Kleinstwagen: Bahn frei für die Blechzwerge 16.04.2008
 Prototyp des "Gatter Mini" (1955): Nach seiner Vertreibung aus der böhmischen...
P Gatter/Familienarchiv

Prototyp des "Gatter Mini" (1955): Nach seiner Vertreibung aus der böhmischen Heimat zu Ende des Zweiten Weltkrieges begann der sudetendeutsche Ingenieur Willibald Gatter im württembergischen Kirchheim unter Teck in den frühen fünfziger Jahren erneut mit dem Bau eines Kleinwagens. Der "Gatter-Mini" mit einem 300-ccm-Motor war von seiner Leistungsstärke in etwa einem Goggomobil vergleichbar. Trotz hervorragender Fahreigenschaften und eines Verbrauchs von nur zweieinhalb Litern auf hundert Kilometern sollte es nie zur Serienproduktion kommen. Mit dem anbrechenden deutschen Wirtschaftswunder schwand das Interesse der Verbraucher für Klein- und Kleinstwagen, und auch zunächst erfolgreiche Modelle wie die BMW Isetta (1955-1962), Lloyd (1953-1961) oder der Messerschmitt Kabinenroller (1953-1964) wurden seit Ende der fünfziger Jahre in immer geringeren Stückzahlen produziert und schließlich ganz verdrängt.