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Ebola-Epidemie: Sierra Leone verhängt dreitägige Ausgangssperre

Unicef-Mitarbeiter in Freetown klärt über Ebola-Gefahren auf: Sierra Leone plant erneute Ausgangssperre Zur Großansicht
AP/dpa

Unicef-Mitarbeiter in Freetown klärt über Ebola-Gefahren auf: Sierra Leone plant erneute Ausgangssperre

Die Gefahr in Westafrika durch Ebola ist noch nicht gebannt. Sierra Leone plant eine dreitägige Ausgangssperre für Ende März. Dennoch hofft die WHO, bald das Ende der Epidemie verkünden zu können.

Freetown - Mediziner und Politiker in den von Ebola betroffenen Gebieten Westafrikas haben in den vergangenen Monaten etliche Erfahrungen gesammelt, darunter auch diese: Mitunter sind im Kampf gegen die Epidemie drastische Maßnahmen notwendig. Die Regierung in Sierra Leone hat jetzt erneut eine dreitägige Ausgangssperre angekündigt.

Demnach sollen vom 27. bis 29. März 2,5 Millionen Menschen in der Hauptstadt Freetown sowie im Norden des Landes ihre Häuser nicht verlassen dürfen. Das verkündete Palo Conteh vom Ebola-Krisenzentrum am Donnerstag. Bereits im September hatte es in Sierra Leone eine landesweite Ausgangssperre gegeben. Dabei waren Zehntausende Helfer von Tür zu Tür gezogen, um zuvor nicht gemeldete Ebola-Fälle aufzuspüren.

Insgesamt sind in Sierra Leone, Liberia und Guinea nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Dezember 2013 fast 10.200 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Ebolavirus gestorben. Sierra Leone zählte fast 3700 Todesopfer.

Gleichwohl äußerte sich die Generaldirektorin der WHO, Margret Chan, erstmals optimistisch: Am Mittwoch sagte sie der AFP, Liberia habe "seit mehr als zehn Tagen keinen neuen Ebola-Fall mehr gemeldet". An dieser Entwicklung müsse festgehalten werden. Auch Sierra Leone habe "gewaltige Fortschritte erzielt", so Chan. In Guinea bestehe eine enge Zusammenarbeit mit Präsident Alpha Condé, um die Zahl der Neuinfektionen auf null zu senken.

Am Rande einer WHO-Konferenz in Abu Dhabi sprach Chan von einem "sehr komplizierten Virus". Dennoch hoffe sie, dass die WHO bald das Ende der Epidemie verkünden könne.

cib/AFP

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insgesamt 2 Beiträge
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1. hm
kraichgau12 19.03.2015
wann bringt spon denn mal die nachricht,das mittlerweile zweistellige britishe militärangehörige in heimatlichen Kliniken in quarantäne sind,und darauf warten, als uninfiziert entlassen zu werden? ist doch alles gar nicht so aufregend,aber ne isolierstation mtten in london,die so gut wie voll ist...
2. solange
bushrat 20.03.2015
die Station nur "so gut wie voll ist" und isoliert ist, ist doch alles ok.
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