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Wetterbilanz: 2018 wärmster Sommer im Norden und Osten Deutschlands
DPA

In diesem Sommer war es im Osten und im Norden Deutschlands so heiß und trocken wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch in den kommenden Tagen soll es sommerlich warm bleiben.

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thomzie 07.09.2018, 09:58
1. Klasse Sommer, bitte weiter so!

Über diesen Sommer habe ich mich ganz besonders gefreut. Endlich ein zuverlässiges Sonnenwetter und Urlaubsstimmung an jedem Abend in der Woche. Im kurzen Hemd zur Arbeit radeln und danach im T-Shirt zum See. Und endlich mal Camping-Urlaub in Deutschland ohne Dauerregen. Klasse! Einzigstes Problem war die Trockenheit auf den Feldern und Äckern. Da können wir technisch begabten Deutschen doch Lösungen finden. So als nationale oder europäische Herausforderung. Solche Nüsse knacken wir gern, das schaffen wir schon! Beispielsweise mit Meerwasser-Entsalzungsanlagen und Rohrsysteme zur Verteilung des Nutzwassers in ganz Europa. Der Sommer hat mich echt verwöhnt, denn ich mag nicht mehr heizen müssen. Denn wenn jetzt noch die kalten Winter ausfallen, brauchen wir weniger von Putin`s Erdgas und gar nichts von Trump`s teurem Flüssiggas.
Falls das Ganze mit der vom Menschen unterstützen Klimaerwärmung zu tun haben sollte, ist das für mich völlig ok. Warmzeiten gab es über die Jahrtausende gesehen schon immer und der Planet Erde existiert nach wie vor in voller Schönheit und Lebendigkeit. Nur die Kaltzeiten/Eiszeiten würden das Leben vernichten, mit hunderten von Metern hohen Eisschichten über Europa. Das braucht hier keiner mehr, brrr... Es lebe der Sommer 2019!

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knuty 07.09.2018, 10:45
2.

Zitat von thomzie
Über diesen Sommer habe ich mich ganz besonders gefreut. Endlich ein zuverlässiges Sonnenwetter und Urlaubsstimmung an jedem Abend in der Woche. Im kurzen Hemd zur Arbeit radeln und danach im T-Shirt zum See. Und endlich mal Camping-Urlaub in Deutschland ohne .....
Das Problem ist, dass der Klimawandel extreme Wetterereignisse verursacht und es im nächsten Sommer monatelang regnen könnte.

Dann sind die etlichen Milliarden für ein europaweites Bewässerungssystem mit Meerwasser unnötig ausgegeben worden und man hätte besser in Entwässerungssysteme, Regenauffangbecken und höhere Deiche investiert.

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g_bec 07.09.2018, 11:29
3.

Zitat von thomzie
Über diesen Sommer habe ich mich ganz besonders gefreut. Endlich ein zuverlässiges Sonnenwetter und Urlaubsstimmung an jedem Abend in der Woche. Im kurzen Hemd zur Arbeit radeln und danach im T-Shirt zum See. Und endlich mal Camping-Urlaub in Deutschland ohne Dauerregen. Klasse! Einzigstes Problem war die Trockenheit auf den Feldern und Äckern. Da können wir technisch begabten Deutschen doch Lösungen finden. So als nationale oder europäische Herausforderung. Solche Nüsse knacken wir gern, das schaffen wir schon! Beispielsweise mit Meerwasser-Entsalzungsanlagen und Rohrsysteme zur Verteilung des .......
Nö, danke. Der Sommer 2018 war eindeutig zu viel.
25° warme Ostseeplörre? Da kann man ja gleich ans Mittelmeer fahren. Und morgens um 9 Uhr schon so brüllheiß, dass man um 12 Uhr schon wieder vom Strand wegmusste, um der Mittagsfrau zu entgehen und den Rest des Tages drinnen zu verbringen (oder erst um 18 Uhr an den Strand).
Und wegen der fehlenden Klimaanlagen in Deutschland konnte man Museen etc. auch vergessen.
Dies Jahr war echt viel zu viel Sommer.

