Epidemie in Afrika Guinea schließt Grenzen zu Ebola-Ländern

Grenzen werden geschlossen, das Reisen beschränkt: Wegen der Ebola-Seuche schränken erste afrikanische Staaten ihre Verbindungen zur Außenwelt ein. Drei Länder haben wegen der tödlichen Krankheit inzwischen den Notstand ausgerufen.

Krankenschwester in Liberia: Reisebeschränkungen, geschlossene Grenzen
DPA

Krankenschwester in Liberia: Reisebeschränkungen, geschlossene Grenzen


Hamburg - In Afrika schotten sich erste Staaten wegen der Eobola-Seuche ab. Das westafrikanische Guinea hat seine Grenzen zu Sierra Leone und Liberia geschlossen, um die Ausbreitung der Epidemie zu stoppen. So solle vermieden werden, dass weitere Infizierte ins Land kämen, erklärte die Regierung am Samstag. Seit März sind in Guinea mindestens 367 Menschen an Ebola gestorben, 18 Kranke werden derzeit auf Isolierstationen behandelt.

Das im südlichen Afrika gelegene Sambia kündigte Reisebeschränkungen an. Menschen aus Ländern, in denen Ebola ausgebrochen sei, dürften nicht mehr nach Sambia einreisen. Staatsbürgern Sambias sei zudem die Reise in solche Länder verboten, teilte das Gesundheitsministerium in Lusaka mit.

Zuvor hatte Nigeria wegen der tödlichen Krankheit den Notstand ausgerufen. Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan gab zudem umgerechnet 8,7 Millionen Euro zur Bekämpfung der Seuche frei. Damit sollten unter anderem zusätzliche Isolierstationen, Personal und die Überwachung an den Grenzen finanziert werden, erläuterte ein Sprecher von Jonathan. Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas, gab die Zahl der Ebola-Kranken in der Wirtschaftsmetropole Lagos mit sieben an. Zwei davon seien gestorben. Dutzende seien unter Beobachtung.

Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) hatte die Ebola-Epidemie als internationalen Gesundheitsnotfall eingestuft und allen betroffenen Ländern in Westafrika geraten, den Notstand auszurufen. Vor Nigeria hatten dies bereits Sierra Leone und Liberia getan. Der Ebola-Ausbruch in Westafrika ist außer Kontrolle, fast tausend Menschen sind inzwischen an der Krankheit gestorben. Nach Ansicht der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wird bislang international viel zu zögerlich auf die Epidemie reagiert.

In Kanada wurde ein Nigeria-Rückkehrer unter Quarantäne gestellt. Der Mann habe sich mit Fieber und anderen Symptomen in eine Notaufnahme eines Krankenhauses in einem Vorort von Toronto begeben, teilte die Klinik mit. Aus Vorsorge seien die höchsten Überwachungsmaßnahmen getroffen worden, darunter die Isolierung des Patienten. Es liefen Untersuchungen, um herauszufinden, ob der Mann tatsächlich mit dem hochgefährlichen Erreger infiziert sei.

Einem nach Spanien gebrachten Ebola-Patienten geht es den Umständen entsprechend gut. Der Zustand des spanischen Geistlichen Miguel Pajares sei weiterhin stabil, sagten am Samstag die Ärzte, die den 75-Jährigen in einem Madrider Krankenhaus behandeln. Pajares hatte sich in Liberias Hauptstadt Monrovia mit dem Virus infiziert und war am Donnerstag in seine Heimat geflogen worden.

Deutsche Experten sehen derzeit keine Bedrohung für die Bevölkerung in der Bundesrepublik. Das Risiko einer Weiterverbreitung bestehe hier nicht, "weil es in Deutschland und Europa alle Voraussetzungen zur sicheren Versorgung Betroffener gibt", sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Reinhard Burger, der "Passauer Neuen Presse". Der Leiter des Gesundheitsamts von Frankfurt am Main, René Gottschalk, sagte auch mit Blick auf die Vorkehrungen am dortigen Flughafen der "Frankfurter Rundschau": "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir da irgendetwas übersehen."

ssu/dpa/Reuters

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
kraichgau12 09.08.2014
1. guineas aussengrenze laut kartenbild....
klar,da steht jetzt alle 5 meter mitten im djungel ein soldat/polizist und riegelt die grenze ab... seit maerz ist klar,das die grenzen willkürlich sind und die stämme je nach wunsch wechseln von links nach rechts... hört sich aber gut an..fast wie in D,wenn die schaefchen denn wirklich zurück in ihr kontaminiertes dorf fahren... aber vor ort dürfte das nur augenwischerei sein
Jabagrafs 09.08.2014
2.
Zitat von kraichgau12klar,da steht jetzt alle 5 meter mitten im djungel ein soldat/polizist und riegelt die grenze ab... seit maerz ist klar,das die grenzen willkürlich sind und die stämme je nach wunsch wechseln von links nach rechts... hört sich aber gut an..fast wie in D,wenn die schaefchen denn wirklich zurück in ihr kontaminiertes dorf fahren... aber vor ort dürfte das nur augenwischerei sein
Sicherlich wechseln die Menschen "Im Busch" alle naslang über die perse nicht erkennbare Grenzen. Aber darum geht es doch gar nicht. Wichtig sind die vorrangig die grossen Reise-/Handelsrouten mit Fahrzeugen. Und Ausbruchregionen/Ebolaschwerpunkte lassen sich sich auch weitgehend kontrollieren und absperren.
Ambrosicus 09.08.2014
3. Überschrift
Die Epidemie begann in Guinea, Guinea ist eines der "Ebola-Länder", die Überschrift ist daher unsinnig, zumindest "zu den anderen Ebola-Ländern" müsste es lauten.
kraichgau12 09.08.2014
4. @Jabagrafs
ich wünsche ihnen noch eine reihe ruhiger tage,bis diese traumblase platzt wir sind knapp 4 monate nach dem notwendigen quarantäne tag...seitdem sind tote in nigeria/saudhia etc zu beklagen in britain sitzen angeblich grippekranke zuhause,weil sie angeblich freiwillig 21 tage quarantäne mögen... wenn ich darauf hinweise,das die WHO schlief,dann meine ich die zeit von maerz bis vor 2 wochen,wo von diesen EU gleichen bürokraten für die laender nix,aber auch gar nix passierte an unterstützung
Malshandir 09.08.2014
5. Drastische Massnahmen
Die grenzen muessen abgeriegelt werden und Flugverbote und jeder, der illegal die Grenzen ueberquert muss als Suechenuebertraeger angesehen werden. Wir haben kein Heilmittel, also muessen wir es aussitzen.
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