Pflegekraft in Texas positiv getestet Zweiter Ebola-Fall in den USA

In den USA gibt es einen neuen Ebola-Fall: Eine Pflegekraft sei positiv getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Texas mit. Der Patient hatte sich um das erste Ebola-Opfer, Thomas Eric Duncan, gekümmert.

Corbis

Dallas - In den USA ist ein neuer Ebola-Fall aufgetreten. Laut Angaben des Gesundheitsministerium des Bundesstaates ist ein Mitarbeiter des Texas Health Presbyterian Hospital positiv getestet worden. Ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Die Pflegekraft habe am Freitagabend leichtes Fieber bekommen und sei daraufhin isoliert und getestet worden. Das Ergebnis lag dann am späten Samstagabend vor. "Wir wussten, dass es einen zweiten Fall geben könnte, und haben uns auf diese Möglichkeit vorbereitet", sagte Ministeriumschef David Lakey.

Der infizierte Patient habe bei der Pflege des ersten Ebola-Opfers in den USA, Thomas Eric Duncan, mitgeholfen, hieß es in dem Statement des Ministeriums. Der aus Liberia stammende Duncan war am vergangenen Mittwochmorgen gestorben.

8300 Infizierte, 4000 Tote

"Wir stocken unser Team in Dallas auf und arbeiten mit extremer Sorgfalt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern", sagte Lakey. Der neue Patient sei befragt worden, um mögliche Kontakte des Betroffenen herauszufinden und potenzielle Risiken zu bestimmen. Menschen, die mit der Pflegekraft zu tun hatten, würden überwacht werden.

Der positiv getestete Patient wird nun noch einmal vom Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) untersucht. Experten gehen jedoch davon aus, dass das CDC auf dasselbe Ergebnis kommen wird.

Die Ebola-Epidemie grassiert vor allem in den drei afrikanischen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich seit dem Ausbruch mindestens 8300 Menschen angesteckt, mehr als 4000 sind bislang gestorben, darunter mehr als 100 medizinische Helfer.

Vorsichtige Hoffnung gibt es bei der in Spanien positiv getesteten Krankenschwester Teresa Romero. Die spanische Regierung teilte am Sonntag mit, dass Anzeichen leichter Verbesserung zu erkennen seien. Ihr Zustand bleibe jedoch ernst. Auch künftige Komplikationen seien demnach nicht ausgeschlossen. Romero hatte sich ebenfalls bei einem Ebola-Patienten angesteckt.

bka/AP/dpa/Reuters



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 128 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
mightyschneider 12.10.2014
1.
Was ist denn eine "Pflegerkraft"?
emeticart 12.10.2014
2. Soviel ...
... zu den Sicherheitsmaßnahmen in Krankenhäusern. MfG
NaIche 12.10.2014
3. es ist schon erschreckend,
... wie großfressig die Politik hier in blinden Aktionismus fällt und damit das Leben Anderer aufs Spiel setzt. Wenn es gleich bei der Versorgung der ersten Patienten zu Infizierungen des Pflegepersonals kommt, ist das wohl eher ein Zeichen dafür, dass die Behandlung im goldenen Westen doch nicht das Beste für alle Beteiligten ist.
Senf-Dazugeberin 12.10.2014
4. Wo war die Pflegekraft eingesetzt?
Na dann bin ich ja mal gespannt, ob diese Pflegekraft schon vor der Isolation Kontakt zu Duncan hatte (z.B. in der Notaufnahme, bevor feststand, dass es sich um Ebola handelt) oder ob auch diese Ansteckung eigentlich gar nicht hätte passieren können.
derbadener 12.10.2014
5. Restrisiko
komisch würde einer ein AKW bei uns planen, dann aber Hallo. Kranke zu importieren bei sovielen Unbekannten völlig normal. Es kamen schon Vorschläge bezüglich Lazarett Schiffe das wäre ein Ansatz
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.