Überblick: Vom Ku-Klux-Klan bis zu Alt-right - Rechtsextreme in den USA 14.12.2016
 Die American Nazi Party wurde im März 1959 gegründet und hatte ihr...
The LIFE Images Collection/Getty Images

Die American Nazi Party wurde im März 1959 gegründet und hatte ihr Hauptquartier in Arlington (US-Bundesstaat Virginia). Dahinter stand George Lincoln Rockwell (Mitte), ein glühender Nazi, der eine Pilotenausbildung absolviert und im Zweiten Weltkrieg noch gegen Hitlerdeutschland und Japan gekämpft hatte. Rockwell radikalisierte sich zusehends und wurde zum "Führer" der Partei, die allerdings selbst zu ihren besten Zeiten lediglich um die 200 Mitglieder zählte.

Zeitweise bildete sich sogar eine verblüffende Allianz: Der schwarze Bürgerrechtler Elijah Muhammad lud Rockwell zu Versammlungen der "Nation of Islam" (NOI) ein. Diese Gruppe propagierte die Rassentrennung und einen eigenen Staat für Schwarze. Nur wo, darüber waren die beiden Anführer uneins: Rockwell forderte, alle Schwarzen nach Afrika zu deportieren - Muhammad wollte ein Stück von Amerika.

Am 25. August 1967 wurde Rockwell, als er einen Waschsalon besuchte, erschossen - von einem enttäuschten Fan, der kurz zuvor aus der Partei geflogen war. Die Leitung übernahm danach der Vizevorsitzende Matt Koehl, doch die Partei zersplitterte sich in Streitigkeiten. Viele Mitglieder wechselten zu anderen Organisationen. Mehr über das Leben und Sterben von George Lincoln Rockwell lesen Sie in diesem Beitrag.