Ebola Weltgesundheitsorganisation korrigiert die Fallzahlen

Die Weltgesundheitsorganisation nennt in ihrem neuesten Report zur Lage in den Ebola-Ländern niedrigere Fallzahlen als in der Vorwoche. Die Krankheit breitet sich in Guinea, Sierra Leone und Liberia dennoch weiter aus.

Helfer von Ärzte ohne Grenzen in Monrovia: Der Mann, der sich mit Ebola angesteckt hatte, arbeitet jetzt wieder und hilft den Kranken
AFP

Helfer von Ärzte ohne Grenzen in Monrovia: Der Mann, der sich mit Ebola angesteckt hatte, arbeitet jetzt wieder und hilft den Kranken


Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zahl der erfassten Ebola-Fälle leicht nach unten korrigiert. Insgesamt gibt es laut dem aktuellen Bericht 13.042 bestätigte oder mögliche Krankheitsfälle. Die Behörde revidierte am Mittwoch die Zahl der bestätigten Toten auf insgesamt 4818, nachdem sie am Freitag noch 4951 angegeben hatte.

Auch in der vergangenen Woche hatte sie die Zahlen nach unten korrigiert. Sie bekräftigte jedoch, dass die Dunkelziffer weiter deutlich über diesen Fallzahlen liegen dürfte.

Die WHO gibt an, dass sie ihre Datenquellen verändert hat und nun nur noch die von den Ländern angegebenen Fallzahlen als Grundlage nehmen. Darauf beruhe die Veränderung bei den genannten Zahlen. Die Organisation hatte schon früher betont, dass sie versuche, die Datenlage zu verbessern und es deshalb zu solchen Änderungen kommen könnte.

Nach Angaben der WHO scheint die Zahl der Neuerkrankungen in Guinea derzeit stabil zu sein, während sie in Sierra Leone weiter steigt und in Liberia sinkt. In allen drei Ländern sei die Krankheit weiterhin weit verbreitet.

In Guinea und Liberia gab es laut dem Bericht je rund 90 neue Ebola-Fälle in der vergangenen Woche. Sierra Leone meldete im gleichen Zeitraum 435 neue Fälle.

wbr/dpa/Reuters



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JaguarCat 06.11.2014
1. Zum Glück insgesamt stabil
Etwas über 600 neue Ebola-Fälle pro Woche. So schrecklich das für die Betroffenen ist: Diese Zahlen sind weit entfernt von den befürchteten Zahlen! Hätte sich die Seuche seit September weiter exponentiell ausgebreitet - also Verdopplung der Fallzahlen jeden Monat - wir wären bei 4000 neuen Fällen pro Woche, nicht bei 600. Denn 1000 pro Woche hatten wir schon Anfang September. Auch die Sterblichkeit scheint zurück zu gehen, es sind definitiv keine 70% mehr, die die WHO anfangs schätzte. Sieht so aus, als ob die Seuchenschutzmaßnahmen anfangen zu wirken!
hansulrich47 06.11.2014
2. Ein Witz!
Es wird immer deutlicher, hier wird die Öffentlichkeit mit Absicht veräppelt! Es sterben täglich >4.000 Menschen an TB, es sterben jährlich 750.000 Kinder durch dreckiges Trinkwasser und dessen Folgen. Aber ein aus den Körperöffnungen Blutender macht wohl mehr her. Schade, dass die Leute mit Helfersyndrom und Verkäufer von Schutzkleidung glauben die Menschheit so verladen zu müssen!
mats73 06.11.2014
3. zum einen...
...handelt es sich um eine Krankheit, gegen die man sich nach heutigem Stand nicht bzw. kaum schützen kann, die kaum behandelbar ist - die aber gleichzeitig bisher nur lokal verbreitet ist. Es besteht also nach wie vor die realistische Chance, dass das Virus wieder zurückgedrängt werden kann. Angesichts einer Sterblichkeit von > 50% und einem Potenzial zum Massenmörder bei entsprechender Ausbreitung lohnt sich der aktuelle Aufwand durchaus! Dass an anderer Stelle mehr gemacht werden könnte und müsste und mit wenigen finanziellen Mitteln viele Menschen vor dem Tod gerettet werden können, sehe ich genauso. Das ist aber kein Grund hier auch nachlässig zu sein....
Tschirio 06.11.2014
4.
Zitat von hansulrich47Es wird immer deutlicher, hier wird die Öffentlichkeit mit Absicht veräppelt! Es sterben täglich >4.000 Menschen an TB, es sterben jährlich 750.000 Kinder durch dreckiges Trinkwasser und dessen Folgen. Aber ein aus den Körperöffnungen Blutender macht wohl mehr her. Schade, dass die Leute mit Helfersyndrom und Verkäufer von Schutzkleidung glauben die Menschheit so verladen zu müssen!
Ein Witz ist ihre Trivialisierung des Sachverhalts. Dreckiges Tringkwasser ist nicht ansteckend und hat keine Sterberate von >50% bzw. ist die Sterberate vergleichbar, dann würde auch lokal gehandelt werden. Gerade (sehr zynisch) die niedrige Sterberate entzieht das Thema der Öfffentlichkeit. Aber, ebenso ist TBC halbwegs unter Kontrolle, wenn man einige Regeln einhält. Das ganze ist bei Ebola nicht wirklich der Fall. Der Aufwand mit der Schutzbekleidung ist vor Ort definitv notwendig. Wenn sie natürlich jemand sind, der hier in DLand schon seinen Schutzraum aufgebaut haben, dann ist klar, dass sie sich veräppelt fühlen Vielleicht hilft es aber auch die persönlich Mediengläubigkeit zu überdenken. Dann ist man auch nicht so hysterisch, jeden Medienscheiß als Grundlage für das eigene Handeln oder Denken zu nehmen.
kraichgau12 06.11.2014
5. gib mir eine statistik und ein motiv..und ich gebe dir zahlen nach wunsch...
es sollte klügeren köpfen seit 2 wochen bekannt sein,das in sierra leone nicht mal mehr die regionen kontrolliert werden,liberia eh jeden ver.....t,der zahlen möchte(da sie denken,das immer noch runterspielen zu können) und der allgemeine konsens seit der panik in den USA ist,das erstmal runter zu kochen in 2-3 wochen wird es wieder explodieren,wie schon damals im mai,als im april gemeint wurde,die seuche waere schon im ausbrennen ein paar tips für alternative news: MSF,ebola deeply,guardian/telegraph,reuters etc
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