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Epidemie in Westafrika: Zwei neue Ebola-Fälle in Guinea

Markt in Guinea: Ebola ist in Westafrika noch nicht besiegt Zur Großansicht
REUTERS

Markt in Guinea: Ebola ist in Westafrika noch nicht besiegt

Die Hoffnung auf ein Ende der Ebola-Epidemie in Westafrika währte nur kurz. Etwa zwei Wochen lang gab es keine neuen Fälle. Nun sind erneut zwei Menschen in Guinea erkrankt.

Im Kampf gegen Ebola müssen Helfer in Westafrika einen Rückschlag verkraften. Nach etwa zwei Wochen ohne Neuansteckungen wurden am Freitag zwei neue Ebola-Fälle registriert, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mitteilte: In Guinea sind in der Hauptstadt Conakry sowie in der rund 80 Kilometer entfernten Stadt Forecariah erneut zwei Menschen erkrankt.

"Für uns ist das sehr enttäuschend", sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris. Die Fälle sind ein Rückschlag für das westafrikanische Land im Bemühen, Ebola-frei erklärt zu werden. Dazu dürfte es 42 Tage lang keine Neuinfektionen geben. Laut Harris ist Guinea davon noch weit entfernt. In dem Land sind noch immer ungefähr 500 Menschen unter Beobachtung, die Kontakt mit Risikopatienten hatten.

Schwierige Behandlung

Besser sieht es in den Nachbarländern aus: Anfang September erklärte die WHO Liberia als Ebola-frei - auch hier hatte es zuvor kleine Rückschläge gegeben. In Sierra Leone zählen die Behörden noch - dort sind erst 20 Ebola-freie Tage verstrichen.

Am 8. Oktober hatte die WHO erklärt, erstmals seit dem Ausbruch der Epidemie im März 2014 sei in den drei betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone eine Woche lang kein neuer Fall mehr gemeldet worden. Die Organisation hatte allerdings vor weiter bestehenden Risiken gewarnt. Seit dem Ausbruch der Epidemie Ende 2013 sind in Guinea, Liberiaund Sierra Leone laut WHO 28.421 Menschen erkrankt und 11.297 gestorben.

Wie wenig Mediziner über die Behandlung und Folgen einer Ebola-Infektion wissen, zeigte vergangene Woche der Fall einer schottischen Krankenschwester. Sie wurde in Großbritannien mit einem experimentellem antiviralen Mittel behandelt und Ende Januar für vollständig geheilt erklärt. Vergangenen Woche musste sie wegen der Erkrankung erneut ins Krankenhaus. Ihr Zustand ist weiter kritisch.

khü/Reuters/dpa

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