Forum: Wissenschaft
Zeitungsbericht: Frankreich will AKW bis zu 50 Jahre lang laufen lassen
AFP

Frankreichs Atomreaktoren sollen offenbar länger am Netz bleiben: Die Regierung in Paris plant laut einem Zeitungsbericht, die maximale Laufzeit der Kraftwerke auf bis zu 50 Jahre zu verlängern.

Seite 1 von 13
Manwirddasdochsagendürfen 14.10.2013, 09:07
1. Vernünftige Entscheidung

Fessenheim fällt wohl nicht unter die Verlängerung. Ansonsten wäre auch in D nach Fukushima etwas weniger Panik angebracht gewesen. Tsunami sind bekantermassen in Mitteleuropa eher selten. Der CO2 Ausstoss der alternativen Energie aus Kohle doch eher hoch. Erneuerbare Energien, wie die aus Nutzpflanzen erzeugten Bio-Kraftstoffe schädigen die Umwelt zusätzlich. Wirklich zukunftsträchtige Technologien für den Grundlastbereich befinden sich in keinem Förderprogramm.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sitiwati 14.10.2013, 09:16
2. eben

würde, hätte man in die Weiterentwicklung der KK soviel Geld gesteckt, wie man jetzt den Bürgern in Sachen Energiewende aus der Tasche zieht. gäbe es keine Diskussion, aber man hat eben alle Endwicklung gestoppt, wäre ungefähr so, wenn bei VW das Modell wäre, mit dem man heute noch fährt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MtSchiara 14.10.2013, 09:27
3. logische Entscheidung

Zitat von sysop
Frankreichs Atomreaktoren sollen offenbar länger am Netz bleiben: Die Regierung in Paris plant laut einem Zeitungsbericht, die maximale Laufzeit der Kraftwerke auf bis zu 50 Jahre zu verlängern.
Logisch: solange es keinen Ersatz gibt, müssen die Kraftwerke weiterlaufen. Und solange nichts passiert, ist das billiger Strom. Interessant ist die Frage, was an den Kraftwerken 50 Jahre alt ist und was wesentlich jünger, also inwieweit sich die Kraftwerke modernisieren ließen und lassen.

Will Frankreich weiter seinen Strom aus Atomenergie gewinnen, ist es am sinnvollsten, auf Reaktoren der Generation IV zu warten, und dann die alten Kraftwerke durch diese zu ersetzen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
X-provinzler 14.10.2013, 09:31
4. Welche Cattenom-Notfallpläne wurden vorbereitet?

Und welche Massnahmen bleiben noch für jeden Bürger, jede Firma und alle Ämter im Saarland und Rheinland-Pfalz zu ergreifen, um bei einem Cattenom-GAU das Schlimmste zu verhüten, soweit überhaupt möglich?
Wird die Bevölkerung sofort völlig aufrichtig gewarnt und informiert?
Ist die sofortige und lückenlose Verteilung von Jodtabletten unter allen Umständen (Schneesturm, Hochwasser, Stromausfall) gewährleistet?
Hat jeder Material zur Hand, um Haus/Wohnung luftdicht abzuschließen, genug Trinkwasser, Lebensmittel und Medikamente für mehrere Wochen?
Ist genug Schutzkleidung vorhanden, um lebensnotwendige Besorgungen und Hilfeleistungen vorzunehmen?
Genügend Dekontaminierungseinrichtungen?
Hat jede Person einen Fluchtrucksack mit Wasser und Nahrung für 5 Tage, Kleidung, Medikamenten und Dokumenten griffbereit?
Auto vollgetankt + Reservekanister + Trinkwasserkanister + Schlafsäcke + was man im Auffanglager so braucht?
Wie wird die Evakuierung verstrahlter Gebiete geregelt?
Werden Strassen für Privat-PKW gesperrt und nur vollbesetzte Busse durchgelassen?
Ist jede potentielle Durchgangs- und Auffang-Region auf den Massenansturm von Evakuierten vorbereitet?
Jeder überlege bitte mal für sein Dorf oder Stadt, was zu tun ist, wenn im Winter plötzlich zig Busse mit hungrigen und frierenden Evakuierten im Ort eintreffen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peterluxx 14.10.2013, 09:42
5.

Was soll Frankreich auch anderes machen? Nachdem Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts Marie Curie Radium und Polonium entdeckt hat und die daraus entstandene Strahlung "radioaktiv" genannt hat, war das Land bis vor einigen Jahren an einem unheilbaren Atomrausch erkrankt. Noch nach Tschernobyl stoppte der verseuchte Regen an den Grenzen des Landes. Nun, nachdem endlich Ernüchterung eingekehrt ist, müssen 58 Reaktoren zig Generationen bewacht und gewartet werden samt dem Müll. Da denken sie, da können sie ja noch ein Paar Jährchen laufen.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geemani 14.10.2013, 09:44
6. Kosten im Schadensfall?

