Gefährliches Virus Demokratische Republik Kongo meldet Ebola-Fall

Im Kongo ist ein Mensch an Ebola gestorben. Insgesamt gibt es neun Verdachtsfälle. Die gefährliche Krankheit tötete bei einer Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen.

Ebolavirus (Illustration)
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Ebolavirus (Illustration)


In der Demokratischen Republik Kongo gibt es einen bestätigten Ebola-Fall, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.

Drei Menschen seien an den Folgen eines hämorrhagischen Fiebers - also eines mit Blutungen einhergehendes Fiebers - gestorben. Bei einer getesteten Person sei das Ebola-Virus im Labor nachgewiesen worden, hieß es seitens der WHO.

In der nordöstlichen Provinz Bas-Uélé gebe es insgesamt neun Verdachtsfälle. Die WHO kooperiere mit den örtlichen Behörden, um qualifiziertes Personal und Schutzausrüstung in das Gebiet zu bringen, erklärte WHO-Landesdirektor Allarangar Yokouidé.

Der kongolesische Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga forderte die Menschen auf, nicht in Panik zu verfallen. Die Behörden täten alles Nötige, um die Epidemie im Bezirk Likati einzudämmen. "Das ist die achte Ebola-Epidemie im Kongo, sie wird die Bevölkerung nicht erschüttern", erklärte er. Dem WHO-Landesdirektor zufolge werden die ersten Teams aus Epidemiologen, Biologen und weiteren Experten den schwer zugängigen Ort des Ausbruchs am Freitag oder Samstag erreichen.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Im Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen. Bei der bislang größten Epidemie starben in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014-2015 mehr als 11.000 Menschen, mehr als 28.000 infizierten sich.

wbr/dpa/rtr



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