Forum: Wissenschaft
Weltklimakonferenz: Deutschland verschüchtert, USA überraschen, Türkei blamiert
AFP

In Bonn haben Vertreter aller Länder der Erde eine provisorische Gebrauchsanweisung für den Klimavertrag geschrieben. Doch nicht für alle Staaten lief es gut - die Höhepunkte eines ungewöhnlichen Staaten-Gipfels.

Seite 1 von 9
imo27 18.11.2017, 09:00
1.

Warum wird nicht parallel ein Ausstieg aus der Atomenergie vereinbart?
Sind die Probleme der Atomenergie geringer als die der Kohleenergie? Wenn ja, warum ist D dann ausgestiegen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ohnefilter 18.11.2017, 09:10
2. Weiter so

Daß auch nach dem Austritt der USA Deutschland konsequent weiter die ausgehandelten Ziele verfolgt, ist ein gutes Ergebnis dieser Tagung. Besonders beeindruckend ist Macron, der mit dem angekündigten Austritt aus der Kohle-Gemeinschaft die Weichen für eine saubere und sichere Zukunft stellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zero177 18.11.2017, 09:54
3. Kernenergie ist Klimaschutz

Auch wenn es in Deutschland unpopulär ist, Kernkraftwerke stossen kein Klimaschädliches CO2 aus. Wie auch, Uran wird ja nicht verbrannt sondern gespalten. Wieso habe ich dann das gefühl dass mir der Artikel sagt dass es besser ist das Klima zu zerstören als sich um die Endlagerung des radioaktiven Abfalls gedanken zu machen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pragmat 18.11.2017, 09:55
4. Klimaquatsch

Zitat von ohnefilter
Daß auch nach dem Austritt der USA Deutschland konsequent weiter die ausgehandelten Ziele verfolgt, ist ein gutes Ergebnis dieser Tagung. Besonders beeindruckend ist Macron, der mit dem angekündigten Austritt aus der Kohle-Gemeinschaft die Weichen für eine saubere und sichere Zukunft stellt.
Bester Forist, Sie schreiben Unsinn! Nicht die USA sind aus dem Klimavertrag ausgestiegen, sondern die US-Regierung, die das Bürokratie-Monster und Geldverteilungsmaschine der UNO nicht mittragen will. Das Land will auch weiter die freiwilligen Verpflichtungen des Klimavertrages von 1990!, 2015 und danach unterstützen.

Der Klimagipfel hat ja gerade gezeigt, dass es garnicht um eine wissenschaftlich fundierte Bekämpfung des teilweise menschengemachten Klimawandels geht, sondern um Schuldzuweisungen und Geldschneiderei.

Die Zahlungen an die "Entwicklungsländer" - auch "arme Länder" genannt - basieren auf den CO2-Zahlen von 1990! Da sind natürlich China und Indien dabei und auch die Türkei möchte dabei sein, wenn es darum geht, 100 Milliarden US-Dollar zu verteilen.

Bleibt zu sehen, ob der Herr Macron wirklich für die Milliardenzahlungen der USA einspringt. Grundtipps: der möchte eine Show in Paris im Dezember abziehen, um Mr Trump vor versammelter Weltöffentlichkeit zu erpressen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
latimer 18.11.2017, 09:55
5.

Verhinderungstaktik Nr.1 ist die Forderung nach einem “gemeinsamen Vorgehen”, denn diese ist völlig illusorisch.
Entscheidend an der Konferenz ist vielmehr, dass die Länder dieser Welt miteinander sprechen und so schlagkräftige Allianzen entstehen können, die vielleicht wirklich einmal etwas substanziell ändern können.

Das Ausscheren großer Egos kann dann positiv überwunden werden. Und früher oder später werden auch diese Länder gar nicht anders können, als sich harten internationalen Compliance-Regeln anzuschließen.

Das gilt übrigens nicht nur für das Weltklima...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sven2016 18.11.2017, 10:05
6.

Dass D als Exporteur von elektrischer Energie (zeitweise sogar durch Verschenken) seine Stromproduktion zu 40% aus Kohleverbrennung speist, ist ganz sicher nicht zeitgemäß.

Zumal jahrelang noch Kohle aus Übersee dafür importiert wurde.

Wenn nicht auch noch der letzte Bilderrahmen elektrisch betrieben wird, könnte man zusätzlich den Strombedarf auch reduzieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
petitphillipe 18.11.2017, 10:11
7. Außer Spesen nix gewesen?

Die Veranstaltung hier in Bonn war eine aufgeblasene Nummer und ein Mix von Politshow, Jahrmarkt, Folklore, Demos und Verkehrsbehinderungen. Die Ergebnisse sind - wie immer - ziemlich mager. Da steigen Staaten aus der Kohleförderung aus, die nie Kohle hatten und dies im doppelten Sinne. Deswegen wollen sie auch keine Kohle fördern, aber gerne Kohle(Geld) fordern. Das nennt man 'Klima-Ablasshandel' und die Stadt Bonn illuminiert während des Gipfels extra ihre wichtigsten Gebäude mit aufweniger Zusatzbeleuchtung aus "klimafreundlichem" Strom. Eine Lachnummer!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trockenfisch 18.11.2017, 10:16
8. Kohleausstieg!

Raus aus der Kohle und auch aus den Atomkraftwerken. Genau, und das dann noch die Autos mit Strom fahren sollen ist toll. Ich frage mich mal wirklich sind die Reserven bei der Stromerzeugung wirklich so groß das wir uns das leisten können? Woher soll denn der Strom dann kommen?
Vielleicht sollten die Entwicklungsländer uns dann mal helfen und die ganzen schönen Geräte im Haus mechanisch angetrieben werden. Ich freue mich schon auf den Handbetriebenen Thermomix der dann wenn er den Namen Thermo noch behalten soll mit Holzkohle befeuert wird oder ein Generator mit Kurbel den Laden am leben hält.
Na wie auch immmer die da verhandeln werden es schon wissen. Sicher waren das alles Fachleute. No, ja es werden doch keine Politiker verhandelt haben? Die haben doch in der Regel keine Ahnung was da genau in der Athmosphäre so passiert und wie die Klimaänderung sich auswirken wird. Aber sie können ja beim alleswissenden Trump abschreiben.
Ich hoffe nur das die Deppen erkennen was ein indianischer Ureinwohner schon vor vielen Jahren gesagt hat und was seit den 50ern oder 60ern des letzten Jahjrhunderts in der westlichen Welt kursiert und sinngemäß´aussagt das die "schlauen" Politiker und gierigen Industriellen auf dieser Welt nichts von all dem schönen Geld haben wenn sie den Planetet kaputtgemacht haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
So Nebenbei 18.11.2017, 10:17
9. Damals

Zitat von imo27
Warum wird nicht parallel ein Ausstieg aus der Atomenergie vereinbart? Sind die Probleme der Atomenergie geringer als die der Kohleenergie? Wenn ja, warum ist D dann ausgestiegen?
Damals war von CO2 noch nicht so die Rede wie heute.
Damals ging nach dem Unfall in Tschernobyl nur eine Agnst um.
Daran kann man auch sehr gut die aktuelle Politik erkennen.
Es wird nur nach dem Muster verfahren, was wird am lautesten diskutiert.
Was vernüftig ist, kommt erst irgendwann mal.
Bestehende A-Kraftwerke abschalten, wenn direkt neben unseren Grenzen marode stehen, ergibt wenig Sinn.
Das war auch der Todesstoß für deutsche Atomforschung.
Nun sind uns da andere Länder weit vorraus.
Stichwort kleinere Reaktoren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9