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Weltrisikobericht: Liste des Schreckens
AFP

Eine Rangliste zeigt, wie stark Länder von Naturgewalten bedroht sind. Sie offenbart ein grausames Gesetz.

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monolithos 25.08.2016, 12:00
1. Ursache und Wirkung

Vielleicht wird umgedreht ein Schuh draus: Arme Länder sind arm, WEIL sie häufig von Naturkatastrophen heimgesucht werden. Von Ausnahmen abgesehen: Wo soll denn der Wohlstand herkommen, wenn ab und zu alles zerstört wird?

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marecs 25.08.2016, 12:29
2. in ostafrika

sterben Menschen nur weil es regnet und das jedesmal wenn es ein bischen doller regnet.
will mir garnicht ausmalen wieviele Tote es geben würde bei einer richtigen Katastrophe

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larsi79 25.08.2016, 12:32
3. @monolithos

Sehr steile These. Das Beispiel Japan zeigt ja, dass dem keineswegs so ist.

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adh 25.08.2016, 12:42
4. Mehr Solidarität für 1. Welt Länder?

Vielleicht kam bei dem o.g. Beben in 2010 in Neuseeland keine Person zu Tode - im Februar 2011 waren es aber ca 185 Menschen, die in Christchurch ihr Leben verloren.
Die Kosten durch einen deutlichen Einbruch der Wirtschaft und für den Wiederaufbau waren und sind erheblich. Neben starken Eigenleistungen profitierte NZ danach von erheblichen Hilfs- und Solidarleistungen von u.a. Australien, USA, GB, Singapur und Taiwan. Selbst als ich Ende 2012 in NZ war, wurde noch Allenortes zu Spenden aufgerufen und der Kauf von Souvenirs beworben, von dessen Erlösen dann ein Teil zum Wiederaufbau verwendet werden sollte. Ich habe damals gerne gekauft. Vielleicht ist unsere Solidarität für 1 Welt Länder einfach größer, weil die Katastophe uns in gewisser Weise mehr berührt?

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Pfaffenwinkel 25.08.2016, 12:47
5. Naturkatastrophen

gab und wird es auf der Erde immer geben. Durch den Klimawandel könnten sie in Zukunft aber vermehrt auftreten.

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Atheist_Crusader 25.08.2016, 12:49
6.

Zitat von monolithos
Vielleicht wird umgedreht ein Schuh draus: Arme Länder sind arm, WEIL sie häufig von Naturkatastrophen heimgesucht werden. Von Ausnahmen abgesehen: Wo soll denn der Wohlstand herkommen, wenn ab und zu alles zerstört wird?
Oder vielleicht kommen arme Länder nicht aus der Armut raus, weil ihnen die Organisation (z.B. durch eine funktionsunfähige Regierung oder hohe Korruption) oder der Zusammenhalt (z.B. durch ethnische oder religiöse Spannungen oder das Fehlen einen Zusammengehörigkeitsgefühls) fehlt?

Rein nach diesen Zahlen müsste Japan ja auch ein Höllenschlund sein. Und da rechnet man noch gar nicht viele andere Nachteile ein, zum Beispiel dass nur ein Bruchteil des Landes zum bebauen und bewirtschaften taugt.

Jedenfalls macht man es sich zu einfach, wenn man alles nur auf Naturkatastrophen schiebt.

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Rao 25.08.2016, 13:01
7. @monolithos

In stabilen, reichen Gesellschaften hat der Wiederaufbau eine Boomwirkung auf die Wirtschaft. Vor allem weil hier auch viel über Versicherungen abgedeckt ist. Nur arme Gesellschaften ohne Versicherungen werden durch Katastrophen noch weiter in die Armut gestoßen. Daß in Japan bis heute Fukushima-Flüchtlinge in Unterkünften aus Pappkartons hausen müssen ist eine Armutserklärung für dieses sonst so hochzivilisierte Land.

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Atheist_Crusader 25.08.2016, 13:04
8.

Zitat von adh
Vielleicht ist unsere Solidarität für 1 Welt Länder einfach größer, weil die Katastophe uns in gewisser Weise mehr berührt?
Das letzte mal als ich eine größere Summe gespendet habe war vor ein paar Jahren nach dem Tsunami in Japan. Ich kann Ihnen auch genau sagen warum, auch wenn das vermutlich ein Dutzend Kommentare produziert die mir sagen was ich doch für ein böser Mensch sei:

Ich wusste, dass Japan wieder auf die Beine kommt. Ich wusste, dass höchstens ein kleiner Teil meines Geldes in den Taschen korrupter Beamter, Dienstleister, etc. verschwinden würde. Ich wusste: Japan wird okay sein. Ich gieße mein Geld nicht in den Ausguss. Damit wird Leuten geholfen, und zwar dauerhaft. Nicht auf die Weise wie Entwicklungshilfe versandet, wo man im einen Jahr eine Straße baut und drei Jahre später nochmal weil keiner sich dafür verantwortlich fühlrt, das Ding auch mal zu warten und zu reparieren.
Und noch dazu: Ich MAG Japan. Die Kultur ist mir fremd und ich würde nie dort leben wollen. Alles oberhalb von ein paar Wochen Urlaub würde mich wahrscheinlich wahnsinnig machen. Aber alles in allem mag ich genug von Japans Geschichte, Kultur und auch greifbaren Erzeugnissen (Medien, Essen, etc.) um ein bisschen persönlich investiert zu sein.
Kurz gesagt: Ich habe eine gewisse Beziehung zu Japan. Mir würde etwas fehlen, wenn es zusammenbrechen würde. Würde Haiti oder Bangladesh verschwinden, hätte das nicht wirklich einen Effekt auf mich.

Wer das egoistisch findet: Mir doch egal.

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hinschauen 25.08.2016, 13:07
9. Verschwurbelt

Die Liste zeigt nicht, wie stark Länder "bedroht" sind, wie der Vorspann sugerriert - denn der Tsunami-Welle ist ja ziemlich gleich, ob sie auf ein armes oder reiches Land zurollt. Vielmehr zeigt sie, wie stark die Folgen für die Länder wären, falls die Bedrohung eintrifft. Aber letztlich bleibt die Liste -und passend der Artikel - auch dann schwurbelig. Deutschland beispielsweisweise steht nicht nur weit oben, weil es die Folgen eines Naturkatastrophe besser bewältigen könnte, sondern ist obendrein von vielen Szenarien wie Tsunamis und Erdbeben erst gar nicht bedroht.

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