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Lebensgefährliches Virus: Patientin in Schottland hat Ebola

Krankenhaus in Glasgow: Gefahr für weitere Infektionen "extrem niedrig" Zur Großansicht
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Krankenhaus in Glasgow: Gefahr für weitere Infektionen "extrem niedrig"

Schottland hat seinen ersten Ebola-Fall: Das lebensgefährliche Virus ist bei einer medizinischen Helferin in Glasgow festgestellt worden. Dutzende Personen, die mit der Frau geflogen waren, sollen nun kontrolliert werden.

Glasgow - In Schottland ist der erste Ebola-Fall nachgewiesen worden. Die schottische Regierung berichtet, die Patientin sei eine medizinische Helferin, die Sonntagnacht aus dem westafrikanischen Sierra Leone zurückgekehrt war. Am Montagmorgen klagte sie über Unwohlsein und alarmierte die zuständigen Gesundheitsbehörden. Daraufhin wurde sie in eine Klinik in Glasgow eingeliefert, wo die Erkrankte auf die Intensivstation kam.

Laut schottischer Regierung war die Infizierte von Westafrika über Casablanca und den größten europäischen Flughafen London Heathrow nach Schottland geflogen.

Das Risiko, dass die Helferin womöglich andere Menschen auf dem Reiseweg angesteckt hat, schätzt die schottische Regierung als "extrem niedrig bis geringfügig" ein. Es würde jedoch überprüft, ob die Frau mit anderen in Kontakt gekommen sei. Jeder, der infektionsgefährdet sein könnte, würde kontaktiert und unter strenge Beobachtung gestellt. Den direkten Kontakt würden die Behörden etwa zu den anderen 71 Mitreisenden und der Crew des Fluges aufnehmen, die sich in derselben Maschine auf dem Weg nach Glasgow befunden hatten.

Ein weiterer Grund zur Entwarnung sei, dass die Frau bei den Kontrollen kurz vor den Abflügen in Sierra Leone sowie in London Heathrow nicht die typischen Symptome für eine Ebola-Erkrankung gezeigt hätte. Darunter fallen Fieber, Kopf-, Muskel- und Halsschmerzen, Durchfall oder Übelkeit. Den Zustand der Glasgower Patientin bezeichnete die Regierung als "stabil". Die Helferin würde "sobald wie möglich" in eine Isolierstation mit höchster Sicherheitsstufe in einem Londoner Krankenhaus gebracht.

In Großbritannien sind damit bislang zwei Ebola-Fälle festgestellt worden. Bereits im Oktober hatte sich ein medizinischer Helfer in Sierra Leone infiziert. Nach seiner erfolgreichen Behandlung in London kehrte er nach Westafrika zurück.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Zahl der Ebola-Toten auf 7842 gestiegen, mehr als 20.000 Infizierte sind bekannt.

daf/AP/dpa/Reuters

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insgesamt 37 Beiträge
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1. es ist eine schwester,sollte das wichtig sein..BBC hilft
kraichgau12 29.12.2014
aber die eigentliche news ist,das die Thermometer-kontrolle am abflugort komplett versagt hat das maedel haette nie auf die reise(4-5 stunden) gehen dürfen,denn sie war zuvor schon infiziert Great Britain,good luck
2.
chalchiuhtlicue 29.12.2014
Ansteckungsgefahr bei Rückreise extrem gering? Also schauen wir uns das noch einmal genauer an: Sie reist über einen der größten Flughäfen Europas ein und am Folgetag hat sie bereits Krankheitssymptome und ist damit definitiv ansteckend. Und da soll das Risiko für andere auf dem Flughafen extrem gering gewesen sein? Einfach nur lächerlich!
3. Bleibt abzuwarten, ob nicht noch mehr
redbayer 29.12.2014
Flugreisende von den (ewigen) Helfern angesteckt werden. Größere Ebola Infektionen in Europa wären die unmittelbare Folge einer verantwortungslosen Politik der Regierenden in England, aber auch in Deutschland (vdL). Sie sorgen dafür, dass immer mehr "Freiwillige" in die Ebola Gebiete fahren, um sich dort zu infizieren und anschließend in Europa weiter machen.
4.
brandmeister 29.12.2014
Zitat von redbayerFlugreisende von den (ewigen) Helfern angesteckt werden. Größere Ebola Infektionen in Europa wären die unmittelbare Folge einer verantwortungslosen Politik der Regierenden in England, aber auch in Deutschland (vdL). Sie sorgen dafür, dass immer mehr "Freiwillige" in die Ebola Gebiete fahren, um sich dort zu infizieren und anschließend in Europa weiter machen.
Selten zuvor so einen Kokolores wie von Ihnen gelesen. Was wären den die Alternativen? Dort unten nicht helfen? Dann breitet sich die Epidemie irgendwann wirklich bis nach Europa aus. Ergo, muß die Epidemie dort unten (auch mit unserer Hilfe) bekämpft werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Und was soll dann mit den Helfern geschehen, die ausgewechselt werden? Sollen die vielleicht standrechtlich erschossen werden? Ganz im Gegenteil sind diese Helfer ggfs. wichtige Kräfte, da sie bereits Einsatzerfahrung unter katastrophalen Bedingungen haben.
5. Gefahr für die Menschheit?
Styx 29.12.2014
Es ist wie mit der Pest in Europa. Diese hat erst aufgehört zu wüten nachdem es nicht genug Menschen gab, die sich infizieren bzw die Ratten füttern konnten. Afrika wird früher oder später den selben weg gehen. Die Bevölkerung dieses Kontinents soll sich in diesem Jahrhundert vervierfachen. Ebola ist ganz sicher nicht die letzte Epidemie wenn sich der Bildungsstand nicht erhöht. Dies geht jedoch nur mit einer kulturellen Änderung. Mal schauen ob die Menschen bereit sind doch von allen "Traditionen" zu verabschieden.
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