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Verbraucherschutz: Behörde hält Chlorhühnchen für unbedenklich

Geflügelschlachterei: Chlorhühnchen gruseln deutsche Verbraucher, doch Behörden sehen keine Gesundheitsbedenken Zur Großansicht
DPA

Geflügelschlachterei: Chlorhühnchen gruseln deutsche Verbraucher, doch Behörden sehen keine Gesundheitsbedenken

Deutsche Verbraucher fürchten den Import von Chlorhühnchen aus den USA. Dabei ist das Geflügel laut Experten gesundheitlich unbedenklich. Im Gegenteil: Die Desinfektion mit Chlor könnte auch einen Vorteil haben.

Die Verhandlungen der EU mit Amerika über das geplante Freihandelsabkommen (kurz: TTIP) erregen vielerorts die Gemüter. Ein Streitpunkt ist die Angst vieler Verbraucher vor Chlorhühnchen aus den USA. Dort ist es gängige Praxis, das Geflügel während der Produktion mit Chlor zu desinfizieren.

Doch deutsche Experten geben Entwarnung: Hühnchen, die auf diese Weise von Keimen gereinigt werden, seien ungefährlich und könnten in Sachen Keimfreiheit sogar Vorteile bringen. "Das Chlorhühnchen ist nach unserer Auffassung nicht gesundheitsschädlich für den Verbraucher", sagte Lüppo Ellerbroek vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dem ARD-Politikmagazin "Report Mainz", das am Dienstagabend ausgestrahlt werden soll.

"Wir bewerten das genauso wie die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde Efsa", sagte Ellerbroek. Diese habe ebenfalls in zahlreichen Gutachten festgestellt, dass die bei der Chlorbehandlung angewandten Verfahren keine gesundheitlichen Gefahren für Verbraucher darstellten.

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Die Debatte um TTIP und mögliche Lebensmittelimporte müsse versachlicht werden. "Das deutsche Huhn ist auf keinen Fall gesünder als das US-Chlorhuhn. Ganz im Gegenteil: Wir müssen leider feststellen, dass wir ein massives Keimproblem auf deutschem Geflügel haben", sagte Ellerbroek.

Letzteres hatte auch BfR-Präsident Andreas Hensel vor Kurzem der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Gesundheitsgefahren durch bestimmte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln würden von vielen Menschen vor allem intuitiv und deshalb falsch eingeschätzt, sagte Hensel. "Mit Statistik und Toxikologie hat das oft wenig zu tun." In Deutschland gebe es etwa eine Million Lebensmittelvergiftungen pro Jahr, an denen häufig schlicht mangelnde Küchenhygiene schuld sei.

Gegner des Freihandelsabkommens fürchten, dass der Vertrag die Einfuhr von Chlorhühnchen nach Europa ermöglichen und insgesamt Standards der Lebensmittel- und Verbraucherschutzsicherheit aufweichen würde. In der vergangenen Woche sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Brüssel, es sei ausgeschlossen, dass es in europäischen Supermärkten Chlorhühnchen aus den USA geben werde.

cib/dpa/AFP

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insgesamt 293 Beiträge
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1. immer schön die Nebensächlichkeiten
koepi71 10.06.2014
in den Fokus rücken. Mir geht das Chlorhühnchen relativ am A... vorbei. TTIP steht für mehr als diesen Blödsinn. So wird abgelenkt. Alles nicht so schlimm. Augen auf Bürger.
2. na klar
shechinah 10.06.2014
weil es sich für die Exporteure ja auch so ungemein lohnen würde, ausgerechnet Hühnchen von den USA nach Deutschland zu schippern. Abgesehen davon bekommt man bei jedem Schwimmbadebesuch zigmal mehr Chlor ab, als bei einem solchen Vogel.
3.
gorkamorka 10.06.2014
Chlorhühnchen sind sehr lecker.
4. oh je
walterkurtz 10.06.2014
wenn mutti sagt, das chlorhähnchen werde es nicht geben, dann ist das so, als ob sie sagt: "ich habe volles vertrauen in meinen verteidigungsminister".
5. Baden
Sabi 10.06.2014
Die Leute baden selbst in Chlor-Wasser von Schwimmbädern, halten aber chlorirte Hähnchen für giftig ? Absurdistan-Angstland Deutschland !
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