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 Der Tempel von Dendur, 1965 Dankesgabe der ägyptischen Regierung an die...
Brooklyn Museum

Der Tempel von Dendur, 1965 Dankesgabe der ägyptischen Regierung an die engagierte Witwe von US-Präsident Kennedy, fand seinen Platz in Metropolitan Museum in New York. Das acht Meter hohe Bauwerk war um 15 v. Christus von Kaiser Augustus in Auftrag gegeben worden. In mehr als 600 Einzelteilen zerlegt wurde das 800 Tonnen schwere Kunstwerk über den Atlantik verschifft und wieder zusammengesetzt.

Ein Stein aber fehlte. Zu einem Politikum wurde die unerklärliche Lücke oben rechts im Tempel erst, nachdem man den 125-Kilo-Brocken wiederentdeckt hatte: Ein Würzburger Ägyptologenpaar identifizierte 1997 einen im oberfränkischen Kloster Banz gelagerten Sandsteinquader als das vermisste Stück. Dorthin gelangt war er bereits ein Jahrhundert zuvor: Herzog Maximilian von Bayern hatte den Stein 1838 auf seiner Orientreise in Dendur als Souvenir mitgehen lassen. Zwischen New York und Franken entbrannte nach Bekanntwerden ein jahrelanger Streit um die Auslieferung des Brockens.