Erste-Hilfe-Test: Was Sie im Notfall wissen müssen

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Retten, bis der Notarzt kommt: Auffrischung für Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse

Verletzt, verbrannt, verschluckt? In Notsituationen brauchen Sie einen kühlen Kopf - und müssen wissen, was zu tun ist. Wie oft mache ich die Herzmassage? Was hilft bei Nasenbluten? Wann rufe ich den Notarzt? Machen Sie sich mit unserem Erste-Hilfe-Test fit für den Notfall.

Haben Sie das Zeug zum Retter in der Not? Dann beweisen Sie Ihr Können beim Erste-Hilfe-Test von SPIEGEL ONLINE!

Schon Vorschulkinder können es: Im Notfall das Richtige tun. Wenn man ihnen einfache Regeln beibringt, gelingt es Vier- und Fünfjährigen, einen Bewusstlosen zu erkennen, eine Notfallnummer zu behalten und zu überprüfen, ob ein Mensch noch atmet. Das legt zumindest eine kleine Untersuchung von norwegischen Ärzten nahe.

Kinderleicht ist Erste Hilfe deshalb noch lange nicht.

Vor allem die Angst, etwas falsch zu machen, verunsichert viele Menschen und schreckt einige sogar davon ab, Hilfe zu leisten. Umfragen zufolge wartet mehr als die Hälfte aller Befragten lieber ab, bis Arzt oder Rettungssanitäter an den Unfallort kommen. Dabei entscheiden häufig schon die ersten Minuten darüber, ob und wie ein Mensch überlebt.

Es macht durchaus einen Unterschied, ob man einem Kollabierten die Beine oder den Oberkörper hochlagert - je nachdem, ob der Betroffene einen Herzinfarkt hat oder einen Hitzeschock. Auch eine Mund-zu-Mund-Beatmung kann Leben retten, und von der Reihenfolge, in der man Verletzte an einem Unfallort versorgt, kann abhängen, wie viele durchkommen.

Schon verunsichert? Dann lernen Sie dazu und machen Sie hier den Erste-Hilfe-Test bei SPIEGEL ONLINE!

Erste Hilfe in Deutschland
Rechtliche Situation
In Deutschland ist jeder Bürger zur Hilfeleistung verpflichtet. Wer im Notfall nicht eingreift, macht sich der unterlassenen Hilfeleistung strafbar. Wer einen Auto-Führerschein erwerben möchte, muss vorher einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Eine Wiederholung ist nicht vorgeschrieben, empfohlen wird jedoch, die Kenntnisse alle zwei bis drei Jahre aufzufrischen.
Kursangebote
In Deutschland bieten zahlreiche Vereinigungen Erste-Hilfe-Lehrgänge an. In der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe haben sich fünf große Anbieter zusammengeschlossen:

das Deutsche Rote Kreuz (DRK)
der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
die Johanniter
Malteser
Erste Hilfe am Kind
Für Kinder gelten spezielle Regeln. Die Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder" hat eine Erste-Hilfe-Broschüre zu Unfällen mit Kindern entwickelt:

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert darüber hinaus über Prävention von Kinderunfällen .

