Regierungssprecher: Im Namen des Kanzlers 11.08.2010
 Rüdiger von Wechmar, Dezember 1972 bis Mai 1974 Als Sohn eines Offiziers wird...
DPA

Rüdiger von Wechmar, Dezember 1972 bis Mai 1974

Als Sohn eines Offiziers wird Rüdiger Freiherr von Wechmar 1923 in Berlin geboren. Er selbst wird ebenfalls Berufssoldat und gerät im Zweiten Weltkrieg in Gefangenschaft. Nach dem Krieg arbeitet er für verschiedene Presseagenturen und schlägt dann eine Diplomatenlaufbahn ein, die ihn schließlich als deutschen Botschafter zu den Vereinten Nationen führen soll.

Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) holt den noch Parteilosen 1970 als Regierungssprecher in sein Team, ein Jahr später tritt Wechmar der FDP bei. Er gilt bei Verhandlungen als geschickt und verbindlich, sein Auftreten fällt angenehm auf. Doch als Brandt zurücktritt, muss auch Wechmar gehen. Er kehrt in den diplomatischen Dienst zurück.

1989 kandidiert er für die FDP für das Europäische Parlament in Straßburg, und der Einzug gelingt ihm. Er bleibt eine Legislaturperiode, bis 1994. Dann zieht er sich zurück. Rüdiger von Wechmar stirbt 2007 in München.