Azubis erzählen: "Dann sehe ich den Erfolg" 10.01.2018
 Max Geithner, 24, absolviert eine Ausbildung zum Hörakustiker bei Hörgeräte...
Hörgeräte Kahl

Max Geithner, 24, absolviert eine Ausbildung zum Hörakustiker bei Hörgeräte Kahl in Dresden: Weil ich eine Fachhochschulreife habe, wollte ich auch an die Hochschule. Wegen meines Leistungskurses Chemie lag auch ein Chemiestudium nahe. Mit dem Studium wollte ich den Dingen auf den Grund gehen, die Ursprünge erkunden. Doch ich war noch nicht reif genug für ein Studium, ich konnte mich nicht dazu motivieren, mich hinzusetzen und mir im Selbststudium alles zu erarbeiten. Der Lernstoff wurde mir irgendwann zu abstrakt. Ich habe nicht mehr verstanden, was ich da mache, also habe ich das Studium abgebrochen. Die Ausbildung zum Hörakustiker habe ich begonnen, weil mich der Beruf fasziniert hat. Ich hatte zuvor schon bei meinem Opa mitbekommen, welchen Unterschied ein Hörgerät ausmachen kann. Ich habe nur eine Bewerbung geschrieben, hatte ein kurzes Vorstellungsgespräch und wurde gleich angestellt. In meiner Ausbildung fertige ich Ohrpassstücke aus Acryl an, mache Hörtests und stelle Hörgeräte richtig ein. Die Arbeit gefällt mir sehr gut, weil ich jeden Tag etwas Neues lerne und ständig mit Kunden zu tun habe. Manche Leute haben sehr viel zu erzählen, da muss ich mit der richtigen Gesprächstechnik den roten Faden behalten. Manche verschließen sich aber auch, die muss ich emotional abholen. Der Kontakt zu den Menschen, das ist das, was mir Spaß macht. Wenn ich sehe, dass die Kunden durch unsere Hilfe wieder besser hören können, dann sehe ich den Erfolg. Ich denke zwar noch manchmal daran, studieren zu gehen. Aber jetzt möchte ich erst einmal mindestens zehn Jahre im Beruf arbeiten. Ich bin mittlerweile im zweiten Lehrjahr und arbeite fünf Tage die Woche je acht Stunden.