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Ebola: US-Krankenschwester aus Zwangsquarantäne entlassen

Kaci Hickox im Quarantänezelt: Die Aufnahme stammt vom Anwalt der US-Krankenschwester Zur Großansicht
REUTERS/Steve Hyman

Kaci Hickox im Quarantänezelt: Die Aufnahme stammt vom Anwalt der US-Krankenschwester

Angst vor Ebola: 21 Tage sollte eine Krankenschwester in den USA in einem Quarantänezelt ausharren. Doch die Behörden zeigen Einsicht. Gleichzeitig gibt es einen weiteren Ebola-Verdacht in New York.

New York - Nach ihrem heftigen Protest wird eine Krankenschwester in den USA aus der Zwangsquarantäne entlassen. Die Frau dürfe nach Hause zurückkehren, nachdem alle Tests auf das Ebolavirus negativ gewesen seien und sie in den vergangenen 24 Stunden keine Symptome der tödlichen Krankheit gezeigt habe, hieß es am Montag aus dem Büro des Gouverneurs von New Jersey, Chris Christie.

Gleichzeitig wird laut Medienberichten im New Yorker Bellevue Hospital ein fünfjähriger Junge auf Ebola getestet. Das Kind sei aus Guinea gekommen, habe Fieber und habe sich erbrechen müssen.

Die Krankenschwester Kaci Hickox hatte für "Ärzte ohne Grenzen" in Sierra Leone Ebola-Patienten betreut. Bei ihrer Rückkehr in die USA war sie am Flughafen Newark in New Jersey stundenlang "wie eine Kriminelle" behandelt worden, beschrieb sie. Sie sollte drei Wochen in Zwangsquarantäne verbringen - in einem ungeheizten Zelt mit Pritsche, Klappstuhl und Plastikplumpsklo.

"Nach Gesprächen hat sie zugestimmt, in den Bundesstaat Maine zu fahren und sie macht das privat, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln", heißt es jetzt von Seiten des Gouverneurs. In Maine werde sie weiter laufend untersucht.

Wissenschaft statt Hysterie

Experten haben bereits darauf hingewiesen, dass solche Zwangsmaßnahmen unnötig seien und freiwillige Helfer vom Einsatz in Westafrika abhalten könnten. Mit Ebola Infizierte sind erst ansteckend, wenn sie Symptome haben. Der "Ärzte ohne Grenzen"-Mitarbeiter, der nach seiner Rückkehr nach New York erkrankte, hatte zweimal täglich seine Temperatur gemessen - und sofort reagiert, als er Fieber bekam.

"Der beste Weg, uns zu schützen, ist die Beendigung der Epidemie in Afrika", sagte Anthony Fauci, Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases. Man bräuchte die Ärzte und Pflegekräfte. "Also wollen wir sie nicht in die Lage bringen, in der sie nur sehr ungern freiwillig ihre Hilfe anbieten."

Der Chef der Uno-Mission zur Bekämpfung von Ebola ("Unmeer"), Anthony Banbury, sagte am Montag, Entscheidungen über Quarantänen sollten auf Wissenschaft und Fakten basieren und nicht auf Hysterie und Hype. "Und die Entscheidungen sollten so getroffen werden, dass sie eine schnelle, wirksame Bekämpfung von Ebola in Westafrika fördern." Alles, was ausgebildete Helfer abhalten würde, nach Westafrika zu kommen, sei sehr, sehr bedauerlich.

Erpressung mit Ebola

Dass sich mit Ebola derzeit weltweit Angst schüren lässt, nutzen nun auch Kriminelle. Erpresser haben der tschechischen Regierung mit der Verbreitung des Ebolavirus gedroht. Falls der Staat nicht zahle, werde in der Bevölkerung Panik hervorgerufen, hieß es in einem am Montag bekannt gewordenen Drohbrief. Ministerpräsident Bohuslav Sobotka verurteilte die Forderungen im Fernsehen und sprach von "Hyänen, die verständliche Ängste in der Bevölkerung ausnutzen" würden. Nach Angaben der Agentur CTK fordern die Erpresser eine Million Euro. Innenminister Milan Chovanec versprach, alles zu tun, um die Täter zu fassen.

