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Ausbruch gestoppt: So hat Nigeria Ebola besiegt

Aufklärung im Kampf gegen Ebola: Lehrer in Lagos erklären den Schülern, wie man sich richtig die Hände wäscht Zur Großansicht
AFP

Aufklärung im Kampf gegen Ebola: Lehrer in Lagos erklären den Schülern, wie man sich richtig die Hände wäscht

Seit 42 Tagen ist in Nigeria kein Ebola-Fall mehr aufgetaucht. Jetzt hat die Weltgesundheitsorganisation das Land offiziell für Ebola-frei erklärt. Experten feiern den Staat als Vorbild im Kampf gegen die Seuche.

Lagos/Genf - Acht Menschen in Nigeria sind am Ebolavirus gestorben. Insgesamt gab es in dem afrikanischen Land 20 Fälle einer Ebola-Infektion. Jetzt, 42 Tage nachdem der letzte neue Fall bestätigt worden war, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Nigeria offiziell für Ebola-frei erklärt.

In Guinea, Liberia und Sierra Leone dagegen grassiert das Virus weiterhin ungebrochen. Offiziell sind laut WHO mehr als 4500 Menschen am Ebolafieber gestorben, mehr als 9000 Fälle sind bis zum 17. Oktober dokumentiert worden - mit einer hohen Dunkelziffer. Solange die Epidemie in Westafrika nicht unter Kontrolle ist, gibt es auch für Nigeria keine Garantie, dass Ebola dort nicht wieder auftauchen könnte.

Dennoch feiern Experten und die nigerianischen Gesundheitsbehörden die Nachricht als Meilenstein bei der Bekämpfung von Ebola. Sie zeigt: Ebola lässt sich stoppen - solange die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. 42 Tage, das ist die doppelte maximale Inkubationszeit bei Ebola - erst wenn innerhalb dieser Zeitspanne kein neuer Fall von Ebola aufgetreten ist, gilt ein Land offiziell als frei von Ebola.

"Es ist möglich, Ebola zu besiegen"

"Das ist eine spektakuläre Erfolgsgeschichte", schreibt die WHO in ihrer offiziellen Erklärung. "Es ist möglich, Ebola zu kontrollieren. Es ist möglich, Ebola zu besiegen. Wir haben das in Nigeria erlebt", sagte auch Onyebuchi Chukwu, der nigerianische Gesundheitsminister im "Time-Magazine". Sollte in Zukunft ein neuer Fall auftreten, sei Nigeria bereit und erneut in der Lage, angemessen zu reagieren.

Zum Ebola-Ausbruch in Nigeria war es gekommen, nachdem ein Infizierter am 20. Juli aus Liberia in die Millionenmetropole Lagos gereist war. Der Mann war am Flughafen zusammengebrochen, bereits während des Fluges hatte er sich übergeben, schon bei der Abreise aus Monrovia war er sichtbar krank. Fünf Tage später starb der Mann in einem Krankenhaus in Lagos. Daraufhin wurden insgesamt mehrere Hundert direkte und indirekte Kontaktpersonen unter Beobachtung gestellt. Unter ihnen war auch ein Arzt, der sich infiziert und nach seiner Erkrankung noch Patienten operiert hatte.

Wie Nigeria es geschafft habe, den Ausbruch zu beenden, den viele für den schlimmsten vorstellbaren hielten, müsse man im Detail erzählen, schreibt die WHO. Die Geschichte könne vielen anderen Entwicklungsländern helfen, sich auf eine mögliche Seuche vorzubereiten. Auch Länder mit guten Gesundheitssystemen könnten aus Nigerias Erfahrungen lernen.

Furcht vor einem apokalyptischen Ausbruch

Ungefähr 21 Millionen Menschen leben in Lagos, es ist die größte Stadt in Afrika. Jeffrey Hawkins, der Generalkonsul der USA in Nigeria, sagte nach Bekanntwerden des Ebola-Falls: "Das Letzte, was irgendwer auf der Welt hören will, sind die beiden Wörter in einem Satz: Ebola und Lagos." Das allein genüge, um Bilder eines "apokalyptischen urbanen Ausbruchs" hervorzurufen.

Was hat Nigeria richtig gemacht, um den Ausbruch zu stoppen?

Bereits Anfang August rief die Regierung den Notstand wegen Ebola aus. Das machte es den Gesundheitsbehörden möglich, schneller auf die mögliche Krise zu reagieren. Laut WHO wurde rasch ein Ebola Emergency Operations Center (EOC) einberufen. Darin vertreten waren neben nigerianischen Experten auch Mitarbeiter der WHO sowie der US-Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Auf diese Weise sei es gelungen, 100 Prozent aller direkten Kontaktpersonen des Ebola-Kranken sowie 99,8 Prozent der Kontaktpersonen des später erkrankten Arztes zu identifizieren und unter Beobachtung zu stellen.

CDC-Checkliste: So werden Ebola-Kontaktpersonen beobachtet Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE (deutsche Übersetzung)

CDC-Checkliste: So werden Ebola-Kontaktpersonen beobachtet

Zudem stellten die nigerianischen Behörden laut WHO rasch und großzügig finanzielle Mittel sowie Material bereit, in Lagos wurden umgehend Isolierstationen eingerichtet, und medizinisch gut geschultes und ausgebildetes Personal kam zum Einsatz. Auch das virologische Labor des Lagos University Teaching Hospital sei ein Schlüsselfaktor gewesen, heißt es in der WHO-Erklärung. Auf diese Weise habe man zuverlässige Tests durchführen - und positiv getestete Kontaktpersonen sofort unter Quarantäne stellen können.

