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Rückschlag: Neuer Ebola-Todesfall in Sierra Leone

Mitarbeiter eines Gesundheitszentrums in Sierra Leone (Archivbild): Doch nicht besiegt? Zur Großansicht
REUTERS

Mitarbeiter eines Gesundheitszentrums in Sierra Leone (Archivbild): Doch nicht besiegt?

Gerade erst hat die WHO Westafrika für Ebola-frei erklärt - nun gibt es einen neuen Fall in Sierra Leone. Laut Medienberichten starb ein Junge in der Region Tonkolili an dem Virus.

In Sierra Leone ist erneut ein Mensch an Ebola gestorben. Zwei Tests an der Leiche eines Jungen hätten den Verdacht bestätigt, berichtete der Rundfunksender BBC unter Berufung auf einen Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Untersuchungen seien von britischen Experten durchgeführt worden, sagte demnach Sidi Yahya Tunis. Der genaue Todeszeitpunkt ist unklar.

Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Reuters aus einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums zitiert und von einem Verdachtsfall im Distrikt Tonkolili berichtet. Mittlerweile hat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Fall bestätigt.

Die Nachrichten kommen nur wenige Stunden nach einer Erklärung der WHO, die international für Aufsehen gesorgt hatte: Auch in Liberia sei der Virus nun besiegt - und Westafrika damit Ebola-frei. "Das ist ein wichtiger Tag und das Ende des Ausbruchs in Westafrika", sagte Rick Brennan, Direktor für Notfallmanagement bei der WHO.

Er mahnte jedoch auch, die Arbeit sei noch nicht getan. In einer WHO-Mitteilung hieß es zudem: Es sei wahrscheinlich, dass es neue Fälle geben werde:

Ein Land gilt als Ebola-frei, wenn es mindestens 42 Tage lang nach dem Tod oder der Erholung des letzten Opfers keine neuen Fälle gegeben hat. Diese Periode entspricht einer doppelten Inkubationszeit von je 21 Tagen. Den letzten Ebola-Toten in Westafrika gab es Ende November in Liberia.

Das westafrikanische Sierra Leone, in dem die meisten Menschen während der Epidemie an Ebola erkrankt waren, galt seit dem 7. November als Ebola-frei. Insgesamt sind seit Ausbruch der Seuche in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 28.100 Menschen erkrankt, mehr als 11.300 starben.

aar/irb/Reuters/dpa

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