Umfrage: "Das Betreuungsgeld ist eine fatale Sackgasse"
18.04.2012
 Rita Süssmuth, 75, CDU-Politikerin, Ex-Familienministerin und...
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Rita Süssmuth, 75, CDU-Politikerin, Ex-Familienministerin und Bundestagspräsidentin a. D., ein Kind: Das Betreuungsgeld stößt zu Recht auf Ablehnung. Es befrachtet die Familien- und Kinderpolitik mit neuen Widersprüchen, löst weder die Probleme der Frauen noch die der Kinder. Diese Maßnahme verringert den Zugang auf eigenes Erwerbseinkommen mit sozialer Absicherung. Sie schwächt den flächendeckenden Ausbau eines guten Angebots an Kinderbetreuung und frühkindlicher Bildungsförderung. Dieses Ziel hat unbedingte Priorität. Soll die Koalitionsvereinbarung umgesetzt werden, dann nicht durch Betreuungsgeld, sondern finanzielle Mittel zur Bekämpfung der Altersarmut, z.B. durch erhöhte Anerkennung von Erziehungszeiten in der Rente.