Drei bei den Kleinen: Selbst ist der Berater
23.08.2009

 Philipp von Le Suire, 29: Spezialist statt Generalist   Von BWL allein fühlte...
Rainer Holz

Philipp von Le Suire, 29: Spezialist statt Generalist

Von BWL allein fühlte sich Philip von Le Suire nicht genug herausgefordert. Also wählte er das Nebenfach Sinologie und ging für ein Jahr nach Shanghai. Dort machte er ein Praktikum bei Siemens und arbeitete im Supply Chain Management, im Einkauf und der Beschaffung. Der Job machte ihm so viel Spaß, dass er nach dem Abschluss unbedingt in diesem Feld tätig sein wollte. Aber nicht bei einem großen Unternehmen, sondern in einer spezialisierten Beratung. "Ich hätte mich eingeengt gefühlt, wenn ich mich so früh in die festen Strukturen eines Konzerns begeben hätte", erzählt der 29-Jährige. "Ich wollte mehrere Unternehmen und Branchen kennenlernen." Zudem suchte er nach der Gelegenheit, Projekte in China betreuen zu können.

Damit waren die Möglichkeiten eingeschränkt, und von Le Suire kam schließlich auf Kerkhoff in Düsseldorf, einem der Marktführer unter den auf Einkauf und Beschaffungspezialisierten Beratungen mit - zu seiner Freude - einer Niederlassung in China. Er überzeugte und stieg im Oktober 2007 als Consultant ein. Mittlerweile ist er querbeet durch die Unternehmens- und Branchenwelt gereist und war erneut, dieses Mal als Berater, mehrere Monate in Shanghai. In der Regel analysiert er zunächst das Einsparpotential im Einkauf des Kunden. Dann wird es meist praktisch. "Wir führen zum Beispiel die Verhandlungen mit den Lieferanten." Und Geschäftsführer Christian Michalak betont, worauf es ankommt: "Wir agieren sachbezogen. Auf das typische Berater-Denglisch und die Hochglanz-Charts verzichten wir." Neben Le Suire erklären zwei weitere Kollegen, was den Charme der kleinen Firmen ausmacht. mehr ...




TOP