Merkels Softie-Riege: Die neuen Milden 17.05.2017
  Am Ende seiner Rede auf der CDU-Wahlparty in Düsseldorf dankte  Armin Laschet...
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Am Ende seiner Rede auf der CDU-Wahlparty in Düsseldorf dankte Armin Laschet seiner Frau. "Sie weiß, was ihr jetzt blüht", sagte der 56-Jährige. Auch im Moment seines größten politischen Erfolges sorgte er sich um andere Menschen. Armin, der Kümmerer.
Bis vor Kurzem wurde ihm das als Schwäche ausgelegt: zu wenig machthungrig, dazu nicht konservativ genug. Doch nach dem Sieg wird die vermeintliche Schwäche zur Stärke erklärt. Ausgleich statt Spaltung lautet plötzlich die Erfolgsformel.
Merkel setzt darauf schon lange. Laschet lag in den meisten Fragen schon immer auf ihrer Linie, etwa in der Flüchtlingspolitik. Nur wollte sich bei Laschet lange der ganz große Erfolg nicht einstellen. Was viele an seinem liberalen Kurs festmachten.
Als NRW-Integrationsminister unter Jürgen Rüttgers verpassten ihm die eigenen Anhänger den Namen "Türken-Armin". Und als "junger Milder" traf er sich im Rahmen der "Pizza-Connection" mit Abgeordneten von den Grünen.