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Zuckerberg vs. Musk: Wir sind zu dumm für künstliche Intelligenz
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Zwei Milliardäre werden giftig: Es geht um die Frage, ob künstliche Intelligenz die Menschheit bedroht. Der Streit zwischen Mark Zuckerberg und Elon Musk ist sehr unterhaltsam - geht aber am Thema vorbei.

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Freidenker10 30.07.2017, 17:20
1.

Naja, irgendwas wird uns schon den garaus machen, ob das nun eine KI ist, ein Virus, oder ein Meteorit. Nichts besteht ewig auch nicht der Mensch! Die Bemühungen der Ameisengleichen Menschen sind ja ganz trollig, sind aber im grunde witzlos, da die wirkliche Macht bei der Natur ( oder wie man es nennen mag ) liegt und nicht beim Menschen!

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hansgustor 30.07.2017, 17:29
2. Keine AI in Sicht

Die Diskussion ist sinnlos. Es gibt aktuell nicht annähernd eine künstliche Intelligenz. Das würde nämlich voraussetzen, dass die Systeme ihren eigenen Programmcode ändern*. Ansonsten können sie nur das tun wofür sie programmiert sind: Schach spielen, Menschen identifizieren, etc. Sie können sich nicht verselbstständigen.
(* Es gibt Ansätze wie Programme ihren eigenen Code ändern können, Stichwort: evolutionäre Algorithmen. Aber der aktuelle Stand ist noch sehr primitiv und Praxisbeispiele sind mir nicht bekannt.)

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muskat51 30.07.2017, 17:32
3. Intelligenz wird überschätzt

Lasst die Milliardäre mal ein Gedankenexperiment machen (oder ein reales Experiment, Geld haben sie ja genug): Lasst sie eine Fabrik für Erdbeersoße bauen, die ohne Menschen auskommt. Keine Menschen beim Anbau der Erdbeeren, keine Menschen bei der Gewinnung der Rohstoffe für die Verpackung, keine Menschen bei der Herstellung der Verpackung, keine Menschen im Marketing, keine Menschen bei der Gestaltung der Etiketten, keine Menschen bei der Herstellung der nötigen Energie, keine Menschen für Wartung und Reparatur der Geräte, keine Menschen im Verkauf, keine Menschen im Qualitätsmanagement, keine Menschen in der Reklamationsabteilung. Ich bin erst 66, wenn die Herren realisieren können, was sie behaupten, könnte ich das Ergebnis noch erleben. Etwa um 1970 herum habe ich zum ersten Mal gelesen, dass der Durchbruch der "künstlichen Intelligenz" "in 10 Jahren" erfolgen würde. Daran hat sich noch nicht viel wirklich geändert. Und wir Deutschen sollten uns regelmäßig daran erinnern, dass man "central intelligence agency" eben nicht mit "zentrales Klugheitsamt" übersetzen kann. Ich empfehle ein gedrucktes Wörterbuch. Wer auf Google nicht findet, wie man an sowas kommt, möge sich an mich wenden....

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laxness 30.07.2017, 17:46
4. sie meisten Computer-Viren...

Zitat von hansgustor
Aber der aktuelle Stand ist noch sehr primitiv und Praxisbeispiele sind mir nicht bekannt.)
....basieren auf selbst modifizierenden Code

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curiosus_ 30.07.2017, 17:50
5. Und was hat das...

Zitat von Christian Stöcker
Die aktuell realen Gefahren von lernenden Softwaresystemen gehen von auf den ersten Blick weit trivialeren Eigenschaften aus: Lernende Systeme, die ihre Daten über gut und schlecht, falsch und richtig, relevant und irrelevant von uns Menschen beziehen, verhalten sich allzu oft genauso gut oder schlecht wie wir.
...mit KI zu tun? Ungefähr so viel wie eine Kuh mit Schlittschuhlaufen. Aber der erhobene Zeigefinger darf bei SPON natürlich nicht fehlen, dann wird ein Artikel halt im Zweifelsfall auch vergewaltigt.

Dabei geht es rein um Statistik, das einsortieren in Schubladen und anschließende statistische Auswerten. Und ob da nun Äpfel und Birnen gezählt werden oder menschliche Meinungen ist, abgesehen von den Ansprüchen an die Filterqualität, egal. Das hat mit Intelligenz wirklich nichts zu tun.

Echte selbstlernfähige Intelligenz wird uns Menschen maximal als Schöpfer wertschätzen und zu Beginn auch noch mit uns diskutieren (zumindest mit den intelligentesten von uns), ansonsten sich aber ganz fix von uns emanzipieren. Würde sie das langfristig nicht tun hätte Sie sicher keine höhere Intelligenz als wir.

