Fünf fiese Fehlschläge: Manchmal geht einfach alles schief
04.09.2013
 Der Plan:  Der französische Künsler Vincent Garnivet wollte 2011 in der...
DPA

Der Plan: Der französische Künsler Vincent Garnivet wollte 2011 in der Kunsthalle Karlsruhe eine imposante Skulptur errichten. Über fünf Meter hoch wurde sie, fünf Tonnen schwer, geschichtet aus 350 Betonblöcken, ohne Mörtel, nur gestützt durch ein hölzernes Gerüst und so präzise austariert, dass das Werk trotzdem tragfähig ist. Es war ein Teil der Ausstellung "Lumière Noire - Neue Kunst aus Frankreich".
Das Ergebnis: Ein Steinhaufen. Nach elf Tagen stürzte die Installation aus Hohlblocksteinen ein. Die Kunsthallen-Direktorin Pia Müller-Tamm kommentierte das so: "Vincent Ganivet ist mit jeder seiner großen Arbeiten an eine Grenze gegangen, hat immer neue, immer riskantere Konstruktionen erprobt. Die Möglichkeit des Scheiterns ist insoweit Teil seines künstlerischen Projektes."
Und danach? Ganivet machte weiter, er baute die gleiche Skulptur noch einmal unfallfrei nach und dann noch einige weitere Bögen. Sein Fehlschlag, sagt er, rühre an eine "fundamentale Frage: Stehenbleiben oder zusammenbrechen". mehr...