Weihnachtsgeschenke: "Dafür hätte ich als Kind meine Seele verkauft" 19.12.2012
 "Ich finde es sinnvoll, denen, die nicht viel haben, an Weihnachten eine...
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"Ich finde es sinnvoll, denen, die nicht viel haben, an Weihnachten eine Freude zu machen. Meine Nachbarin zum Beispiel hat ein kleines Kind, der Vater hat sie sitzenlassen, und weil ich mit ihr im gleichen Chor singe, weiß ich, dass sie wenig Geld hat. Ein typisches kenianisches Festtagsessen sind Chapati, dünne Fladen aus Weizenmehl, und in den Teig kommt jede Menge Öl. Ich habe also meiner Nachbarin ein Zwei-Kilo-Paket Chapati-Mehl mitgebracht und ihr schon mal vorab schöne Weihnachten gewünscht. Das mag sich jetzt nach wenig anhören, aber Essen an die zu verschenken, die wenig haben, das ist mein liebstes Weihnachtsgeschenk."

Juliet Amondi, 25, studiert Wirtschaftswissenschaften und Soziologie an der University of Nairobi.