Gender Marketing: Es muss pink sein 03.03.2017
  Der Kindermode-Hersteller "Jako-o" bewarb 2016 eine 15-teilige...
Jako-o

Der Kindermode-Hersteller "Jako-o" bewarb 2016 eine 15-teilige Kinder-Spielküche. In dem Katalog steht ein Mädchen am Herd, die Baby-Puppe im Arm und rührt mit der anderen Hand im Kochtopf, daneben sitzt ein Junge und telefoniert. „Aus einer ‚Fuck you Gendergerechtigkeits‘-Perspektive ist diese Werbung echt der Knaller“, kommentiert YouTube-Star Tarik Tesfu. Der Hersteller hat den Katalog mittlerweile von der Seite genommen. Dessen Kinderbekleidungsangebot wirkt übrigens erfrischend unisex – grün, blau und rot für alle. Natürlich dürfen aber die obligatorischen Pferde- und Schmetterlingsaufdrucke für Mädchen, Dino und Fußballaufdrucke für Jungen nicht fehlen. Ein Vertreter von Jako-o erklärt: "Das nominierte Bild ist nicht repräsentativ für das bewusst genderneutrale Marketing von Jako-o." Man achte sehr darauf, in den Katalogen eine Welt ohne Rollenzuschreibungen abzubilden. Dazu gehöre auch, dass Mädchen weiterhin mit Puppen und in der Küche spielen. Wenn dieses Bild dazu führe, es als "Sinnbild für Genderungerechtigkeit anzusehen, liegt das Problem vorsichtig gesagt vielleicht auch im Auge des Betrachters oder der Betrachterin."