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panikfueralle 07.09.2018, 13:21
4. Planetary Mass Disorder

OMG, schon wieder ein wunderschöner Sommer! Jetzt werden uns wieder die Klimaskeptiker erzählen, dass das nicht weiter schlimm sei.
Aber Vorsicht! Sollte es euch tatsächlich gelingen uns unsere heißgeliebte Klimakatastrophe auszureden, dann werden wir mit folgendem noch viel globalerem Szenario um die Ecke kommen:
PMD. Planetary Mass Disorder.
Durch die ständige Beschleunigung und Abbremsung kleiner und großer Massen, Autos, Züge, Schiffe, Flugzeuge, und durch Bautätigkeiten mit stampfenden Maschinen auf den zarten, schwimmenden tektonischen Platten können diese verschoben werden oder brechen und es könnten Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche zunehmen. Durch den megatonnenweise Rohstoffabbau und Verschaffung der Rohstoffe an andere Örtlichkeiten wird das rotierende System Erde unwuchtig werden. Das damit unvermeintliche Eiern der Erde könnte das Sonnensystem aus dem Gleichgewicht bringen, ja die ganze Galaxie könnte betroffen sein.
Der Mond entfernt sich bereits von der Erde, weil der Mensch durch das Verschießen von Satelliten und Raketen die Gesamtmasse der Erde und damit deren Anziehungskraft verringert hat.
Wenn der Mond mal weg ist, geht's richtig ab.
Geologen und Astronomen aller Länder, eure Chance! Macht was draus!
Was die Wetterfrösche geschafft haben, schafft ihr auch.

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hartwig2 07.09.2018, 14:10
5.

Zitat von knuty
Das Problem ist, dass der Klimawandel extreme Wetterereignisse verursacht und es im nächsten Sommer monatelang regnen könnte. Dann sind die etlichen Milliarden für ein europaweites Bewässerungssystem mit Meerwasser unnötig ausgegeben worden und man hätte besser in Entwässerungssysteme, Regenauffangbecken und höhere Deiche investiert.
Ist es so schwer zu verstehen, das Wetter und Klima KEINE Konstnate ist? Es ist dadurch immer „ Klimawandel“ .
Aber Sie dürfen uns gerne aufklären, gehörte nun der völlig veregnete Sommer 2017 oder der angenehme warme Sommer 2018 zum angenommenen AGW. Diesen Winter hatten wir in meiner Region mal wieder Schnee und richtig Frost über längere Wochen, das war 2017 nicht so, dafür 2016.

Aber wahrscheinlich ist Ihnen noch nicht mal aufgefallen, das Sie an ihren Geburstagen nie das gleiche Wetter hatten, und nie die selbe Temperatur. Und draus machen Sie dann einen Durchschnitt. Also bei mir war es geregnet, sonnig frostig , verschneit sonnig, kalt und warm.

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DerDifferenzierteBlick 07.09.2018, 15:32
6. @hartwig2: Zusammenhänge Klimawandel und (aktuelles) Wetter in Europa

Die durch den Menschen in Massen erzeugten Treibhausgase führen nachweislich zu einer deutlichen globalen Temperaturerhöhung - und zwar 10x schneller als jede natürliche globale Temperaturerhöhung der Geschichte. Dabei erhöht sich die Temperatur z.b. am Nordpol noch deutlich schneller als im globalen Durchschnitt. Das führt wiederum dazu, dass die Temperatur-Differenz zwischen Nordpol und südlicheren Breitengraden geringer ist, wodurch der Antrieb für die Wetterveränderungen in Europa deutlich geschwächt wird. Daher erhöht der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für langanhaltende gleichbleibende Wetterperioden. Das können sowohl lange Hitzeperioden wie in diesem Jahr sein, aber ebenso lange Regenperioden wie im letzten Jahr. Zudem führt der Klimawandel durch eine Steigerung der Temperatur und damit der Energie in der Atmosphäre zu einer Zunahme an Wetterextremen.
+++
Fazit: Eine Veränderung von Wetter und Klima gab es schon immer. Eine so schnelle Veränderung des Klimas wie jetzt gab es in der Geschichte aber noch nie. Welches Wetter im Einzelnen auf den Klimawandel zurückzuführen ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Eindeutig ist hingegen, dass der Klimawandel zu mehr Hitze, mehr Wetterextremen und mehr extrem langen, gleichbleibenden Wetterperioden in Europa führt. Der Klimawandel erhöht also die Wahrscheinlichkeit für genau so ein Wetter, wie wir es in diesem Sommer und im letzten Sommer hatten.

