Oberpfalz Hof lässt nach Geflügelpest-Verdacht Tausende Tiere töten

In einem Geflügelbetrieb im bayerischen Landkreis Cham müssen wegen des Verdachts auf Geflügelpest fast 13.000 Tiere getötet werden. Gefahr für die Bevölkerung besteht offenbar nicht.


In einem Betrieb im oberpfälzischen Roding könnte die Geflügelpest ausgebrochen sein. Am Sonntag wurde damit begonnen, 12.900 Tiere vorsorglich zu töten, wie ein Sprecher des Landratsamts Cham sagte. Es handle sich um Legehennen, Enten, Gänse und Puten. Es werde noch bis zu diesem Montag dauern, bis alle Tiere getötet seien.

Die Feuerwehr habe den Hof in rund 50 Metern Umkreis abgesperrt, sagte der Sprecher weiter. Der Verdacht auf Geflügelpest hatte sich bei einer Routinekontrolle ergeben. Unklar war zunächst noch, welcher Typ von Geflügelpest - auch Vogelgrippe genannt - vorliegt. Die endgültigen Untersuchungsergebnisse seien frühestens am Montag zu erwarten, sagte der Sprecher.

Der Gesundheitsbehörde am Landratsamt Cham zufolge ist die Bevölkerung durch die Geflügelpest "generell nicht gefährdet". Das gelte auch bei Verzehr von Geflügelfleisch und Eiern.

Das Vogelgrippe-Virus kommt ursprünglich aus Asien, ist aber seit langem auch in Europa bekannt. Erst Anfang dieses Jahres galt in Mecklenburg-Vorpommern Stallpflicht, nachdem im November 2014 in einem Putenbetrieb einer der Erreger nachgewiesen worden war. Ähnliche Fälle gab es in anderen Bundesländern sowie im Ausland, etwa in Großbritannien und den Niederlanden.

ssu/AFP/dpa-AFX

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Seite 1
osterkatze 07.12.2015
1.
Sorry, ich kann das nicht mehr lesen / hören! Warum wartet man die Tests nicht ab, bevor möglicherweise so viel an Leben sinnlos getötet wird? Und wenn das Virus nicht schädlich für Menschen ist, warum tötet man die Tiere dann überhaupt? All Ihr Intensiv-Tierhalter, Großbetriebe für Tierzucht und -schlachtung und Fleischverzehrer ladet eine Schuld auf Euch, die Euch hoffentlich irgendwann einmal vergolten wird!
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