Ist es sinnvoll sich nur über eventuelle Kosten im Schadensfall zu unterhalten?
In Tschernobyl wurden wieviele hunderttausende Soldaten (gegen ihren Willen oder aus Unwissenheit) eingesetzt?
In Japan sind zig Tausende Personen im Einsatz, einfache Leute, die das Geld benötigen?
Wenn in D oder in F ein Gau auftritt, wer wird da hingehen und aufräumen? Unsere Armee? Unsere Feuerwehren? haben wir überhaupt genug Personal, dass sich im Bewusstsein der persönlichen körperlichen Schadigung in die Gefahr begibt, um ehrenvoll den Rest von Europa von weiteren, größeren Schäden abzuwenden?

Ich sehe das ganz und gar nicht. Keine Feuerwehrmann den ich kenne, wird zu einem solchen Unfall fahren und dort was tun.
Aber vielleicht ist das im tatsächlichen Schadensfall anders und die Leute besinnen sich auf ihre Fähigkeiten, ihren Job und ihre Aufgaben. Muss man zumindest hoffen..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr.u. 14.10.2013, 09:53
7. Die Franzosen könne gar nicht anders

Zitat von sysop
Frankreichs Atomreaktoren sollen offenbar länger am Netz bleiben: Die Regierung in Paris plant laut einem Zeitungsbericht, die maximale Laufzeit der Kraftwerke auf bis zu 50 Jahre zu verlängern.
Mangels kurzfristiger Alternativen haben die Franzosen kaum eine andere Wahl. Die französichen AKWs sind alle nahezu abgeschrieben. Eine Erneuerung/Umstellung des Kraftwerkparks würde wahrscheinlich mehr kosten, als unsere Energiewende. Und das bischen Strompreisvorteil bruahct die franz. Wirtschaft dringendst, um überhaupt gegen die Wirtschaft des östlichen NAchbarn anstienken zu können.
Gut finde ich diese Entscheidung nicht; aber verständlich.
Und die Probleme im Hochsommer und Winter bleiben auch bestehen.

Was die von einigen Foristen angesprochene Alternative "Kohlekraftwerk", mit erhötem CO2 Ausstoß angeht, so ist das keine Altenative. Kohle müsste größtenteils importiert werden. Und selbst in Deutschland steht Braunkohle mittlerweile zur Disposition.

Naja, wir helfen den Franzosen in Extremzeiten trotzdem wieder mit PV Strom, Windstrom, und anderem EE-Strom aus der Patsche...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mongolord 14.10.2013, 09:54
8. Billiger Strom, natürlich!

Zitat von MtSchiara
Logisch: solange es keinen Ersatz gibt, müssen die Kraftwerke weiterlaufen. Und solange nichts passiert, ist das billiger Strom.
Achja da ist sie wieder, die Legende des angeblich billigen Atomsstroms.
Wer zahlt die Endlagersuche? Wer zahlt die Bergung des Atommülls aus Gorleben das leider absauft und damals unverantwortlich zugekippt wurde? Wer zahlt bei Problemen oder sogar einem GAU? Wer zahlt die Polizeieinsätze bei jedem Castortransport?

Ich beantworte Ihnen das mal. Das darf alles der Bürger mit seinen Steuern machen. Denn die Unternehmen streichen ja gerne die Gewinne ein aber an Kosten beteiligen, das wird die Lobby schon verhindern.
Im Endeffekt zahlen Sie dann paar Cent weniger für Strom, aber über Ihre Steuern wird das Ganze querfinanziert.

Die Energiewende ist alternativlos. Leider wurde diese extrem stümperhaft durchgeführt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sergeij 14.10.2013, 09:59
9. Energiekosten.

Zitat von sitiwati
würde, hätte man in die Weiterentwicklung der KK soviel Geld gesteckt, wie man jetzt den Bürgern in Sachen Energiewende aus der Tasche zieht. gäbe es keine Diskussion, aber man hat eben alle Endwicklung gestoppt, wäre ungefähr so, wenn bei VW das Modell wäre, mit dem man heute noch fährt!
Bis zum heutigen Tag ist die Kernkraft mit mehr als dem dreifachen Betrag gefördert worden, der bisher in die erneuerbaren Energien geflossen ist:

http://www.greenpeace-energy.de/uplo...Energy_BWE.pdf

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 13