Gesundheitsexperten versicherten unterdessen, dass eine "massive Ausbreitung" des Ebolafiebers unter den klimatischen und hygienischen Bedingungen in Tschechien ausgeschlossen werden könne. Ein Transport des Virus sei "wenig realistisch" und würde zudem die Täter selbst in Gefahr bringen.

Spenden für die Ebola-Krisengebiete
Ärzte der Welt e.V.

Stichwort: Ebola

Deutsche Kreditbank (DKB)

IBAN: DE06 1203 0000 1004 3336 60

BIC: BYLADEM1001

Internet: www.aerztederwelt.org

Ärzte ohne Grenzen e.V.

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00

BIC: BFSWDE33XXX

Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de

Spenden bei Ärzte ohne Grenzen sind nicht zweckgebunden.

Cap Anamur

Stichwort: Ebola

Sparkasse KölnBonn

IBAN: DE85 3705 0198 0002 2222 22

BIC: COLSDE33

Internet: www.cap-anamur.org

Caritas international

Stichwort: Ebola-Hilfe

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

BIC: BFSWDE33KRL

Internet: www.caritas-international.de

Deutsches Rotes Kreuz

Stichwort: Ebola

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07

BIC: BFSWDE33XXX

Internet: www.drk.de

Diakonie Katastrophenhilfe

Stichwort: Ebola

Ev. Darlehensgenossenschaft

IBAN: DE26 2106 0237 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EDG

Internet: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Don Bosco Mondo e.V.

Stichwort: Ebola

Pax-Bank eG

IBAN: DE10 3706 0193 3040 5060 70

BIC: GENODED1PAX

Internet: www.don-bosco-mondo.de

German Doctors e.V.

Stichwort: Ebola-Hilfe

Evangelische Bank

IBAN: DE12 5206 0410 0004 8888 80

BIC: GENODEF1EK1

Internet: www.german-doctors.de

humedica e.V.

Stichwort: Ebolahilfe

Sparkasse Kaufbeuren

IBAN: DE35 7345 0000 0000 0047 47

BIC: BYLADEM1KFB

Internet: www.humedica.org

I.S.A.R. Germany

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE25 3702 0500 0001 1825 00

BIC: BFSWDE33xxx

Internet: www.isar-germany.de

Misereor

Stichwort: Ebola Krise

Pax Bank Aachen

IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10

BIC: GENODED1PAX

Internet: www.misereor.de

Oxfam Deutschland e.V.

Stichwort: EBOLA

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE60 3702 0500 0008 0905 01

BIC: BFSWDE33XXX

Internet: www.oxfam.de

Plan International Deutschland e.V.

Stichwort: Ebola

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44

BIC: BFSWDE33HAN

Internet: www.plan-deutschland.de

Save the Children

Stichwort: Ebola-Nothilfe

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE92 1002 0500 0003 2929 12

BIC: BFSWDE33BER

Internet: www.savethechildren.de

SOS Kinderdorf

Stichwort: Ebola

Bankhaus Lampe

IBAN: DE84 4802 0151 0003 0200 02

BIC: LAMPDEDDXXX

Internet: www.sos-kinderdorf.de

Unicef

Stichwort: Ebola

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE57 3702 0500 0000 3000 00

BIC: BFSWDE33XXX

Internet: www.unicef.de

Welthungerhilfe e.V.

