Holocaust: "Die Liebe ließ mich überleben" - befreit aus dem KZ 27.01.2017
 "Erinnern allein tut's nicht!" Ernst Grube steht 2010 am Güterbahnhof...
Stefan Hanke

"Erinnern allein tut's nicht!"

Ernst Grube steht 2010 am Güterbahnhof Milbertshofen, von dem aus viele Münchner Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden.

Sein Vater war Kommunist, seine Mutter Jüdin - der Münchner Ernst Grube spürte früh die NS-Repressionen. Schon vor der "Reichskristallnacht" im November 1938 zerstörten die Nazis die Münchner Hauptsynagoge, in deren Nachbarschaft Familie Grube lebte, und drängten die Mieter aus der Umgebung danach aus ihren Häusern. Ernst, sein Bruder und seine Schwester mussten erst in ein jüdisches Kinderheim und dann in die Barackensiedlung von Milbertshofen, die sich bald in ein Deportationslager verwandelte. Im Februar 1945 wurde er mit seinen Geschwistern und seiner Mutter nach Theresienstadt transportiert und dort im Mai von der Roten Armee befreit.