Überblick: Vom Ku-Klux-Klan bis zu Alt-right - Rechtsextreme in den USA 14.12.2016
 In der Bewegung Alternative Right, kurz Alt Right , sammeln sich derzeit...
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In der Bewegung Alternative Right, kurz Alt Right, sammeln sich derzeit Ultrarechte der USA: weiße Nationalisten, Rassisten und Antisemiten, Neonazis, frühere KKK-Führer. Richard Bertrand Spencer (Foto), Leiter des rechtskonservativen Think Tanks "National Policy Institute", gebrauchte den Begriff 2008, um die Anhänger stark rechtskonservativer Ideale zu beschreiben, vor allem der Idee einer weißen Identität. Zwei Jahre später ging Spencer mit dem "Alternative Right Blog" online, um die Ideologie der Alternativen Rechten weiter zu formen.

Vertreten sind sehr verschiedene Strömungen. Dazu zählen etwa auch "Archäofuturisten", die eine Rückkehr zu traditionellen Werten mit den modernen Errungenschaften der Gesellschaft und Technologie verbinden wollen. Oder "Rasse-Realisten", die ihre Theorien mit pseudowissenschaftlichen Argumenten unterlegen. Ihnen allen ist der Bruch mit dem etablierten Konservatismus gemeinsam. Amerikas Alternative Rechte protestiert, ähnlich wie identitäre Bewegungen in Europa, gegen Einwanderung, Multikulturalismus und Feminismus. Sie sieht die weiße Rasse als überlegen an und behauptet, die sogenannten Mainstream-Medien würden von Juden kontrolliert. Wichtigstes Sprachrohr der Bewegung ist das Onlineportal "Breitbart News"; als US-Präsident machte Donald Trump den Breitbart-Chef Stephen Bannon zum ranghöchsten politischen Berater.