Holocaust: "Die Liebe ließ mich überleben" - befreit aus dem KZ 27.01.2017
 "Meine erste Entscheidung, als ich meine Beinprothese bekam, war: Ich werde...
Stefan Hanke

"Meine erste Entscheidung, als ich meine Beinprothese bekam, war: Ich werde nie mit Stock gehen!"

Istvan Hajdu zeigt 2013 auf dem früheren Gelände des Städtischen Krankenhauses, wie er nach seiner Beinamputation wieder gehen lernte.

In Auschwitz-Birkenau hatte Istvan Hajdu im Mai 1944 schon seine Mutter, die Großeltern und viele Schulkameraden verloren. Verschleppt in das Außenlager Wille des KZ Buchenwald, starb dann auch noch sein Vater in seinen Armen, erschöpft von der Zwangsarbeit für die Braunkohle-Benzin AG. Als die US-Armee am Kriegsende vorrückte, trieb die SS die Gefangenen in offene Waggons, die am 9. April 1945 in ein vernichtendes Feuer von amerikanischen Tieffliegern gerieten. Ein Geschoss riss Istvans Hajdus linkes Bein auf Kniehöhe ab - und doch überlebte der 15-Jährige den Transport in das KZ Flossenburg, wo ein Stück seines verbliebenen Beines amputiert wurde.