Anders als es in Guinea, Liberia und Sierra Leone möglich sei, habe man sämtliche identifizierten Kontaktpersonen für eine Zeitspanne von 21 Tagen täglich auf Fiebersymptome hin untersucht. Auch jene Menschen, die versucht hatten, den Beobachtungsmaßnahmen zu entkommen, habe man mithilfe von speziellen Krisenteams sofort wieder ausfindig gemacht.

Das "Time"-Magazin zitierte auch Faisal Shuaib, der dem Ebola Emergency Operations Center in Lagos angehörte. Ihm zufolge war es wichtig, die Grenzen Nigerias offen gelassen zu haben. "Grenzen zu schließen kann dazu führen, weitere Panik zu schüren, und erweckt den Eindruck von Hilflosigkeit", so Shuaib. "Wenn man die legalen Grenzpunkte schließt, bringt man die Menschen möglicherweise dazu, illegal über die Grenzen zu kommen, und verstärkt damit das Problem."

Soziale Medien im Kampf gegen Ebola

Laut Shuaib war auch die Aufklärung der Menschen von großer Bedeutung. Nigeria habe unter anderem die sozialen Medien genutzt, um Falschinformationen, die sich rasch ausbreiteten, zu entkräften. Helfer starteten Kampagnen und gingen von Haus zu Haus, um die Bevölkerung über die Risiken zu informieren. Auch Radio- und TV-Sender sowie führende Politiker, Geistliche oder berühmte Schauspieler klärten die Bevölkerung auf.

Auch wichtig: "Die Menschen begannen zu verstehen, dass eine Ebola-Infektion nicht zwangsweise ein Todesurteil sein muss", so Shuaib. Je früher Ebola-Kranke in Behandlung kommen, desto größer ist ihre Chance auf eine Genesung.

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insgesamt 45 Beiträge
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1. In den anderen Ländern Westafrikas sieht es doch genau so aus.
carolian 20.10.2014
Ebolafieber ist dort ein Sommerfieber und der Sommer ist vorbei. Das Virus kann das nicht im Menschen mit nun niedrigerer Körpertemperatur überleben. Nur die Sommerhype der westlichen Medien hat überlebt, die in der nun üblichen gleichgeschalteten Form eine unglaubliche Hysterie verbreiteten. Ständig angeheizt durch die US-Regierung. Selbst Obama war sich nicht zu Schade dafür, sich vor den Propaganda- Karren spannen zu spannen. Es musste wohl von der Pleite in der Ukraine abgelenkt werden.
2. Schöne Sache
cracker90 20.10.2014
aber Gefahr noch lange nicht gebannt. drücke nigeria die daumen das keine UNO oder USA Truppe zum besetze äh helfen kommen muss
3.
HorstOttokar 20.10.2014
Zitat von carolianEbolafieber ist dort ein Sommerfieber und der Sommer ist vorbei. Das Virus kann das nicht im Menschen mit nun niedrigerer Körpertemperatur überleben. Nur die Sommerhype der westlichen Medien hat überlebt, die in der nun üblichen gleichgeschalteten Form eine unglaubliche Hysterie verbreiteten. Ständig angeheizt durch die US-Regierung. Selbst Obama war sich nicht zu Schade dafür, sich vor den Propaganda- Karren spannen zu spannen. Es musste wohl von der Pleite in der Ukraine abgelenkt werden.
Soso, ein Sommerfieber. In den Tropen. Da ist der jahreszeitliche Temperaturwechsel ja bekanntlich immens. Auch wusste ich gar nicht, dass Menschen wechselwarm sind. Na ja, die Reptilienmenschen von David Icke sicherlich. Die haben ja auch heimlich die Weltherrschaft übernommen, nicht wahr?
4.
SilverTi 20.10.2014
Zitat von carolianEbolafieber ist dort ein Sommerfieber und der Sommer ist vorbei. Das Virus kann das nicht im Menschen mit nun niedrigerer Körpertemperatur überleben. Nur die Sommerhype der westlichen Medien hat überlebt, die in der nun üblichen gleichgeschalteten Form eine unglaubliche Hysterie verbreiteten. Ständig angeheizt durch die US-Regierung. Selbst Obama war sich nicht zu Schade dafür, sich vor den Propaganda- Karren spannen zu spannen. Es musste wohl von der Pleite in der Ukraine abgelenkt werden.
?? Soweit ich weiß, ist die Körpertemperatur des Menschen stetig gleich - normal ist ja alles zwischen 36,5°C und 38,5°C. Ich wüsste nicht, was die Außentemperatur eine Rolle für die Körptertemperatur spielen sollte .... denn soweit ich weiß, ist der Mensch kein Reptil ;-)
5. Warten wir mal 6 Monate
t dog 20.10.2014
Ich glaube nicht daran, das Ebola in Nigeria besiegt wurde. Da Händewaschen und normales Desinfektionsspray gegen Ebolaviren nichts bringt. Am wahrscheinlichsten ist, das die nigerianische Regierung beschlossen hat den Virus tod zu schweigen. Aus Angst vor wirtschaftlichen Einbußen. Die WHO sollte Nigeria ganz genau im Auge behalten. Nigeria wird es wohl erst nicht mehr leugnen können, wenn hunderttausende infiziert sind. Nigeria ist überbevölkert und Ebola ist eine der teuflischsten Seuchen überhaupt. Wir sollten realistisch bleiben und erst Mal 6 Monate abwarten, bevor wir Entwarnung geben. Dann kann man immernoch medialen Jubel verbreiten.
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