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DerDifferenzierteBlick 07.09.2018, 15:48
7. Ergänzung

Tja, eigentlich wollte ich das "der" vor Klimawandel jeweils fett gedruckt sehen. Das hat wohl nicht funktioniert. Also (@hartwig2) denken Sie sich einfach ein "anthropogen" jeweils vor Klimawandel und dann passt es.

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knok 07.09.2018, 15:48
8.

Ist es nur meine Einschätzung, oder trifft der Klimawandel bezüglich der Temperaturen den Norden und Osten Deutschlands etwas stärker? Wenn ich mir die letzten Jahre anschaue, lagen dort die Abweichungen oft über denen im Südwesten. Das ist ziemlich interessant, falls sich dieser Trend in Zukunft festigt, würde mich mal interessieren, woran das liegen könnte. Bezüglich West-Ost könnte die Schwächung des Golfstroms eine Rolle spielen.

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hartwig2 08.09.2018, 16:18
9.

Zitat von DerDifferenzierteBlick
Die durch den Menschen in Massen erzeugten Treibhausgase führen nachweislich zu einer deutlichen globalen Temperaturerhöhung - und zwar 10x schneller als jede natürliche globale Temperaturerhöhung der Geschichte. Dabei erhöht sich die Temperatur z.b. am Nordpol noch deutlich schneller als im globalen Durchschnitt. Das führt wiederum dazu, dass die Temperatur-Differenz zwischen Nordpol und südlicheren Breitengraden geringer ist, wodurch der Antrieb für die Wetterveränderungen in Europa deutlich geschwächt wird. Daher erhöht der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für langanhaltende gleichbleibende Wetterperioden. Das können sowohl lange Hitzeperioden wie in diesem Jahr sein, aber ebenso lange Regenperioden wie im letzten Jahr. Zudem führt der Klimawandel durch eine Steigerung der Temperatur und damit der Energie in der Atmosphäre zu einer Zunahme an Wetterextremen. +++ Fazit: Eine Veränderung von Wetter und Klima gab es schon immer. Eine so schnelle Veränderung des Klimas wie jetzt gab es in der Geschichte aber noch nie. Welches Wetter im Einzelnen auf den Klimawandel zurückzuführen ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Eindeutig ist hingegen, dass der Klimawandel zu mehr Hitze, mehr Wetterextremen und mehr extrem langen, gleichbleibenden Wetterperioden in Europa führt. Der Klimawandel erhöht also die Wahrscheinlichkeit für genau so ein Wetter, wie wir es in diesem Sommer und im letzten Sommer hatten.
CO2 vom Menschen ca 36 Gt p.a.
CO2 natürlich ca 550 Gt p.a.
Wasserdampf ( Regenmengen) p.a. 256 Teratonnen

Da letzter und dieser Sommer total unterschiedlich waren, unterstützen Sie meine These —Wetter/ Klima ist keine Konstante, weder kurz noch langfristig.
Man freut sich schon besser ans Aktisvhe Öl zum kommen, im Permafrost tauen die Mammutsketette auf, und unter dem Saharasand findet man riesige Muschelbänke. Obwohl der CO2 Gehalt immer konstant sein sollte — bis jetzt.
Oder war der auch nie konstant — ein Schelm der Böses dabei denkt

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