Und was Mark Zuckerberg und Elon Musk zu kompetenteren Menschen bezüglich KI machen soll als viele andere Menschen die sich mit dem Thema beschäftigen erschließt sich mir nicht. Die sind schließlich nicht durch KI zu ihrem Vermögen gekommen, sondern durch den Aufbau einer Social Media Plattform und durch eine Internet-Bezahlplattform. Beides ist ziemlich weit weg von KI.

Mark Zuckerbergs etwas naive Einschätzung der KI erinnert mich an die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, als von kernkraftgetrieben Autos und Terraforming mittels Atombomben geschwärmt wurde.

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laxness 30.07.2017, 17:50
6. in den 90ern...

Zitat von muskat51
.....Etwa um 1970 herum habe ich zum ersten Mal gelesen, dass der Durchbruch der "künstlichen Intelligenz" "in 10 Jahren" erfolgen würde. Daran hat sich noch nicht viel wirklich geändert.....
kam die "Fuzzy-Logik" auf, sich selbst optimierende Systeme. Leider wurde das nicht konsequent weiterverfolgt (möglicherweise weil die Idee aus Japan und nicht USA kam?)

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kommentator911 30.07.2017, 17:53
7. Irgendwann in der Zukunft

wird Zuckerberg als der größte Verbrecher der Menschheitsgeschichte erkannt werden, der maßgeblich die Verdummung zu einem Punkt gebracht hat, dass schon ein Kühlschrank intelligenter als der Durchschnittsbürger ist. Wenn so jemand die Gefahr von KI leugnet, zeugt das in erster Linie von seiner eigenen unfassbaren Dummheit.

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Newspeak 30.07.2017, 17:56
8. ...

Ich glaube, Musk hat einen Punkt, nicht indem er vor konkreten Gefahren warnt, sondern vor dem, was wir uns nicht vorstellen koennen. Nehmen wir einen Fieldspreistraeger in Mathematik. Wieviele Menschen koennen dessen Denken folgen? Wieviele Mathematiker koennen das? Und ein Fieldspreistraeger ist immer noch ein Mensch, mit einem sehr beschraenkten Gedaechtnis, mit Wissen in nur einem sehr speziellen Gebiet der Mathematik. (Ich nehme das Beispiel des Mathematikers, weil ich denke, das die erste AI mathematisch-abstrakt denken wird, und nicht zuerst Waffen steuern). Nehmen wir nun an, die erste AI kann selber Theoreme herleiten. Sie kann die bekannten Theorem neu kombinieren, vor allem, sie kennt ALLE bekannten Theoreme, weil man sie damit gefuettert hat, oder aber sie kann sie alle selbst herleiten. Sie hat also ein allwissendes Gedaechtnis und kann jeden Herleitungsschritt in einer unmenschlichen Geschwindigkeit vornehmen, Dinge in denen sie sich von allem menschlichen Mathematiker unterscheidet, egal wie hoch man den Grad des Genies ansetzt. So eine selbstlernende Maschine ist nur noch von den Ressourcen abhaengig, die man ihr zubilligt. Was sollte sie daran hindern, 500, 1000, 10000 Jahre der mathematischen Menschheitsgeschichte, die diese vielleicht in dieser Zeit mit humanen Masstaeben entwickelt und verstanden haette, in 2 Millisekunden auszurechnen? Da wuerde niemand mehr mitkommen. Nutzt einem solche AI dann ueberhaupt etwas? Schon heute gibt es Computerbeweise mathematischer Theoreme, die kein Mensch mehr, auch keine Gruppe von Menschen mehr, in ihren Details nachvollzogen hat. Bloss, blinder Glaube ohne Verstaendnis ist relativ wertlos.

Ich glaube weder Musk und schon gar nicht Zuckerberg koennen sich echte AI vorstellen, so wie auch sonst niemand. Mein Gott, Zuckerberg hat ein grosses Netzwerk erschaffen, die Charakteristika von so einem Netzwerk kann man in einem halben Tag verstehen, das ist doch keine geistige Elite.

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iggyp. 30.07.2017, 17:57
9. Wir können ...

... künstliche Intelligenzen nicht klüger machen als wir sind. Wie soll das gehen? Das Einzige was wir ihnen diesbezüglich mitgeben können sind grobschlächtige Verfahren zur Selbstoptimierung. Den Rest machen die dann schon alleine. Wirklich bedenklich ist, dass sich die Ziele der künstlichen Intelligenzen von denen der Menschen unterscheiden werden. Da sind Konflikte vor-"programmiert". Und ob da menschliche Kontrolle was ausrichten kann, ist nicht sicher. Das ist etwa so, als ob Schimpansen Menschen kontrollieren wollten. - Allerdings, wir haben keine vernünftigere Alternative als es zu versuchen. Es einfach laufen zu lassen wäre fahrlässig und ungefähr genauso albern, wie zu behaupten das Internet hätte das Leben der Menschen nicht verändert.

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