Wasserstoff. Folglich sollte man sich überlegen wie man beim Strom stehen bleiben kann in der Kette an Herstellprozessen, und trotzdem nicht gleich auf Batterien 'hereinfällt'. Mein Vorschlag sind weiterhin sowas wie Oberleitungen oder Stromschienen auf den Autobahnen und wichtigen Bundesstraßen. Dann kann man mit dem 40 km Akku bei sich vor Ort rumgurken (Arbeit, Haus, Arbeit, Haus...). Und bei längeren Strecken nur bis zur nächsten Oberleitung, dort einklinken, und die ganze Oberleitung lang bis nach München oder Hamburg rauschen. Der kleine 40 km Akku lädt auch noch auf aus der Leitung, und am Ziel komme ich dann von der Oberleitung bis zum Parkplatz bei den Großeltern damit. Siemens testet das auch schon auf der A5 im Moment. Bei sowas werden auch alle einverstanden sein Ihre dicken Stromtrassen neben den Autobahnen entlang zu bauen. Da werden sie auch gleich gebraucht und praktischerweise ist das schon öffentliches Land und die Routen sind auch schon freigeräumt von Wäldern und anderem.

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dt-t 21.10.2017, 20:15
7. 50 % Wirkungsgrad bei der Erzeugung...

sind immer noch 20% mehr als bei einem Benzin- PKW, der wandelt nur 30% der eingesetzten Energie in Arbeit um. Das können wir uns scheinbar problemlos leisten.
@ Peter Meyer01 : Das "Wasserstoffauto", also ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle benötigt keinen carbonisierten Wasserstoff, also ist der Wirkungsgrad bei der Herstellung das Kraftstoffs deutlich besser.

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slartibartfass2 21.10.2017, 20:16
8. Verstehe ich nicht...

Warum kann man in Ländern wie Marokko nicht beudes implementieren: Produktion und Prosperität für die einheimische Bevölkerung? Wieso können Landstriche in denen 'Stromarmut' (was ist das überhaupt?) herrscht, nicht auch von der Strpmproduktion vor Ort profitieren? Wieso können Meerwasserentsalzungsanlagen nicht auch einen Bruchteil ihres erzeugten entdalzten Wassers nicht auch für Trinkwassee für die Bevölkerung zur Verfügung stellen? In den Ländern würde sich doch vieles zum Besseren wenden. Warum nicht auch das? Der Artikel ist leider: unlogisch.

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Peter Meyer01 21.10.2017, 20:22
9. @4

Weil flüssige Kohlenwasserstoffe eine riesige Energiedichte haben und gleichzeitig sehr sehr einfach zu speichern sind. Sie füllen sie in einen normalen Tank und machen nen Deckel drauf. Wie Benzin jetzt. Außer dass es eben Benzin aus schon vorhandenem CO2 ist und daher als neutral gelten mag. Bei Wasserstoff als Gas bräuchte man Drucktanks. Diese sind sehr schwer einerseits und andererseits streng genommen nicht zulassungsfähig in Fahrzeugen (also wenn Sie zum Spaß ohne das Thema Wasserstoff so einen Tank haben wollten, wäre der TÜV so "haha nein".) Mit solchen Drucktanks dürfte man nicht in Gebäude fahren (Tiefgaragen vor allem). Ooooder man benutzt flüssigen Wasserstoff. Dann kostet das Kühlen aber eine Menge Energie. Eine typische Lösung ist, den Wasserstoff einfach abkochen zu lassen. Also auch eine eher schlechte Idee, verglichen mit Diesel in einem normalen Tank.

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