Forum: Wissenschaft
Zentrum der Milchstraße: Schwarzes Loch zerrt an Gaswolke
EPA / ESO / Gillessen / MPE / Schartmann

Woher die Wolke kommt, wissen die Astronomen nicht - doch ihr Schicksal kennen sie: Eine kleine Gaswolke kommt dem Schwarzen Loch im Herzen unserer Heimatgalaxie derzeit zu nahe. Sie wird von unvorstellbaren Kräften traktiert.

Seite 1 von 2
ralphofffm1 18.07.2013, 09:05
1. Herrlich

Dieser BILD Zeitungs Stil beim"berichten" über wissenschaftliche Themen. "Schicksal", "die kleine Wolke"die "komplett zerfetzt " wird.Da möchte ich dochganz konform antworten: bäh,würg,kotz

Beitrag melden Antworten / Zitieren
monstermaschine 18.07.2013, 09:37
2. Es war einmal..

Sie schreiben "Eine kleine Gaswolke kommt dem Schwarzen Loch im Herzen unserer Heimatgalaxie derzeit zu nahe." Ich will nicht kleinlich sein und es handelt sich auch nur um ca. 26.000 Jahre, aber eigentlich muss es heissen: Eine kleine Gaswolke kam dem Schwarzen Loch im Herzen unserer Heimatgalaxie vor 26.000 Jahren zu nahe. Hier in Europa war die letzte Eiszeit noch nicht vorbei, als die Gaswolke in das schwarze Loch gesogen wurde, was wir nun erstaunlicherweise durch die Arbeit unserer Forscher zeitversetzt beobachten duerfen. Ist doch so, oder? Ich finde diesen Aspekt der Astronomie, dass man die Welt niemals sehen kann, wie sie ist, und wenn man sich noch so viel Muehe gibt, mit am faszinierendsten. Was ist, wird fuer immer verborgen bleiben, man kann nur beobachten, was einmal vor Zeiten war - sagte Einstein - und das beruhigt doch sehr.. Es ist fuer uns auch eine Garantie unserer Freiheit durch den Lieben Gott.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lavama 18.07.2013, 09:43
3.

Zitat von ralphofffm1
Dieser BILD Zeitungs Stil beim"berichten" über wissenschaftliche Themen. "Schicksal", "die kleine Wolke"die "komplett zerfetzt " wird.Da möchte ich dochganz konform antworten: bäh,würg,kotz
ja furchtbar nicht? vor allem dann noch der vergleich mit der spaghetti-nudel - so richtig wie die bild-zeitung.

schonmal etwas von einem "bildhaften vergleich" gehört? das hat jetzt wenig mit der zeitung zu tun, sondern eher damit es eben nicht ganz so "cleveren" menschen anschaulisch zu machen. ich empfehle dir nur noch fachzeitschriften zu lesen, aber selbst da wärst du vor der bildhaftigkeit der vergleiche nicht immer verschont, schlimm nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klugscheißer2011 18.07.2013, 10:13
4. Schwein gehabt

Zitat von sysop
SP.ON.: Irgendwann gibt kein Entrinnen mehr. Schwarze Löcher haben eine so große Anziehungskraft, dass weder Material noch Licht aus ihnen entweichen können, wenn sie sich zu sehr nähern....
Ja, da muss man verdammt aufpassen. Erst gestern bin ich selber wieder ziemlich dicht an solch ein schwarzes Loch herangekommen, und hatte dabei unsägliches Glück. Einen klitzekleinen Moment lang war das schwarze Loch unaufmerksam. Und schwupps konnte ich schnell nochmal ausbüchsen. Schwein gehabt! Nicht auszudenken, hätte das Loch aus mir eine Spaghetti gemacht....
(Den Zusatz Nudel benutze ich nicht, handelt es sich doch bei Spaghetti immer um Nudeln, oder etwa nicht?)

Ich kann die hier geäußerte Kritik zum unangemessenen Schreibstil für einen wissenschaftlichen Beitrag zwar verstehen. Aber Ihr scheint nicht zu wissen, wie das in einer Redaktion läuft.

