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Einsatz in Westafrika: Obama mobilisiert Reservisten für den Kampf gegen Ebola

Einsatz in Liberia: US-General Darryl Williams (l.) und Sergeant Major Jeffrey T. Stitzel (r.) feuern im Krisengebiet Soldaten an Zur Großansicht
REUTERS

Einsatz in Liberia: US-General Darryl Williams (l.) und Sergeant Major Jeffrey T. Stitzel (r.) feuern im Krisengebiet Soldaten an

Um die Ausbreitung von Ebola einzudämmen, will US-Präsident Obama nun sogar Reservisten und Mitglieder der Nationalgarde in das Krisengebiet Westafrikas schicken. Bei einem Verdachtsfall in Paris gibt es unterdessen eine erste Entwarnung.

Washington - US-Präsident Barack Obama greift im Kampf gegen Ebola zu härteren Maßnahmen. Neben aktiven Armee-Angehörigen sollen jetzt auch Reservisten des US-Militärs und Mitglieder der Nationalgarde in das Krisengebiet nach Westafrika entsandt werden, wie Obama in einem Brief an Abgeordnete des US-Kongresses schrieb. Zudem unterzeichnete er einen Erlass, der dem Pentagon die Entsendung der Einsatzkräfte erlaubt.

Die Mannschaft, zu denen auch Logistiker und Kommunikations-Experten zählen sollen, soll den Angaben zufolge die Hilfskräfte vor Ort bei ihrem Kampf gegen die Epidemie unterstützen. Wie viele Reservisten er schicken will und welche Einheiten er im Blick hat, ließ Obama in dem Schreiben offen. Bislang war bekannt, dass die USA 4000 aktive Angehörige der Armee nach Westafrika senden will. Das Pentagon teilte dazu mit, 500 US-Soldaten seien bereits eingetroffen.

Bislang sind in Westafrika an der Seuche fast 4500 Menschen gestorben. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die Ausbreitung der Ebola-Seuche noch Monate anhalten. Auch die bisher weitgehend von Ebola verschonten Länder sind nach Auffassung der WHO schlecht für Krankheitsfälle gerüstet.

Besonders Mali, Guinea-Bissau, Senegal und die Elfenbeinküste seien nicht gut vorbereitet, sagte die WHO-Direktorin für weltweite Notfälle, Isabelle Nuttall, am Donnerstag in Genf. "Diese Länder müssen wirklich besser gerüstet sein", forderte sie. Die Staaten grenzen direkt an Guinea, Liberia und Sierra Leone, wo Ebola derzeit am schlimmsten grassiert.

Auch in Europa geht die Angst vor Ebola um. Erst am Donnerstag waren neue Verdachtsfälle aus Madrid und Paris gemeldet worden. Jedoch kann im französischen Fall eine erste Entwarnung gegeben werden: Bei der betroffenen Krankenschwester fiel der erste Test negativ aus. Die Ergebnisse müssten allerdings noch durch weitere Untersuchungen überprüft werden, hieß es von Behördenseite.

Die Krankenschwester war am Donnerstag in ein Militärkrankenhaus eingeliefert worden, nachdem sie nach der Behandlung einer an Ebola erkrankten Patientin Fieber bekommen hatte.

Die EU-Gesundheitsminister hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, unverzüglich mit Ausreisekontrollen in den von der Epidemie betroffenen westafrikanischen Ländern zu beginnen. Keine einheitliche Haltung gab es dagegen zu den von mehreren EU-Ländern eingeführten Gesundheitskontrollen mit Fiebermessen bei der Einreise nach Europa.

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jbe/AFP/AP/Reuters/dpa

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1. Das Bild zu dem Artikel passt perfekt
aramcoy 17.10.2014
Das Bild sagt alles. Weiteren Kommentaren zu den USA enthalte ich mich. Ich würde mich allerdings freuen, wenn Europa und besonders wir selbst endlich auch ernst mit der Hilfe für Westafrika machen würden. Aber "von der Laien" und der Rest der dafür nicht zuständigen Gurkentruppe in Berlin sind zu sehr mit Selbstvermarktung/beweihräucherung/bereicherung beschäftigt. Die werden auf Ebola erst reagieren wenn ihre Vorzimmerdamen nicht mehr zum Arbeitsplatz erscheinen.
2. Nichts gelernt, so kennt man Obama
WernerT 17.10.2014
Was nützen die Reservisten oder Nationalgardisten vor Ort? Nichts außer, dass sie bei der Heimkehr Ebola über die USA verteilen. Eine Krankheit, die vor dem akuten Ausbruch bereits infektiös ist, dadurch zu bekämpfen, zusätzlich unausgebildetes Personal einzusetzen, kann man nur damit Vergleichen ein Feuer mit einem Sauerstoff-Benzin-Gemisch bekämpfen zu wollen.
3.
chalchiuhtlicue 17.10.2014
Zitat von WernerTWas nützen die Reservisten oder Nationalgardisten vor Ort? Nichts außer, dass sie bei der Heimkehr Ebola über die USA verteilen. Eine Krankheit, die vor dem akuten Ausbruch bereits infektiös ist, dadurch zu bekämpfen, zusätzlich unausgebildetes Personal einzusetzen, kann man nur damit Vergleichen ein Feuer mit einem Sauerstoff-Benzin-Gemisch bekämpfen zu wollen.
Bitte linken sie einmal glaubhafte (!) Quellen mit belastbaren (!) Studien, die ihre Aussage stützen. Ansonsten ist diese Aussage nur dummes Stammtischgeschwätz und/oder der Versuch, vorsätzlich Angst zu schüren.
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