Die Berlinale-Highlights: Unsere Berlinale-Favoriten 12.02.2017
  In einem ungarischen Dorf, ein halbes Jahr nach der Befreiung von Auschwitz:...
Berlinale

In einem ungarischen Dorf, ein halbes Jahr nach der Befreiung von Auschwitz: Während der Vorbereitungen einer Hochzeitsfeier kehren zwei jüdische Überlebende ins Dorf zurück. Viele der Einwohner tragen eine Mitschuld an der Deportation, profitierten sogar von ihr. Als eine Erzählung über den Holocaust ist Ferenc Töröks "1945" (Panorama) deshalb so bemerkenswert, weil er die Monstrosität des Genozids in ihrer Abwesenheit thematisiert. Mit der Bewegung der jüdischen Überlebenden durch das Dorf steigt die Nervosität bei den Bewohnern. "1945" moduliert aus der Hektik der Hochzeitsplanung eine immer entsetzlicher werdende Unruhe – bis hin zur Ohnmacht des letzten Bildes. -Lukas Stern