Lautsprecher: Transparenz dank Elektrostatik-Membran 07.03.2010
 Schallerzeugung: Um Schall zu erzeugen, wird bei den Statoren eine hohe...
Technology Review / Birte Schlund

Schallerzeugung: Um Schall zu erzeugen, wird bei den Statoren eine hohe Spannung von 3500 Volt angelegt, wobei der eine den Plus-, der andere den Minuspol darstellt. An der Membran hingegen liegt eine Spannung an, deren Stärke und Polarität direkt vom Musiksignal aus dem Verstärker moduliert wird. Auf diese Weise wird die Membran rhythmisch von den Statoren angezogen beziehungsweise abgestoßen und erzeugt so Lufdruckwellen, die wir als Schall wahrnehmen.

Inverter-Prinzip: Bei herkömmlichen elektrostatischen Lautsprechern gab es häufig Probleme mit der Isolierung, dem Verschleiß der Membran und der Auslegung des Verstärker-Trafos. Unter dem Firmennamen Pio haben deshalb niederländische Ingenieure, darunter ehemalige Philips-Mitarbeiter, das bisherige Design vom Kopf auf die Füße gestellt und sich das hier beschriebene Inverter-Prinzip patentieren lassen. Bis dato funktionierte die Rollenteilung zwischen Membran und Statoren nämlich genau umgekehrt: Die Membran wurde unter eine gleichbleibend hohe Spannung gesetzt, und das Musiksignal modulierte die Spannung der - in diesem Fall identisch gepolten - Statoren.
Da die Membran beim neuen Design bei einer bestimmten Polung gleichzeitig von einem Stator abgestoßen und vom anderen angezogen wird, verbessert sich der Wirkungsgrad des Lautsprechers. Damit sinkt auch die mechanische Belastung und somit der Verschleiß der Membran.