Liefert einer einen knallharten mit Fakten beladenen, aber etwas trockenen Text, dann kommt irgendein Ressortchef oder Chefredakteur daher und fordert einen auf, das Ganze etwas fluffiger aufzuschreiben, damit auch Oma Müller das liest.
Oma Müller wird danach zwar nichts verstanden haben und von Spaghetti-Monstern träumen, die sich mit Tomatenraketen gegen schwarze Löcher wehren. Aber sie ist eine Leserin (möglichst eine Abo zahlende), die der Statistik gut tut. Und nur noch darum geht es heute udn nciht etwa um den Inhalt einer Nachricht.
Achso, und wenn derselbe Autor beim nächsten Mal etwas salopper daherkommt und als Opening einen fluffigen Text schreibt, dann wird er
von seinen Chefs ermahnt, doch mit mehr Ernst an die Sache zu gehen und alles "etwas nachrichtlicher" aufzuschreiben.
Oder hat jemand von Euch gedacht, Autoren dürfen von sich aus schreiben, wie sie wollen, von wegen Pressefreiheit und so..?
Vergesst es!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwerpunkt 18.07.2013, 11:58
5.

Erstaunlich wie manche es schaffen, in den Beiträgen zu einem Ereignis, dass sich im Zentrum unserer Galaxie ereignet, eine Diskussion über Pressefreiheit anzustrengen.

Was mich interessieren würde, wie waeit man den Orbit der Wolke rekonstruieren kann. Also ob sich diese auf einer hyperbolischen Bahn befindet oder auf einer eliptischen Umlaufbahn um das SagA.

Im zweiten Fall könnte die Wolke ein Überbleibsel eines Sterns sein, der bei einem früher Vorbeiflug oder -flüge durch die Gezeitenkräfte von SagA zerrissen wurde. Dazu wäre natürlich auch eine Spektralanalyse interessant, welche sich aber als schwierig erweisen dürfte, angesichts dessen, dass man das Zentrum nicht im sichtbaren Licht beobachten kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Layer_8 18.07.2013, 13:32
6. Gugscht du

Zitat von schwerpunkt
Erstaunlich wie manche es schaffen, in den Beiträgen zu einem Ereignis, dass sich im Zentrum unserer Galaxie ereignet, eine Diskussion über Pressefreiheit anzustrengen. Was mich interessieren würde, wie waeit man den Orbit der Wolke rekonstruieren kann. Also ob sich diese auf einer hyperbolischen Bahn befindet oder auf einer eliptischen Umlaufbahn um das SagA. Im zweiten Fall könnte die Wolke ein Überbleibsel eines Sterns sein, der bei einem früher Vorbeiflug oder -flüge durch die Gezeitenkräfte von SagA zerrissen wurde. Dazu wäre natürlich auch eine Spektralanalyse interessant, welche sich aber als schwierig erweisen dürfte, angesichts dessen, dass man das Zentrum nicht im sichtbaren Licht beobachten kann.
Gugscht du hier noch:

Astrophysik: In den Fängen des Schwarzen Lochs - Sterne und Weltraum

...
"Dies könne auch Auswirkungen auf die Modelle für die Umlaufbahn der Gaswolke haben, da der hellste Teil des Kopfs möglicherweise nicht mehr vergleichbar sei mit jenem im Jahr 2012."
...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirkor 18.07.2013, 13:55
7. Da ist

also das Sommerloch. Was ich noch vermisse ist die Italienische Tomatensauce zu den Spagetti-Nudeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwerpunkt 18.07.2013, 15:21
8.

Zitat von mirkor
Da ist also das Sommerloch. ...
Und was für eines. Diese hat die wohl 3 millionenfache Sonnenmasse. Das ist dann durchaus mal eine Meldung wert, auch jenseits der Langeweile einzelner. ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Inzineration 18.07.2013, 20:49
9. Korrektur

Im ersten satz fehlt ein "es". "Irgendwann gibt es kein Entrinnen mehr."

Davon abgesehen sehr interessant. 25 Milliarden Kilometer von dem Epizentrum entfernt und trotzdem solche brachialen Kräfte. Das erzeugt Ehrfurcht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2