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Ende der Epidemie: Westafrika ist laut WHO jetzt Ebola-frei

Medizinisches Personal in Westafrika: 42 Tage lang kein neuer Fall (Archivbild) Zur Großansicht
DPA

Medizinisches Personal in Westafrika: 42 Tage lang kein neuer Fall (Archivbild)

Die Seuche ist besiegt - vorerst: Die Weltgesundheitsorganisation hat Westafrika für Ebola-frei erklärt, auch in Liberia ist das Virus gestoppt. Doch neue Ausbrüche sind wahrscheinlich.

42 Tage lang gab es keinen neuen Ebola-Fall in Liberia - damit ist das Land als letzte der von der Epidemie betroffene Nation nach den WHO-Richtlinien frei von dem Virus. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit.

"Wir gratulieren der Bevölkerung, der Regierung und den Ärzten", sagte Rick Brennan, Direktor für Notfallmanagement bei der WHO. "Das ist ein wichtiger Tag und das Ende des Ausbruchs in Westafrika. Aber die Arbeit ist nicht getan", mahnte er im Hinblick auf die Gefahr eines erneuten Ausbruchs.

Den letzten Ebola-Toten in Westafrika gab es Ende November in Liberia. Damals starb ein 15-Jährigerin einem Krankenhaus nahe der Hauptstadt Monrovia. Offenbar hat der Junge aber keine weiteren Menschen angesteckt. Das Land war zudem mit knapp 4800 Toten so stark wie kein anderes von der Epidemie betroffen.

Ein Land gilt dann als Ebola-frei, wenn es mindestens 42 Tage lang nach dem Tod oder der Erholung des letzten Opfers keine neuen Fälle gegeben hat. Diese Periode entspricht einer doppelten Inkubationszeit von je 21 Tagen.

Die Ebola-Epidemie hatte nach WHO-Erkenntnissen Ende Dezember 2013 im Dorf Guéckédou in Guinea ihren Anfang genommen. Von dort aus sei das Virus mit Reisenden auf dem Landweg sowie in Flugzeugen in die Nachbarländer Liberia und Sierra Leone sowie schließlich in sieben weitere, wenngleich erheblich weniger stark betroffene Länder gelangt.

Allerdings hatte die WHO Liberia bereits zweimal für Ebola-frei erklärt, erstmals am 9. Mai und dann am 3. September. Trotzdem wurden anschließend neue Fälle bekannt. Das westafrikanische Sierra Leone, in dem die meisten Menschen während der Epidemie an Ebola erkrankt waren, gilt seit dem 7. November als Ebola-frei.

Ebola wird über Körperflüssigkeiten übertragen, ist hoch ansteckend und oft tödlich. Mehr als 4800 Menschen starben allein in Liberia an dem Virus. Insgesamt sind seit Ausbruch der Seuche in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 28.100 Menschen erkrankt, mehr als 11.300 starben.

Viele Überlebende kämpfen langfristig mit den Folgen der Erkrankung, zudem ist noch unklar, wie lange das Virus ansteckend ist. Experten befürchten, dass Erreger im Körper von Überlebenden überdauern könnten und etwa durch Sex weitergegeben werden.

joe

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