Gesichtsversehrte des Ersten Weltkriegs: "Denkmäler des Schreckens" 09.11.2018
 Nie wieder Krieg! 1925 eröffnete der radikale Pazifist Ernst Friedrich in der...
Erich Gorodiski/ ullstein bild

Nie wieder Krieg! 1925 eröffnete der radikale Pazifist Ernst Friedrich in der Parochialstraße in Berlin sein Anti-Kriegs-Museum. Im Jahr zuvor hatte er das Buch "Krieg dem Kriege" veröffentlicht, in dem Bilder grauenvoll verstümmelter Soldaten zu sehen waren. Besonders die Porträtserie von 25 Gesichtsversehrten sorgte für einen Skandal; rechte Verbände forderten ein Verbot des Buchs und die Ausbürgerung Friedrichs. 1933 verwüstete ein SA-Trupp das Museum. Es wurde in ein SA-Heim und dann "Sturmlokal" umfunktioniert - später diente das Gebäude den Nazis als eine der berüchtigsten Folterkammern Berlins.