Ebola-Verdacht in Boston Sicherheitsteam holt fünf Passagiere aus Flugzeug

Direkt nach der Landung in Boston hat ein Team in Schutzanzügen fünf Passagiere aus einem Flugzeug geholt. Sie hatten während des Fluges grippeähnliche Symptome gezeigt. Der Ebola-Verdacht bestätigte sich aber nicht.

Krankenhaus in Boston: Fünf Passagiere werden auf das Ebola-Virus getestet
REUTERS

Krankenhaus in Boston: Fünf Passagiere werden auf das Ebola-Virus getestet


Boston - Fünf Passagiere mit grippeähnlichen Symptomen wurden am Bostoner Flughafen von einem Sicherheitsteam in Schutzanzügen aus einer Maschine der Linie "Emirates" geholt. Die Passagiere stehen unter dem Verdacht, sich mit Ebola infiziert zu haben.

Die Maschine war in Dubai gestartet. Keiner der fünf kranken Passagiere sei zuvor in Westafrika gewesen, sagte ein Sprecher der Behörde, die in Massachusetts für Flughäfen zuständig ist. Ob die fünf Passagiere tatsächlich an Ebola erkrankt sind oder nur einen Schnupfen haben, ist noch nicht klar. Es handele sich um eine reine Sicherheitsvorkehrung, so der Sprecher.

Ebola-Infizierte haben zunächst grippeähnliche Symptome wie Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, dann kommen hohes Fieber, Durchfall und innere Blutungen hinzu. Das Robert-Koch-Institut hält einen Verdacht auf Ebola nur dann für begründet, wenn der Betroffene innerhalb der letzten drei Wochen:

  • Sich in Sierra Leone, Guinea, Liberia oder Lagos (Nigeria) aufgehalten hat und: nach dem Aufenthalt dort Blutungsneigung beziehungsweise einen Schock, oder dort Kontakt zu möglicherweise infizierten Wildtieren, oder dort Höhlen beziehungsweise Minen besucht hatte.
  • Unabhängig von Reisen in die Gebiete liegt darüber hinaus immer ein begründeter Ebola-Verdacht vor, wenn die Person Kontakt mit Ebola-Erkankten oder Krankheitsverdächtigen hatte oder wenn beruflich Kontakt mit Ebola-Viren, erregerhaltigem Material oder infizierten Tieren möglich ist.

Gewissheit kann erst ein Bluttest bringen.

Aktualisierung vom 14.10, 9 Uhr: Der Ebola-Verdacht hat sich nach Angaben der Seuchenschutzbehörde in Boston nicht bestätigt. Die Passagiere hätten zwar grippeähnliche Symptome gezeigt, es habe jedoch keine Infektion nachgewiesen werden können.

vet/Reuters/AFP

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insgesamt 16 Beiträge
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stauss4 13.10.2014
1. Hysterie
Passagiere mit Schnupfen werden nun in allen US-amerikanischen Flugzeugen der Sonderbehandlung zugeführt. "grippeähnliche Symptome". ist ja nur noch irr.
mebschmw 14.10.2014
2. Das Ende der Menschheit
Wenn was die Menschheit ausrotten wird, dann wird es der Flugverkehr sein. Wenn Flieger schneller jeden Punkt der Erde erreichen, als die Inkubationszeit einer tödlichen hochansteckenden dauert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Natur das Problem der Überbevölkerung auf ihre Weise löst. Unser Globalisierungswahn bedroht diese Erde und uns. Es wird sicher nicht Ebola sein, was dem Wachstum seine Grenzen setzt. Aber früher oder später endet unsere Verantwortungslosigkeit mit einer letzten Aufgeregtheit. Ich hoffe, ich werde das nicht mehr erleben...
Big_Jim 14.10.2014
3. Ist dieser
Ich dachte, Viren bestehen nur aus einem Zellkörper und einen Kern und wären zu klein um sie zu fotografieren? Dieser Wurm sieht aber riesig aus?! Kann mir das Foto jemand erklären?
mitchreader 14.10.2014
4. Gewissheit
"Gewissenheit kann erst ein Bluttest bringen." Muss Gewissheit heißen. Vielen Dank für Ihren Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert, die Redaktion
vanselow 14.10.2014
5. Panik
So entsteht langsam aber sicher eine Massenpanik. Wenn nun bald jeder, der Grippe hat, einen Seuchenschutzalarm auslöst ... So bringt man schnell ein Gesundheitssystem auch zum Erliegen. Und dazwischen sind dann vereinzelt doch immer wieder echte Ebola-Fälle. Das werden unangenehme Weihnachten. Man wird sich noch über die Zeit ärgern, in der man nichts gegen diese Ebola Epidemie in Afrika getan hat.
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