Holocaust: "Die Liebe ließ mich überleben" - befreit aus dem KZ 27.01.2017
 "Es ist legitim, ja legal, sich den Totengräbern der Demokratie...
Stefan Hanke

"Es ist legitim, ja legal, sich den Totengräbern der Demokratie entgegenzustellen!"

Martin Löwenberg 2010 an der Feldherrnhalle in München, die für die Nationalsozialisten wegen des 1923 dort niedergeschlagenen Hitlerputsches zur Kultstätte wurde.

Der Sohn engagierter Sozialdemokraten wurde nach der Machtergreifung Hitlers schon früh wegen der jüdischen Herkunft des Vaters ausgegrenzt und von seinem Schuldirektor öffentlich als Mitglied "einer minderwertigen Rasse" bezeichnet. Martin Löwenberg wurde nach seiner Verhaftung Anfang Mai 1944 gefoltert und über das KZ Flossenbürg nach Thil-Longwy deportiert, ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Dort leistete der 19-Jährige im Erzstollen bei der Baufirma Polensky & Zöllner für die Kriegsindustrie Zwangsarbeit. Bei Kriegsende musste er im Außenlager Leitmeritz für die geplante Rüstungsproduktion des Berliner Konzerns Osram arbeiten - ein Einsatz, den etwa 4500 von 18.000 Häftlingen nicht überlebten.