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1.
bombusalpinus 08.06.2012
Na, da sollte Spiegel Online aber noch was nachbessern! Bei Frage 2 sollte schon im Zweifelsfall der Notruf im Vordergrund stehen. Es soll auch Menschen geben, die keinen teuren Entkalket sondern billiges (aber sehr effektives) Essigessenz bzw. einfache Zitronensäure nehmen. Und zu Frage 3: Ist der Heimlich-Handgriff nicht mittlerweile aus der EH verschwunden? Meine letzte Info war, dass die Gefahr bei der Anwendung durch Laien im Vergleich zum Nutzen viel zu groß sei und meist viel zu früh angewendet wurde (bis hin zu Milzrupturen etc.). Korrekte EH wäre dann Flach- oder Tieflagerung des Kopfes, Unterstützen des Abhustens durch Klopfen zwischen die Schulterblätter und notfalls Beatmung, da der Fremdkörper durch die Beatmung oft noch wandert und dann meist nur einen Bronchius verlegt.
2. -
farbschlacht 08.06.2012
Auch die Antwortmöglichkeiten für die Verbrennung sind eher ungenau. Verbrennungen welche die Größe einer Handfläche überschreiten werden nicht gekühlt! Zu groß ist die Gefahr, dass man die Person unterkühlt. Solche Verletzungen sind etwas für den Notarzt. Das Quiz fällt eher in die Kategorie "Unterhaltung".
3.
Tim Lucas 08.06.2012
@bombusalpinus: Der Heimlichgriff ist nicht verschwunden. In der aktuellen Ausbildungsvorschrift wird er weiterhin gelehrt. Er sollte aber nur angewendet werden, wenn der Betroffene zu ersticken droht. Da hier akute Lebensgefahr droht, sind weitere Verletzungen gegebenfalls in Kauf zu nehmen. @farbschlacht: Die Gefahr der Unterkühlung ist durchaus gegeben. Hier sagt die Vorschrift, dass man mit kalten Tüchern kühlen soll und nicht mit fließendem Wasser. Allgemein kann gesagt werden, dass die Kühlung eher mit lauwarmen, als kaltem Wasser erfolgen sollte.
4.
halbsowichtig 08.06.2012
Super das der Spiegel das Thema anspricht! Fehler habe ich keine entdecken können. Ist alles gemäß der aktuellsten Leitlinien
5.
dongerdo 08.06.2012
Die Idee ist absolut klasse aber es fehlen ein Paar einfache Sachen die wirklich schon einiges klären würden. So wäre es Interessant gewesen statt der eigentlich seltenen Herz-Lungen-Wiederbelebung (wo der Notruf übrigens NACH der Atemkontrolle und nicht davor erfolgt...) die Rettungskette insgesamt im Artikel aufzudröseln - der allgemeine Handlungsablauf ist eines der Hauptprobleme für den überwiegenden Teil der Ersthelfer. Dazu kommt dass man auch, wenn man die "Angst was falsch zu machen" anspricht auch wenigstens die Lösung zu der ganzen Geschichte angeben sollte (man ist rechtlich jenseits von Gut und Böse abgesichert bla bla bla). Auch inhaltlich wurde hier ja schon angesprochen dass definitiv fehlt dass Brandwunden nur bei kleinen Wunden (
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Zur Autorin
  • Heike Le Ker ist Ärztin, hat in der Neurologie gearbeitet und über Geburtsstress bei Kindern promoviert. Sie ist Redakteurin im Ressort Gesundheit bei SPIEGEL ONLINE.

Nummern für den Notfall
Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst
Unter der Notrufnummer 112 erreichen Sie in Deutschland eine Rettungsleitstelle, die je nach Problem Feuerwehr oder Rettungsdienst alarmiert. Die Leitstelle kann Sie auch zur Polizei weiterleiten, das dauert aber länger, als direkt die Notrufnummer der Polizei zu wählen.

Die 112 funktioniert europaweit einheitlich aus allen Fest- und Mobilfunknetzen kostenlos. Wo es noch öffentliche Telefone gibt, können Sie die Notrufnummer auch ohne Guthaben wählen. Die einzige Voraussetzung bei Mobiltelefonen ist, dass eine SIM-Karte im Gerät eingelegt sein muss.
Polizei
110 ist die Notrufnummer der Polizei in Deutschland.

Die 110 funktioniert in Deutschland aus allen Fest- und Mobilfunknetzten kostenlos.
Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Seit April 2012 gibt es die deutschlandweit einheitliche Nummer 116 117, unter der Sie Tag und Nacht einen niedergelassenen Arzt erreichen, den Sie zu sich nach Hause rufen können. Doch Vorsicht: Diese Nummer ist keine Notrufnummer! Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist auch kein Rettungsdienst. Nur wer mit seinen Beschwerden normalerweise zu einem niedergelassenen Arzt gehen würde, aber nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist beim Bereitschaftsdienst richtig. In Notfällen wählen Sie immer die 112!
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