Stichwort: Ebola-Epidemie

Sparkasse Köln/Bonn

IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15

BIC: COLSDE33

Internet: www.welthungerhilfe.de

World Vision Deutschland

Stichwort: Ebola

Evangelische Kreditgenossenschaft

BAN: DE91 5206 0410 0004 0007 81

BIC: GENODEF1EK1

Internet: www.worldvision.de

wbr/dpa/AP/Reuters

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insgesamt 15 Beiträge
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1. Hysterie wie schon bei der Vogelgrippe
joerg68 27.10.2014
Sehr wohltuend, dass man sich wieder auf die sachliche Ebene begiebt. Diese dumme Hysterie bringt keinem etwas. Es regen sich wahrscheinlich sowieso eher die auf, die gerne mit Chipstüte auf der Couch sitzen, sich dazu ein Bier reinkippen und ihren ungesunden Lebensstil ungeniert pflegen. Bei der Vogelgrippe war das auch schon so. Ein riesen Drama, als würden die Menschen zu hunderten auf der Straße tot umfallen.
2. Play with fire!
d-m-einezeitverschwendend 27.10.2014
"Anthony Banbury, sagte am Montag, Entscheidungen über Quarantänen sollten auf Wissenschaft und Fakten basieren und nicht auf Hysterie und Hype." Genau, die wissenschaft muss mehr fakten liefern, denn gesicherte erkenntnisse sind noch rar, vor allem was die infektivitaet des virus bei anderen klimatischen verhaeltnissen betrifft, den krankheitsverlauf und die lethalitaet in populationen mit unterschiedlichen genvarianten (Westafrika vs. Europa) etc. Wie gesichert ist die annahme, dass ein traeger erst NACH ausbruch von symptomen andere infizieren kann? Die unterscheidung schmier/troepfchen-infektion ist ebenfalls fliessend. Bevor fragen wie diese nicht hinreichend geklaert sind, ist es unverantwortlich, potenziell infizierte auf bisher "naive" populationen loszulassen.
3. wissenschaft und recht sind sehr neutral..
kraichgau12 27.10.2014
seuchenbekämpfung bedeutet,jedes nur mögliche risiko für die EIGENE Bevölkerung ausschliessen der Govenor hat sich hier den medien gebeugt was,wenn diese gute Fee in 10 Tagen symptome entwickelt? das ist der schlimmste anzunehmende fall,der eintreten konnte,das deppen,die nicht einmal 3 gerade zählen können,aber den titel journalisten und damit meinungsmacher inne haben,ihr weltbild über grundsaetze der seuchenbekämpfung stellen eingrenzen,minimieren,risiken ausschliessen beinhaltet ebenso halbgötter in weiss wie den NY arzt zu erden,der bowlen in der inkubationszeit geht(und er hat sicher spass mit seiner verlobten gehabt,das bedeutet,100 tage unsicherheit bei ihr) ich persönlich bin sicher,irgendwann gar nicht so weit in der zukunft wird man allk das hier als beispiel einer degenerierten und verfehlten seucheneingrenzung in schulen lehren,wenn denn dann noch jemand im saal sitzt
4. @joerg
kraichgau12 27.10.2014
sind bisher nur mindestens 5000 dran gestorben(nu aber hurtig das weltbild bzw die eigenen aeusserungen retouchieren,da die in afrika ja offiziell nicht weniger wert sind als die elite,die keine chips frisst for dem TV) und es werden stündlich mehr.... und das witzige,wir haben schon in europa fälle gehabt in high tech kliniken,die eigentlich immer komplett unmöglich erklärt wurden,in ISOLIERSTATIONEN steckten sich pflegekräfte an,etwas,was im juni noch komplett negiert wurde von jedem Arzt in europa... geniesse den latte,elite-spiegel-leser
5. @kraichgau12
Babsi03 27.10.2014
Wenn diese gute Fee in 10 Tagen Symptome entwickelt wird sie sich selbst in Quarantäne begeben, und gut ist. Vorher war sie dann nicht ansteckend. Auch der Arzt, der bowlen war, hatte zu dem Zeitpunkt keine Symptome und war deshalb NICHT ansteckend. Ich hoffe das kommt jetzt mal langsam bei jedem an, wurde ja nun schon zu Genüge in diversen Foren erklärt.
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