Kosmetik mit Aluminium Regierung prüft Gefährlichkeit von Deos

Machen Deos krank? Das Verbraucherministerium prüft, wie gefährlich Aluminium in Kosmetika ist. Vor allem Deos stehen im Verdacht, das Risiko für Brustkrebs und Alzheimer zu erhöhen.

Deospray (Symbolbild): Muss Aluminium künftig gekennzeichnet werden?
Corbis

Deospray (Symbolbild): Muss Aluminium künftig gekennzeichnet werden?


Die Nachricht dürfte Kosmetikhersteller ins Schwitzen bringen: Die Bundesregierung geht Warnungen nach, ob Aluminium in Kosmetik gefährlich ist. Das Verbraucherministerium prüft mögliche Gefahren, etwa ein höheres Risiko für Brustkrebs und Alzheimer.

Im Februar hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereits bekannt gegeben, dass die menschliche Haut durch die meisten Deos viel mehr Aluminium aufnehme, als die EU erlaube.

Der Hintergrund: In fast allen Deos sind Aluminiumsalze enthalten, weil sie die Haut zusammenziehen und die Schweißporen verstopfen. In hohen Dosen ist Aluminium jedoch ein Nervengift, das sich im Laufe des Lebens im Körper anreichert, vor allem in der Lunge und dem Skelettsystem.

Denkbar ist nun zum Beispiel, dass Kosmetika mit Aluminium künftig zusätzlich gekennzeichnet werden müssen. Das hat das Verbraucherministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag geantwortet. "Verbraucherinnen und Verbraucher müssen über mögliche Gesundheitsgefahren informiert werden", forderte Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen.

tob/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 40 Beiträge
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lullylover 01.05.2014
1. Anfangsgründe
Da neulich schon mal ein Artikel darüber auf SPON war, habe ich im Drogeriemarkt unter einer riesigen Anzahl von Deos nur eines ohne Aluminium gefunden. Der Hersteller hat die Zeichen der Zeit erkannt und auf der Glasflasche des Roll-On-Deos außen den Aufkleber "ohne Aluminiumsalze" angebracht. Ich denke, dass Andere jetzt nachziehen werden. Wäre schön, wenn in der blauen Nivea auch kein Alu wäre, in der weissen ist schon keines.
docker 01.05.2014
2. Magensäure
Bis zur Erfindung der Protonenpumpeninhibitoren wurden jahrzehntelang Mittel gegen Magensäure eingenommen, die einen extrem hohem Anteil an Aluminiumhxdroxit enthielten - Dagegen ist die Dosis via Deo homöopathisch.
quark@mailinator.com 01.05.2014
3. Alu ?
Statt Alu sollten sie lieber mal generell überprüfen, ob es so clever ist, aus Sprühflaschen alle möglichen Stoffe in feinsten Stäuben in der Luft zu verteilen ... ab nun Alu beim Deo oder der organische Kram bei Haarfestiger oder was sonst noch alles mal eben so im Bad versprüht wird und sich dann in der ganzen Luft verteilt und von da in die Luge und letztlich ins Blut kommt ... Ehrlich, ich hab' da schon ewig meine Zweifel ...
fd53 01.05.2014
4. Aluminiumtöpfe, -geschirr, -besteck = Nervengift?
Generation haben mit Aluminiumtöpfen gekocht und aus Aluminiumgeschirr mit Aluminiumbesteck gegessen. Auch dabei wurde dem Körper reichlich Aluminium zugeführt. Aber an Alzheimer und Brustkrebs sind damals wesentlich weniger Menschen erkrankt. Und vor 3 Wochen wurde das Thema hier auf SPON noch als Panikmache bezeichnet, es gäbe keinen wissenschaftlichen Hinweis. Und jetzt die Kehrtwende?
sorocaba94 01.05.2014
5. freie Gedanken
Mag alles so sein. Doch viel wahrscheinlicher sind die Metalloxide in unsere Atmosphäre. Seit seit 1993 in den USA und in Europa seit 2003 werden täglich diese Giftstoffe über unseren Köpfen verspürt. In 80 Regenwasser Proben in D. wurden Aluminiumoxid, Barium und Strontium nachgewiesen. Was haben die da verloren! Wie kommen die dort hin? Wer hat das ohne unser Wissen genehmigt? Wer traegt dafür die Verantwortung? Im März ist bei der UNO ein Webcast darüber gelaufen. Das Aluminium Problem geht uns alle an, egal ob Demo oder nicht. wir atmen es jeden Tag ein.
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