Integration: Fünf Beispiele, wie es laufen kann

26.01.2009

Die Abiturientin  Melda Akbas,  17, Schülersprecherin aus Berlin, über die Lust...
Metin Yilmaz

Die Abiturientin Melda Akbas, 17, Schülersprecherin aus Berlin, über die Lust am Lernen:

Ich bin stellvertretende Schülersprecherin am Schiller-Gymnasium in Berlin, im nächsten Jahr will ich Abitur machen. Meine Leistungskurse: Englisch und Kunst. Von Mathe abgesehen bin ich wohl ziemlich gut. Mir ist das auch wichtig, ich will gut sein, und ich will auch, dass meine Eltern stolz sind auf mich. Vielleicht studiere ich später Jura, arbeiten würde ich gern bei der Uno oder der EU. Als mein Vater nach Deutschland kam, ging er zur Hauptschule, aber er schaffte den Abschluss nicht. Uns Kindern wurde immer gepredigt, wie wichtig Bildung ist, und dass man durchhalten muss. Wir besitzen seit Jahren den deutschen Pass, aber das schützt uns nicht vor Vorurteilen. Viele denken ja, Türke, das ist gleich rückständig und doof. Die sehen den türkischen Namen, die sehen den dunklen Teint, und wenn du dann noch ein Kopftuch trägst, dann halten sie dich für blöde. Einer Freundin von mir hat der Lehrer mal gesagt: "Nehmen Sie erst einmal Ihr Kopftuch ab, dann können Sie hier Abitur machen."




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