Prominente Studienabbrecher: Es gibt ein Leben nach der Uni 23.08.2013
    Wolf Schneider , Jahrgang 1925, ist Journalist und Talkshow-Veteran,...
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Wolf Schneider, Jahrgang 1925, ist Journalist und Talkshow-Veteran, Sprachkritiker und langjähriger Journalisten-Ausbilder. Einst wollte er Professor der Philosophie werden, "dann kam der Zweite Weltkrieg dazwischen und schuf Abstand zur Philosophie", sagte Schneider im UniSPIEGEL-Interview. Zwar hörte er in den Nachkriegsjahren in die Berliner Universität hinein, wurde aber "dann lieber Universalspezialist".

Zum Studium fällt Schneider nicht viel Gutes ein: "Germanistik zu studieren halte ich für besonders töricht. Thomas Mann lässt sich auch abends zu Hause lesen, ebenso, was andere über ihn geschrieben haben. Es ist völlig verrückt, dafür noch an der Universität Jahre seines Lebens zu verplempern. Germanistik gehört zusammen mit Soziologie, Psychologie und Kommunikationswissenschaften zu den Fächern, von denen ich dringend abrate - denen, die Journalisten werden wollen." Schneider ist ein alter Spötter, im UniSPIEGEL-Interview nimmt er sich besonders den Soziologen vor: "Er lebt von seinem Sprachgebilde und vom Getümmel in demselben. Ich säge an den Wurzeln seiner Existenz, wenn ich ihn auffordere, klares Deutsch zu sprechen. Er ist beleidigt, wenn er von Hinz und Kunz verstanden werden kann."